Wärmepunkte, Unterstützung, Hoffnung: Die Antwort der adventistischen Kirche in der Ukraine auf die Herausforderungen des Winters

Aufgrund regelmäßiger, zerstörerischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur fehlen in einigen Regionen während der strengen Wintermonate Strom und Heizung bis zu 15–20 Stunden täglich.  Versorgungsunternehmen und Reparaturteams arbeiten rund um die Uhr an der schrittweisen Wiederherstellung der Strom- und Wärmeversorgung, während staatliche Stellen auf lokaler wie nationaler Ebene täglich an der Lösung der akuten Probleme arbeiten.

Trotz eigener Verluste durch Schäden an Gemeindehäusern infolge der russischen Aggression setzen sich adventistische Kirchengemeinden (Adventgemeinden) in der Ukraine weiterhin für die Unterstützung der Gesellschaft und der lokalen Gemeinschaften ein In verschiedenen Regionen des Landes organisieren Adventgemeinden vielfältige Aktivitäten zur Unterstützung von Binnenvertriebenen und der örtlichen Bevölkerung. Darüber informierte Valentyn Zahreba, der bei der adventistischen Kirchenleitung in der Ukraine für Pressearbeit und Kommunikation verantwortlich ist.

„Unterstützung ist nah“: soziale und psychologische Hilfe

Bereits im zweiten Jahr in Folge wird die landesweite Initiative der Adventisten „Unterstützung ist nah“ umgesetzt. Begünstigte des Projekts sind Familien von Militärangehörigen, einkommensschwache und kinderreiche Familien, Binnenvertriebene sowie alle Menschen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden und Unterstützung benötigen.

Ein Bestandteil dieser Initiative sind Gruppentreffen, die nach dem Prinzip der Selbsthilfe „Peer-to-Peer“ organisiert sind. Die Teilnehmenden erhalten darüber hinaus psychologische Unterstützung durch Fachkräfte sowie seelsorgerliche Begleitung durch die Kirche. Bedürftige werden mit Lebensmitteln versorgt und können notwendige Kleidung aus dem sozialen Kleiderlager auswählen.

Kirche als Wärmepunkt und Ort des Standhaltens

Angesichts der landesweiten, regelmäßigen Stromabschaltungen hat die adventistische Kirche Initiativen ergriffen, um Wärmepunkte in kirchlichen Räumen einzurichten. Nach der Ausstattung der Adventgemeinden mit entsprechender Technik werden Gemeindehäuser zu Unterstützungszentren, in denen sich Menschen aufwärmen und ihre mobilen Geräte aufladen können. Geplant ist die Eröffnung von mindestens 50 Wärmepunkten in kirchlichen Gebäuden.

Einige Gemeinden bereiten derzeit die baldige Eröffnung solcher Wärmepunkte vor, darunter Nowowolynsk (Region Wolhynien), Schowkwa (Region Lwiw), Irshawa, Tjatschiw (Region Transkarpatien), Nischyn (Region Tschernihiw) und Irpin (Region Kyjiw).

Ende Januar 2026 sind bereits in mehreren Städten entsprechende Unterstützungsangebote aktiv:

  • Tjatschiw (Region Transkarpatien) – In dem Kirchengebäude werden täglich Binnenvertriebene und örtliche Bewohner empfangen, die Hilfe benötigen. Bedürftige erhalten Lebensmittelpakete, zudem besteht die Möglichkeit, elektronische Geräte aufzuladen. Laut Pastor Taras Melnyk plant die Gemeinde, das Angebot weiter auszubauen.
  • Dubno (Region Riwne) – Das Haus der Adventgemeinde ist bereits im dritten Jahr in Folge offiziell als Schutzraum registriert und wird von nahegelegenen Bildungseinrichtungen genutzt.
  • Kowel (Region Wolhynien) – Die lokale Adventgemeinde unterstützt regelmäßig Binnenvertriebene; allein im vergangenen Jahr wurden zwei Tonnen Lebensmittelpakete verteilt.

Auch in der Hauptstadt Kyiv, die besonders stark unter wiederholten Ausfällen von Wärme-, Strom- und Wasserversorgung leidet, plant die Kirche die Einrichtung temporärer Unterstützungszentren. Wie der Leiter der örtlichen Vereinigung (lokale Verwaltungseinheit der Gemeinden der Stadt), Oleksandr Waschynin, mitteilte, sollen Einwohner und Gäste der Hauptstadt die Möglichkeit erhalten, sich aufzuwärmen, auszuruhen, mobile Geräte aufzuladen und seelsorgerliche Unterstützung in kirchlichen Räumen zu erhalten.

Regionale Unterstützungszentren von ADRA Ukraine

Trotz der schwierigen Umstände setzt das adventistische Hilfswerk ADRA Ukraine seine Arbeit in Unterstützungszentren in Schytomyr, Sumy, Tschernihiw und Charkiw fort. Diese Zentren arbeiten unter bestimmten Einschränkungen, bieten jedoch weiterhin Wärme, Internetzugang und psychologische Hilfe an. Siehe auch die APD-Meldung vom 3. Februar.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Ukraine setzt alles daran, den Menschen dabei zu helfen, den Winter zu überstehen. Sie sucht derzeit nach zusätzlichen Möglichkeiten, um Unterstützung für die Fortführung laufender Projekte zu gewinnen – auch über die zuständigen Strukturen der weltweiten adventistischen Kirche. Website: https://adventist.ua/

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