Narz Elektro-Technik blickt auf eine lange Geschichte zurück. „Inzwischen ist die vierte Generation als Elektrotechnik-Meister in die Geschäftsführung eingebunden und schreibt damit die erfolgreiche Geschichte fort“, kommentiert Landrat Dr. Mischak den Besuch. „Dass gleich zwei Söhne in den Betrieb einsteigen, Verantwortung übernehmen und der Übergang harmonisch funktioniert, ist heute selten geworden.“
Gemeinsam mit Astrid Staubach, Bürgermeisterin der Stadt Herbstein, und Kathrin Janisch von der Wirtschaftsförderung des Vogelsbergkreises ist der Landrat zu Gast bei den drei Elektrotechnik-Meistern, die Leistungen in den Bereichen Elektrotechnik, Heizung, Sanitär, Gebäudetechnik, Kältetechnik und Solarenergie anbieten.
An der Hessenstraße ist der Betrieb seit November 2024 aktiv. Und die Wahl des neuen Standorts hätte nicht besser laufen können, sagt Gerold Narz. Denn vorher waren Lager und Büro getrennt voneinander untergebracht. Das hatte viele Wege und eine erschwerte Abstimmung mit den Mitarbeitern zur Folge. „Hier haben wir genug Platz, den wir nach und nach an unsere Bedürfnisse anpassen“, ergänzt Malte Narz. Hinzu kommt, dass eine seit wenigen Jahren leerstehende Geschäftsimmobilie im Ortskern weitergenutzt wird.
Viele Aufträge in der Region
Der Betrieb ist ganz überwiegend im Vogelsbergkreis unterwegs und die Auftragsbücher sind voll. „Aktuell wird relativ viel erneuert und saniert, und da wir Energie, Sanitär, Heizung und PV-Anlagen anbieten, sind wir flexibel“, sagt Malte Narz. Auffällig ist, dass aktuell viele Wärmepumpen verbaut werden. „Technisch gesehen gibt es nur noch ganz wenige Ausnahmen, bei denen eine Wärmepumpe nicht umzusetzen ist. Und selbst in einem Altbau sind Wärmepumpen etwa mit angepassten Heizkörpern inzwischen kein Problem mehr“, betont Moritz Narz.
Über die Jahre hat sich für viele heimische Handwerks-Betriebe, aber auch für Narz Elektro-Technik, der Arbeitsschwerpunkt verlagert. „Im Vergleich etwa zu den 90ern gibt es mehr Arbeit hier vor Ort.“ Das hat sich ein Stück weit gewandelt, und man arbeitet dabei eng mit regionalen Firmen anderer Gewerke zusammen, ergänzt er.
Diese Entwicklung könnte sich in Zukunft fortsetzen. Denn wie der Landrat anmerkt, will die Landesregierung das Vergaberecht reformieren: „Öffentliche Auftraggeber sollen künftig dann Bauleistungen bis 750.000 Euro ohne Vergabeverfahren beauftragen können. Das macht uns auf kommunaler Ebene flexibler und heimische Betriebe kommen sicher schneller und einfacher zum Zug. Die Effekte von Investitionen bleiben so in der Region“, merkt der Landrat an.
Die dafür nötigen Fachkräfte bildet der Herbsteiner Traditionsbetrieb selbst aus. „Und wir sind froh darüber, dass wir zur Berufsschule so kurze Wege haben“, sagt Malte Narz. Die Kombination aus Vogelsbergschule in Lauterbach und Ausbildung im Betrieb ist für Narz Elektro-Technik optimal, führt er weiter aus.
„Ein neuer Standort, volle Auftragsbücher, viele Ideen und ein junges Fachkräfte-Team – die Zeichen für das Traditionsunternehmen stehen gut“, stellt der Landrat klar. „Ein gutes Beispiel für erfolgreiche Arbeit im Handwerk und einen harmonischen Generationenwechsel.“
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