Chance für branchenübergreifenden Austausch verpasst: Ohne Glasfaser kein 5G

Zum Mobilfunkgipfel hat Verkehrsminister Andreas Scheuer Akteure der Mobilfunkbranche geladen, um mit Ihnen die nächsten Meilensteine für den Mobilfunkausbau in Deutschland zu besprechen. Das wichtigste Thema wird, neben der Schließung von Funklöchern, der Ausbau des 5G-Netzes sein. Der aktuelle Stand: Seit der Frequenzvergabe im letzten Jahr rüsten die Mobilfunkbetreiber ihre Infrastruktur für den neuen Mobilfunkstandard 5G um. Als entscheidenden Faktor für den Fortschritt beim Ausbau identifizieren auch die Mobilfunker selbst den Glasfaserausbau. Denn: Um Mobilfunkstandorte mit 5G auszurüsten, müssen diese an das Glasfasernetz angeschlossen sein. Nur über diese Infrastruktur kann der Datendurchsatz für ein stabiles und leistungsfähiges 5G-Netz bereitgestellt werden. Die Unternehmen, die die Glasfasernetze bauen, bleiben beim morgigen Gipfel jedoch ungehört. Diese Vorgehensweise ist aus Sicht des BREKO wenig zielführend für einen schnellen Ausbau.

BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers dazu: „Ohne eine Glasfaseranbindung aller Mobilfunk-Antennen wird es weder mit dem aktuellen Mobilfunkstandard LTE noch mit 5G einen leistungsfähigen Mobilfunk geben. Die mehr als 200 im BREKO organisierten Telekommunikations-Netzbetreiber leisten schon heute einen wichtigen Beitrag zum Mobilfunkausbau: Sie treiben nicht nur den Glasfaserausbau bis in die Gebäude und Wohnungen voran, sondern realisieren in sehr vielen Projekten als Partner der Mobilfunkunternehmen die Glasfaser-Anbindung von Mobilfunkmasten. Zum Mobilfunkgipfel sind sie allerdings, trotz proaktiver Anfrage, nicht eingeladen. Dabei muss doch allen klar sein: Sitzen keine Vertreter des Glasfaserausbaus mit am Tisch des Mobilfunkgipfels, fehlt ein wichtiger Baustein.“

Albers sieht neben der verpassten Chance für den branchenübergreifenden Austausch noch einen weiteren wichtigen Grund für eine Teilnahme: „Die Tatsache, dass Glasfaser untrennbar mit 5G verbunden und damit ausschlaggebend für die digitale Zukunft Deutschlands ist, muss in der gesellschaftlichen Diskussion noch stärker betont werden. Auch, um den Akteuren, die durch den Ausbau des Glasfasernetzes Deutschlands digitale Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen, eine Plattform zu geben, wäre die Teilnahme am Mobilfunkgipfel wichtig gewesen.“

Neben der Einbindung von Glasfaser-Akteuren in den Mobilfunkgipfel ist aus Sicht des BREKO auch eine realistische Einordnung zur Leistungsfähigkeit und zu den Anwendungsfeldern von 5G notwendig. „Bei aller Euphorie, die im Kontext Mobilfunk und 5G gerade herrscht, darf eines nicht vergessen werden: 5G ist nicht der alleinige ‚Heilsbringer‘ für die digitale Infrastruktur Deutschlands. So eröffnet 5G ohne Zweifel viele neue Möglichkeiten. Zuverlässige Gigabitbandbreiten werden aber auch zukünftig nur echte Glasfaseranschlüsse bis in die Gebäude und Wohnungen bereitstellen. Daher muss der Glasfaserausbau im Fokus bleiben. Wir brauchen endlich eine ‚Glasfaserstrategie‘, ähnlich der ‚Mobilfunkstrategie der Bundesregierung‘, die konkrete Maßnahmen zur Beschleunigung und Vereinfachung des Glasfaserausbaus in Deutschland enthält“, betont Albers.

Über den BREKO – Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.

Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) repräsentiert den Großteil der deutschen Festnetzwettbewerber. Seine Mitglieder setzen klar auf die zukunftssichere Glasfaser und zeichnen aktuell für fast 70 Prozent des wettbewerblichen Ausbaus mit direkten Glasfaseranschlüssen (FTTB / FTTH) verantwortlich. Seit seiner Gründung im Jahr 1999 tritt der BREKO erfolgreich für den Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Die mehr als 350 BREKO-Unternehmen, darunter über 200 City- und Regionalcarrier sowie Stadtwerke, versorgen sowohl Ballungsräume als auch ländliche Gebiete mit hochleistungsfähigen Glasfaseranschlüssen. Dazu haben sie im Jahr 2018 rund 2,5 Mrd. Euro investiert und dabei einen Umsatz in Höhe von 7,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Weitere Informationen finden Sie unter www.brekoverband.de.

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