Teppich, Polster, Vorhang: Welche Fasern atmen wir zu Hause ein?

Morgens barfuß über den Teppich ins Bad. Mittags auf dem Sofa, abends den Vorhang zuziehen, das Kissen im Rücken. Heimtextilien begleiten jeden Tag – auf der Haut, unter den Füßen, in der Luft. Denn Textilien geben Fasern ab. Immer. Die Frage ist nur: welche.

Aktuelle Studien liefern dazu neue Zahlen. Eine 2025 in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlichte Untersuchung beziffert die tägliche Partikelinhalation in Innenräumen auf rund 68.000 Partikel – hundertmal mehr als bisher angenommen. 70 Prozent aller Haushaltstextilien in der EU bestehen aus synthetischen Fasern wie Polyester, Nylon oder Acryl. Wenn diese Fasern brechen, entsteht Mikroplastik. In der Raumluft, im Hausstaub, auf allem, was wir berühren.

90 Prozent unserer Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen. Textilien gelten laut Pew Charitable Trusts inzwischen als viertgrößte Mikroplastik-Quelle. Und eine in Nature Medicine publizierte Studie dokumentierte 2025 steigende Mikroplastik-Konzentrationen im menschlichen Gehirn.

Wie gefährlich das konkret ist, kann die Wissenschaft noch nicht abschließend sagen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft die Gesundheitsgefahr derzeit als eher gering ein, sieht aber erheblichen Forschungsbedarf. Genormte Messverfahren fehlen. Was hingegen unstrittig ist: Synthetische Textilfasern sind Kunststoff. Naturfasern wie Wolle sind es nicht.

Und damit beginnt eine Geschichte, die in einer Werkstatt in Südniedersachsen seit 2009 erzählt wird – allerdings ohne den Begriff Mikroplastik.

Wolle bis zum Kern

In Müden an der Aller, einem 4.000-Einwohner-Ort zwischen Celle und Gifhorn, fertigt die monofaktur Teppiche, Vorhänge, Bankauflagen, Polster und Kissen aus Wollfilz. Alles auf Bestellung, alles von Hand, alles mit Materialien aus Deutschland. Die Manufaktur verarbeitet Designfilz aus 100 Prozent Wolle und ungefärbten Wollfilz aus Wolle und Viskose – Wolle ist Keratin, Viskose regenerierte Zellulose, beides biologisch abbaubar. Kein Schaumstoff, keine Polyesterwatte. Auch die Polsterfüllung ist Natur: Polsterfilz, Wollflocken oder Seegras. Fasern, die sich aus diesen Materialien lösen, sind kein Kunststoff. Sie zersetzen sich.

Teppiche – rund, eckig, gestreift oder als Karo –, Vorhänge für große Flächen als Falten- oder Flächenvorhang, Polster und Kissen in vielen Farben. Wer bestellt, wird zum Co-Designer: Größe, Form, Farbe, Material – alles wählbar, alles kombinierbar. Neben Wollfilz kommen Bioleder, Kork und Jute zum Einsatz. Kein Produkt gleicht dem anderen. Konfiguriert wird im Onlineshop, gefertigt wird in der Werkstatt.

Eines sagt Susanne Sternagel, Vorstand der monofaktur, dazu ganz offen: „Das Wort „mikroplastikfrei“ werden Sie bei uns nicht finden. Unser Wollfilz setzt kein Mikroplastik frei – das stimmt. Aber Nähgarn und Faltenbänder enthalten Kunststoff. Wir sagen lieber genau, woraus etwas besteht, als mit einem Label zu werben, das nur fast stimmt.“

Keine Lagerware, keine Überproduktion, keine Retouren – die monofaktur produziert nur, was bestellt wird. 2025 hat sich das Unternehmen von der GmbH zur eingetragenen Genossenschaft gewandelt. Nicht als Marketingmaßnahme, sondern als Konsequenz aus der Art, wie hier seit Gründung gearbeitet wird.

Was sich an der Raumluft ändert, wenn statt Polyester Wolle auf dem Boden liegt, am Fenster hängt und auf der Bank, das werden die kommenden Studien zeigen. Eines allerdings ist schon lange belegt: Wolle reguliert die Luftfeuchtigkeit, nimmt bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf und gibt sie langsam wieder ab. Und sie baut Formaldehyd ab – einen Schadstoff, der aus Möbeln, Lacken und Bodenbelägen in die Raumluft gelangt. Produkte aus Wollfilz verbessern nachweislich das Raumklima und sind ein aktiver Beitrag zur Wohngesundheit und zum Schutz von Gewässern, Böden und Nahrungsketten vor Mikroplastik.

Über die monofaktur eG

Über monofaktur.de ( http://www.monofaktur.de ): Die monofaktur eG ist eine Filzmanufaktur in Müden (Aller), Niedersachsen. Seit 2009 fertigt das Team maßgefertigte Einrichtungsprodukte aus Wollfilz – von Vorhängen und Teppichen über Akustikabsorber bis zu Kissen und Pinnwänden. Jedes Stück entsteht als Einzelanfertigung in Handarbeit, ausschließlich in Deutschland. 2025 wandelte sich das Unternehmen bewusst zur eingetragenen Genossenschaft. Die monofaktur® ist seit Gründung Trusted-Shops-zertifiziert und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als Stilpunkt.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

monofaktur eG
Am Bahnhof 16
38539 Müden (Aller)
Telefon: +49 (5375) 9822523
Telefax: +49 (911) 30844-12347
https://www.monofaktur.de

Ansprechpartner:
Susanne Sternagel
GF
Telefon: +49 (5375) 9822523
E-Mail: susanne.sternagel@monofaktur.de
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