„Ein Schmuckstück der Versorgung“: Vertreterinnen von Bundes- und Landespolitik zu Gast in der Rehaklinik Bad Boll
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Donnerstag, Feb. 12, 2026
Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Räumlichkeiten der Klinik verschaffte sich Gesundheitsministerin Nina Warken ein direktes Bild von der Versorgungsqualität vor Ort. Beeindruckt von der Expertise und der modernen Ausstattung bezeichnete sie die Einrichtung als wahres „Schmuckstück“ der Region. Geschäftsführerin Birgit Kälbling, die durch das Haus führte, nutzte die Gelegenheit für klare Worte: „Es gibt Themen, die gesetzlich gut geregelt sind, in der Praxis aber nicht so ankommen, wie der Gesetzgeber es will. Wir hoffen, dass dieser Impuls nun den Weg nach Berlin findet.“
In der anschließenden Diskussion im historischen Festsaal wurde deutlich: Das System steht an der Belastungsgrenze. Nicole Razavi unterstrich in ihrem Statement, dass Gesundheit und Pflege neben bezahlbarem Wohnen die „großen Fragen unserer Zeit“ seien. Besonders der gesetzliche Grundsatz „Reha vor Pflege“ stand im Fokus. Rehaklinik-Chefarzt Dr. med. Christoph Kaiser betonte die Notwendigkeit, rehabilitative Angebote konsequent zu stärken, um Pflegebedürftigkeit frühzeitig zu verhindern und die Lebensqualität der Patienten nachhaltig zu sichern.
„Die Veranstaltung verdeutlichte, dass die Zukunft der Pflege nur durch eine engere Vernetzung aller Akteure und eine Stärkung der ambulanten sowie stationären Infrastruktur gelingen kann“, berichtet Rudolf Schnauhuber, Geschäftsführer der Christophsbad Klinikgruppe. Gesundheitsministerin Warken resümierte am Ende ihres Besuchs: „Wir haben gelernt, dass wir die Menschen ganzheitlicher versorgen und verhindern müssen, dass weiterer Behandlungsbedarf entsteht. Das ist eine Aufgabe, die wir jetzt annehmen.“
Für die Rehaklinik Bad Boll war dieser Tag ein wichtiges Signal: Die Fachkompetenz aus der Praxis wurde gehört – ein entscheidender Schritt, damit „das Gute, das in den Gesetzen steht“, künftig noch besser bei den Menschen im Landkreis Göppingen ankommt, wie Frau Kälbling betont.
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