Heilpflanzen vor unserer Haustüre
Stetige Zunahme chronischer Krankheiten
Noch vor wenigen Generationen war es vollkommen üblich, dass der tägliche Speiseplan von den Heilkräften der Natur profitieren konnte. Direkt vor der Haustüre, auf heimischen Wiesen und in Wäldern wuchsen Wildpflanzen und Heilkräuter, die man heute nur noch aus dem Supermarkt kennt oder deren Namen und Wirkungen vergessen sind. Zwar sind Lebenserwartung und Gesundheitsversorgung heute vergleichsweise höher als früher, doch nehmen Lebensqualität und Wohlbefinden statistisch gesehen weltweit ab.
Feinstaubbelastung durch Abgase, unbemerkter Konsum von Mikroplastik oder Belastung der Lebensmittel mit Pestiziden und Herbiziden tragen dazu bei, dass chronische Krankheiten weiter zunehmen. Doch zeigen Studien auch, dass allein der Aufenthalt in der freien Natur dem Immunsystem nützt und der Verzehr unbelasteter Wildpflanzen Körper und Seele auf die Sprünge hilft. Der ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsberater Philip Kunisch gibt sein umfassendes Fachwissen in Kräuterführungen sowie Workshops und Seminaren weiter. Sein Kompakt-Ratgeber lädt dazu ein, sich dieses kostbare Wissen wieder anzueignen und sich an der kostenfreien Naturapotheke zu erfreuen.
Botanik und Brauchtum
Eine der ersten Pflanzenarten, die diesen Planeten bewohnten und schon vor über 300 Millionen Jahren existierten, waren die Schachtelhalme. Ihre etwas bescheideneren Nachfahren sind zwar optisch kleiner, doch tragen sie dieses uralte Wissen in sich, von dem jeder profitiert, der mit diesem Pflanzenwesen zu arbeiten beginnt. Bei allem, was den Bewegungsapparat und die strukturgebenden Elemente im Körper betrifft, beispielsweise konkret bei Rheuma, Arthrose, Osteoporose, dünnem Haar oder brüchigen Nägeln wirke der Ackerschachtelhalm grandios, so Kunisch.
Seit über zweitausend Jahren hilft Baldrian vielen Menschen, die nächtlichen ungewollten Wachstunden zu reduzieren. Er galt für lange Zeit als mächtiges Schutzmittel, magisches Werkzeug und Teil von Ritualen.
Bei vielen indigenen Völkern sowie bei den Hebammen und Kräuterfrauen unserer Breitengrade war der Beifuß vor der Inquisition ein sehr angesehenes und häufig verwendetes Heilkraut.
Schon bei den Kelten und Druiden galt Eisenkraut als heilige Pflanze. Die Römer nutzten es in Ritualen, um Frieden zwischen Streitenden zu stiften, und weihten es Jupiter. Es wurde in Liebeszauber, Orakel und Schutzrituale eingebunden und galt als Symbol für Standhaftigkeit und Willenskraft.
Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete
In der Volksheilkunde wurden viele der hier vorgestellten Wildpflanzen als Arzneien sowie zur Förderung der Gesundheit eingesetzt. Getrocknet als Tee oder eingelegt als Tinktur, entfalten die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe ihre heilende Wirkung oder bereichern als Sirup, Limonade oder Marmelade den täglichen Speiseplan. Blätter von Bärenklau oder Brunnenkresse können als Gemüse roh oder gekocht genutzt werden; junge, weiche Triebe des Bärlauchs oder der Knoblauchrauke eignen sich prima für Salate, Pestos oder Smoothies.
Bei der äußeren Anwendung sind Salben, Umschlage mit frischem Wurzelbrei oder -sud oder auch Tinkturen aus Mistel, Nachtkerze oder Wacholder bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Brüchen, Bandscheibenvorfällen usw. typische Methoden. Darüber hinaus kannte man sogenannte Räucherpflanzen wie Baldrian, Beifuß oder Beinwell insbesondere zur energetischen Klärung und zum Schutz vor negativen Einflüssen.
Die Blüten, etwa von Kamille oder Linde, gelten als klassisches Heilmittel bei Erkältungen und grippalen Infekten; die reifen Beeren, z. B. von Holunder oder Schlehe, enthalten reichlich Vitamin C. Aufgrund der Verwechslungsgefahr mit giftigen Verwandten oder Empfindlichkeit gegenüber hohen Dosierungen sind aber besondere Sorgfalt und Vorsicht geboten.
Philip Kunisch
Essbare Heilkräuter und Wildpflanzen. Kompakt-Ratgeber
Naturkraft entdecken: 68 Schätze unserer Wiesen und Wälder
Mankau Verlag, 1. Auflage Februar 2026
Klappenbroschur, farbig, 11,5 × 16,5 cm, 223 Seiten
ISBN 978-3-86374-788-6
14,00 Euro (D) | 14,40 € (A)
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