„Unser Ding ist die Wurst“
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Freitag, Feb. 13, 2026
Durch den Betrieb führen Britta und Karsten Hahn ihre Gäste im Einbahnstraßensystem, denn in der Fleischerei wird höchster Wert auf Hygiene gelegt. Erste Station nach der Desinfektionsschleuse ist das Schlachthaus. „Wir sind einer der wenigen Betriebe, die noch selbst schlachten, knapp 40 Schweine werden pro Woche zu Fleisch und Wurst verarbeitet“, erläutert Karsten Hahn. Ebenfalls außergewöhnlich: Die Schweine werden bereits am Samstag angeliefert, verbringen das Wochenende in einem Stall bei Hahns mit Futter, Wasser und einer Art Dusche, um sich nach dem – nur kurzen – Transport erholen zu können. „Die eigene Schlachtung – das ist unser Handwerk und das steht für Qualität. Denn: Das Schwein ist nicht gestresst, wenn es am Montag ins Schlachthaus geführt und dort vorsichtig von zwei Mitarbeitern betäubt wird. Das merkt man später am Fleisch. Da tritt kein Wasser aus, das schrumpft nicht, wenn es in der Pfanne gebraten wird“, erzählt Metzgermeister Karsten Hahn seinen Gästen.
„Unser Ding ist die Wurst“, lacht Hahn. In der Grillsaison werden schon einmal bis zu 60.000 Würstchen im Monat verkauft. Wie gesagt, 14 verschiedene Sorten gibt es – eine sogar mit Handkäs´ auf speziellen Wunsch eines Kunden aus dem Frankfurter Raum. Zu den Rennern zählen natürlich auch die Hausmacher Wurst, die Fleischwurst oder Wurst in Gläsern „Die Rezepte stammen zum Teil noch vom Großvater, der die Metzgerei gegründet hat“, erzählt Senior-Chef Theo Hahn. Und damit trifft die Metzgerfamilie mit ihrem Team genau den Geschmack der Kundschaft: „Wir haben 95 Prozent Stammkundschaft“, sagt Britta Hahn. Das Ladengeschäft in Frischborn macht etwa 30 Prozent aus, 70 Prozent der Großhandel. „Wir haben uns zwei gute Standbeine geschaffen, kürzlich haben wir allein sieben Lebensmittel-Märkte auf einen Schlag bekommen, die wir nun beliefern“, freut sich die Chefin. Und so werden die Frischbörner Wurstwaren mit dem Kühlwagen bis ins Rhein-Main gefahren.
„In diesem Betrieb wird Nachhaltigkeit großgeschrieben, die Tiere kommen aus artgerechter Haltung, sie haben kurze Transportwege und können vor der Schlachtung ausruhen – das macht letztendlich die Qualität der Fleisch- und Wurstwaren aus“, unterstreicht Landrat und Wirtschaftsdezernent Dr. Mischak. „Hier werden hochwertige regionale Erzeugnisse hergestellt, dafür ist unser Vogelsberg bekannt.“
Und noch etwas stellt Landrat Dr. Mischak besonders heraus: „Bei diesem Betriebsbesuch ging es einmal nicht um das Thema Fachkräftemangel, 30 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, im Moment wird niemand gesucht. Und auch die Nachfolge – in vielen Betrieben ist das ein ganz großes Problem – scheint geregelt, schließlich steht mit Yannis Hahn die vierte Generation schon in den Startlöchern. Das hört man gerne als Wirtschaftsdezernent.“
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