Spülen und Inertisieren von Leitungen in Biogasanlagen: definierte Gasströme für sichere Betriebszustände

In Biogasanlagen können Leitungen je nach Betriebszustand mit Biogas, Restgasen, Luft, Inertgas oder feuchter Atmosphäre in Verbindung stehen. Vor Wartungsarbeiten, bei der Inbetriebnahme, nach Stillständen oder bei Prozessumstellungen kann es erforderlich sein, einzelne Leitungsabschnitte gezielt zu spülen oder zu inertisieren. Ziel ist es, vorhandene Gasreste, Feuchtigkeit oder unerwünschte Atmosphäre im Leitungssystem zu verdrängen, zu reduzieren oder sicherheitstechnisch zu verändern.

Ein Seitenkanalverdichter kann in solchen Anwendungen als technische Komponente geprüft werden, wenn ein definierter Luft- oder Gasvolumenstrom mit geeignetem Überdruck benötigt wird. Die Maschine unterstützt die Durchströmung von Leitungsabschnitten und kann helfen, Druckverluste durch Leitungslängen, Rohrquerschnitte, Bögen, Armaturen, Klappen, Filter oder Messstellen zu überwinden. Der Seitenkanalverdichter e5MSMOR 1,5kWIE3WR | 263m³/h | +175mbar | -175mbar | Atex II 3GD T3 kann für eine solche Aufgabenstellung projektbezogen bewertet werden.

Leitungen gezielt durchströmen

Beim Spülen wird ein definierter Luft- oder Gasstrom durch einen Leitungsabschnitt geführt. Dadurch können vorhandene Gasreste, Prozessgase, Feuchtigkeit oder unerwünschte Atmosphäre ausgetragen oder reduziert werden. Der Prozess kann vor Wartungsarbeiten, bei der Inbetriebnahme, nach längeren Stillständen oder bei Änderungen des Betriebszustandes erforderlich sein.

Beim Inertisieren wird die Atmosphäre in einem Leitungsabschnitt durch ein geeignetes Inertgas beeinflusst. Ziel ist es, den Sauerstoffanteil zu reduzieren und eine reaktionsärmere Atmosphäre herzustellen. Welche Gase eingesetzt werden, welche Grenzwerte gelten und wie der Prozess überwacht wird, hängt vom Anlagenkonzept, vom Medium und von den sicherheitstechnischen Vorgaben ab.

Spülzeit, Leitungsvolumen und Druckverluste bestimmen die Auslegung

Für die Auslegung reicht es nicht aus, nur eine Maschine nach Nennleistung auszuwählen. Entscheidend ist, welches Leitungsvolumen in welcher Zeit durchströmt werden soll. Zusätzlich müssen Leitungslänge, Rohrleitungsquerschnitt, Bögen, Armaturen, Klappen, Filter, Messstellen und mögliche Kondensatabscheider berücksichtigt werden. Diese Komponenten beeinflussen den erforderlichen Überdruck.

Auch die Betriebsweise ist wichtig. Spül- oder Inertisierungsvorgänge können einmalig, regelmäßig wiederkehrend oder automatisiert erfolgen. Je nach Konzept kann der Verdichter nur kurzzeitig betrieben werden oder in fest definierte Anlagenabläufe eingebunden sein. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Volumenstrom, Druckbereich, Steuerung, Aufstellort und Schutzmaßnahmen.

Technische Grundlage der ausgewählten eSeries-Maschine

Für die hier betrachtete Prozesslösung wird der Seitenkanalverdichter e5MSMOR 1,5kWIE3WR | 263m³/h | +175mbar | -175mbar | Atex II 3GD T3 als mögliche technische Grundlage der Vorauswahl verwendet.

