Gestiegene Tierarztkosten: Kranke Vierbeiner als finanzielles Risiko?

Seit Ende 2022 rechnen Veterinäre für ihre Leistungen mehr ab. Die überarbeitete Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)  berücksichtigt die gestiegenen Kosten in den Praxen und trägt dem medizinischen Fortschritt Rechnung. Denn auch in der Tiermedizin haben moderne Diagnostik und Therapieverfahren Einzug gehalten. Das merken Tierhalter am Geldbeutel: Untersuchungen und Behandlungen der Vierbeiner kosten im Vergleich zu früher mitunter das Doppelte. Fallen nur die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Wurmkuren an, ist das kein größeres Problem. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Gothaer Versicherung aus dem Jahr 2023 geben die meisten Hundehalter und Katzenbesitzer jährlich zwischen 100 und 500 Euro für Tierarztbesuche aus. Für Routinebehandlungen berechnen Veterinäre den ein- bis zweifachen GOT-Satz.

Erkrankt ein Tier, wird es aber schnell teuer, wie zwei Beispiele aus der Redaktion von biallo.de zeigen:
Der dreijährige Labrador Kona hatte akute Magenprobleme und musste stationär in einer Tierklinik behandelt werden. Die Kosten für Blutuntersuchungen, Labor, Röntgen, Ultraschall, Infusionen und Unterbringung beliefen sich auf 1.336 Euro. Zum Glück war der Kollege und Hundebesitzer versichert. Die Tierkrankenversicherung übernahm rund die Hälfte der Kosten. Das vereinbarte Jahreslimit für Behandlungen wurde voll ausgeschöpft. Aufwändige Behandlungen kosten noch mehr. Praxen rechnen dann mit dem dreifachen GOT-Satz ab – im Notdienst auch mit dem vierfachen Satz. Chirurgische Eingriffe gehen besonders ins Geld: Die Operation eines Kreuzbandrisses mit Diagnostik und Nachsorge kostet beim Hund bis zu 2.600 Euro, eine Tumorentfernung rund 1.200 Euro. Auch bei Katzen schlagen Operationen oft mit über 1.000 Euro zu Buche.

Dem vierjährigen Wohnungskater Simba eines weiteren Kollegen musste der Tierarzt unter Vollnarkose fast alle Zähne ziehen. Das Tier litt an einer Calicivirus-Infektion, die zu schmerzhaften Zahn- und Zahnfleischproblemen führte. Die Behandlungskosten samt Wundversorgung und Medikamenten von 1.774 Euro erstattete die Versicherung innerhalb weniger Tage. Der Kollege war froh, eine Krankenvollversicherung inklusive Zahnschutz ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen zu haben. Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen können solch hohe Tierarztkosten finanziell überfordern. Es ist daher sinnvoll, schon vor der Anschaffung eines Haustieres Geld anzusparen oder für den vierbeinigen Familienzuwachs eine Tierkrankenpolice abzuschließen.  

Welche Tiere lassen sich krankenversichern?  

Krankenversicherungen für Haustiere erstatten – je nach gewähltem Tarif – einen Teil oder sämtliche Kosten für Diagnostik, Behandlung und Medikamente. Die meisten Verträge sichern Hunde, Katzen oder Pferde ab. Manche Assekuranzen bieten aber auch Policen für Kleinsäuger wie Hasen, Ziervögel und exotische Tiere an. Dieser Ratgeber beschäftigt sich jedoch ausschließlich mit der Sparte Katzen- und Hundekrankenversicherungen. Eines vorneweg: Eine Krankenversicherung für Haustiere soll zwar das finanzielle Risiko hoher Tierarztkosten absichern. Doch nicht jeder Vierbeiner lässt sich versichern. Da Erkrankungen im Alter zunehmen, lehnen viele Assekuranzen die Aufnahme älterer Tiere ab oder verlangen einen kräftigen Aufschlag bei der Prämie. Meist gilt ein Höchstalter: Für Hunde, die älter als sechs, sieben Jahre alt sind, lässt sich dann keine Police mehr abschließen. Bei bestimmten Rassehunden ist sogar schon früher Schluss. Auch für Katzenbesitzer wird es schwieriger, einen Versicherer zu finden, wenn der Stubentiger bereits sieben Jahre auf dem Buckel hat. Bestehen Vorerkrankungen, werden auch wesentlich jüngere Tiere abgelehnt. Manche Versicherer verlangen von “Risikopatienten” ein tierärztliches Gutachten. Wer den Gesundheitscheck nicht besteht, bekommt keinen Versicherungsschutz. Deshalb gilt: Wollen Sie Ihren Vierbeiner krankenversichern, schließen Sie die Police ab, solange das Tier jung und gesund ist.

Was zahlt eine Tierkrankenversicherung?

Pauschal lässt sich das nicht sagen, denn je nach Tarif und Versicherungsgesellschaft unterscheiden sich die Leistungen erheblich voneinander. Während eine Operationskostenpolice nur für medizinisch notwendige operative Eingriffe in Narkose aufkommt, bezahlt eine Krankenvollversicherung auch die Tierarztkosten für Behandlungen, die ohne Operation auskommen – inklusive Diagnostik, Laboruntersuchungen und Medikamenten. In der Regel sind auch Auslandsaufenthalte bis zu zwölf Monaten mitversichert – je nach Assekuranz europaweit oder sogar weltweit. Egal, ob Sie als Rentner einige Zeit im Ausland verbringen oder mit Ihrem Tier im Wohnmobil verreisen, die medizinische Versorgung Ihres Vierbeiners ist abgesichert. Bei einigen Anbietern ist auch eine jährliche Pauschale von 100 bis 150 Euro für Impfungen und Vorsorge inklusive. Eine OP-Versicherung kostet deutlich weniger, bietet aber nur eine Teildeckung. Je nach Tarif erstattet die Assekuranz nur den chirurgischen Eingriff oder übernimmt auch die Kosten für notwendige Voruntersuchungen samt bildgebender Verfahren wie Röntgen oder MRT und die Nachsorge für einige Tage oder Wochen. In guten Tarifen ist zudem die Versorgung und Unterbringung in einer Tierklinik enthalten. Suchen Sie mit Ihrem Vierbeiner wegen anderer Beschwerden den Tierarzt auf, müssen Sie die Rechnung allerdings aus eigener Tasche bezahlen.

Wichtig zu wissen: Tierkrankenversicherungen zahlen nicht sofort. Ab Vertragsbeginn gilt eine Wartezeit von einem bis drei Monaten. Erkrankt Ihr Haustier in dieser Zeit, müssen Sie selbst für die Tierarztkosten aufkommen. Nur bei Unfällen leistet die Versicherung sofort.

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