Adventistische Pastorin in China seit fünf Jahren in Haft
Der Vorwurf des Betrugs wird in China laut der IGFM als häufig als Anschuldigung gegen christliche Gemeindeleiter verwendet. Die herrschende kommunistische Partei versucht dadurch religiöse Aktivitäten zu kontrollieren. Spendensammlungen, beispielsweise für Kirchenräume, werden als wirtschaftliche Straftaten dargestellt.
Gemeindemitglieder haben vergeblich vor Gericht ausgesagt, dass sie aus freien Stücken für die Verwaltung ihrer Kirche gespendet hätten. Pastorin Zhang soll auch selbst hohe Beträge beigesteuert haben. Das Kirchenvermögen wurde vom kommunistischen Staat beschlagnahmt.
Strenge Kontrolle von Religionsgemeinschaften
Insgesamt stehen Religionsgemeinschaften unter strenger Kontrolle durch die Kommunistische Partei, berichtet IDEA. Die umfassenden Vorschriften reichen bis in die theologische Lehre hinein. Das verstößt gegen das Recht auf Religionsfreiheit, wie es in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formuliert wurde. IGFM und IDEA bitten um Appelle an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping, sich für die umgehende Freilassung von Zhang Wenying einzusetzen. In der rund 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik leben nach Schätzungen bis zu 130 Millionen Christen.
Präsenz der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in China
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist seit Ende des 19. Jahrhunderts in China tätig. Organisatorische Strukturen wurden 1930 mit der Gründung der „China Division“ geschaffen. Damals zählte die Freikirche 156 Kirchengemeinden mit 9.456 erwachsen getauften Mitgliedern. Gleichzeitig begann die Bildungsarbeit mit 103 eigenen Schulen in denen 3.325 Schülern und Studenten auf den Sekundarschul- und College-Ebenen unterrichtet wurden.
Für die Zeitspanne von 1950 bis 1986 existieren infolge der damaligen politischen Lage keine offiziellen Mitgliederverzeichnisse bzw. Gemeindelisten.
Heute umfasst die „Chinese Union“ der Siebenten-Tags-Adventisten, mit Verwaltungssitz in Hongkong, geografisch die Volksrepublik China sowie die beiden Sonderverwaltungszonen (SARS’s) Hongkong und Macau. Der neuesten Statistik von 2025 zufolge gehören zur Chinese Union 488.621 mündig getaufte, adventistische Kirchenmitglieder, die sich in 1.169 Kirchengemeinden versammeln. Die Mitglieder der zahlreichen Hausgemeinden in China sind nicht statistisch erfasst. In Hongkong unterhält die adventistische Kirche zwei Krankenhäuser, eine weiterführende Schule, eine Hochschule sowie ein Theologisches Seminar für die Pastorenausbildung.
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