Weichenstellung für die Fachkräfte von morgen
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Freitag, Mai 15, 2026
Die OloV-Koordinierungsstelle hat nun eine Entwicklungsstrategie für die Jahre 2026 bis 2028 erarbeitet, die von allen 18 Mitgliedern der Steuerungsgruppe aus den Kompetenzbereichen Schule, Vermittlung und Wirtschaft unterzeichnet wurde. „Diese Strategie ist wichtig, damit wir den jungen Menschen den Weg ins Berufsleben ebnen können“, betont Landrat Dr. Jens Mischak. „In einer Arbeitswelt, die sich rasant verändert, brauchen wir klare Strukturen, verlässliche Ansprechpartner und Praxisbezug von Anfang an.“ Die Kooperation sei mehr als Verwaltung: „Angesichts des demografischen Wandels können wir es uns nicht leisten, Talente in Warteschleifen oder durch unnötige Ausbildungsabbrüche zu verlieren. Jeder junge Mensch, der hier in der Region seine Berufung findet, ist ein Gewinn für die lokale Wirtschaft und den Vogelsbergkreis.“
OloV-Regionalkoordinator Harald Finke ergänzt: „Die Stärke von OloV liegt in der Vernetzung. Wir holen Akteure an einen Tisch, die sonst oft aneinander vorbeiarbeiten würden. Wir nehmen Ideen auf und unterstützen uns gegenseitig.“
Die drei Säulen der Strategie: Praxisnah, vernetzt und passgenau
Für eine solide Nachwuchsplanung von Fachkräften konzentriert sich die Steuerungsgruppe in den kommenden drei Jahren auf drei Kernbereiche:
1. Berufsorientierung mit echten Einblicken:
Die Berufsorientierung soll möglichst praxisnah sein, beispielsweise durch „Ausbildungsbotschafter“, die in Schulen von ihren Ausbildungen erzählen, oder auch durch die „Tage der Ausbildung“, an denen Schüler samt Eltern in unterschiedliche Ausbildungsbetriebe hineinschnuppern können.
2. Akquise von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen:
Die Mitglieder der Steuerungsgruppe unterstützen sich gegenseitig bei der Akquise neuer Praktikums- und Ausbildungsstellen. Dabei geht es vor allem darum, den Jugendlichen die Chancen auf dem heimischen Arbeitsmarkt aufzuzeigen. „Oft liegt das Glück direkt vor der Haustür, ohne dass die jungen Erwachsenen in die Ballungszentren abwandern müssen“, unterstreicht Finke. „Genau darüber müssen wir sie informieren.“
3. Beratung, Matching und Vermittlung:
Durch eine gezielte Förderung soll erreicht werden, dass die Profile der Jugendlichen und die Anforderungen der Unternehmen optimal zusammenpassen. „Matching bedeutet für uns, dass wir die Talente dort abholen, wo sie stehen“, erklärt Dr. Mischak.
„Wir haben wieder ein stabiles Fundament für die kommenden drei Jahre“, bilanziert Landrat Dr. Mischak. Das Ziel ist klar definiert: Den Vogelsbergkreis als attraktiven Lebens- und Arbeitsraum zu stärken, „indem wir den Fachkräften von morgen schon heute eine Hand reichen.“
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