Laut den gelieferten Maschinendaten stellt die Maschine bei 50 Hz einen maximalen Volumenstrom von 263 m³/h bereit. Der angegebene Druckbereich liegt bei +175 mbar im Druckbetrieb und -175 mbar im Vakuumbetrieb. Die Leistung beträgt 1,5 kW. Die ATEX-Variante ist mit Atex II 3GD T3 angegeben. Die Schutzart beträgt IP55. Als Anschlussgröße ist 2 genannt. Die Drehzahl bei 50 Hz beträgt 2905 rpm, das Gewicht 26 kg.

Diese Werte können für die Vorauswahl herangezogen werden. Sie ersetzen jedoch keine anlagenbezogene Auslegung. Für Spül- und Inertisierungsprozesse muss geprüft werden, ob Volumenstrom und Druckbereich zum Leitungsvolumen, zur gewünschten Spülzeit, zum Rohrleitungsquerschnitt, zu Armaturen, Filtern, Messstellen, Druckverlusten und zur Betriebsweise passen.

eSeries als moderne technische Option

Für Biogasanwendungen stehen neben der K-Series auch E-Modelle beziehungsweise eSeries-Maschinen zur Verfügung. Die Auswahl erfolgt nicht pauschal nach Baureihe, sondern anhand der Prozessdaten. Gerade beim Spülen und Inertisieren von Leitungen ist wichtig, dass Medium, Gasführung, Volumenstrom, Druckbedarf und sicherheitstechnische Anforderungen zusammenpassen.

Das hier betrachtete E-Modell kann deshalb als moderne technische Option in die Prüfung einbezogen werden. Ob genau diese Baugröße geeignet ist, hängt vom konkreten Leitungsabschnitt und vom vorgesehenen Spül- oder Inertisierungskonzept ab. Bei größeren Leitungsvolumen, kürzeren gewünschten Spülzeiten, höheren Druckverlusten oder besonderen Medienbedingungen kann eine andere Baugröße erforderlich sein.

ATEX abhängig von Medium, Restgasen und Aufstellort

Beim Spülen und Inertisieren können Leitungsabschnitte mit Biogas, Restgasen, Luft oder Inertgas in Verbindung stehen. Da Biogas brennbare Bestandteile enthalten kann, muss die ATEX-Anforderung separat bewertet werden. Die hier betrachtete Maschine ist in den gelieferten Daten als Atex II 3GD T3 aufgeführt. Diese Angabe betrifft den Explosionsschutz.

Ob diese Ausführung für den konkreten Einsatz erforderlich oder passend ist, hängt vom Medium, von vorhandenen Restgasen, von der Gasführung, von der Zoneneinteilung, vom Aufstellort, vom Sicherheitskonzept und von den Betriebsbedingungen ab. Eine ATEX-Ausführung darf nicht pauschal mit einer allgemeinen Eignung für jeden Spül- oder Inertisierungsvorgang gleichgesetzt werden.

Feuchtigkeit, Kondensat und Korrosionsschutz getrennt bewerten

Neben dem Explosionsschutz muss beim Spülen und Inertisieren auch die Medienbelastung betrachtet werden. Feuchtigkeit, Kondensat oder aggressive Bestandteile im Leitungssystem können Leitungen, Armaturen und Maschinenbauteile beanspruchen. Besonders bei Stillstandszeiten, Temperaturunterschieden oder unvollständig entleerten Leitungen kann sich Kondensat bilden und in Richtung Maschine gelangen.

ATEX und Korrosionsschutz sind deshalb getrennt zu bewerten. ATEX betrifft den Explosionsschutz. Korrosionsschutz betrifft Feuchtigkeit, Kondensat und mögliche aggressive Bestandteile im Medium oder in der Umgebung. In den gelieferten Maschinendaten werden als Optionen Spezialspannungen nach IEC 60038, Oberflächenbehandlung und eine abgedichtete Version genannt. Solche Optionen sollten abhängig von Medium, Restgasen, Feuchtigkeit, Temperatur, Leitungssystem, Betriebsweise und Aufstellort projektbezogen geprüft werden.

Vom Leitungsabschnitt zur passenden Auslegung

Spül- und Inertisierungsprozesse zeigen, dass Seitenkanalverdichter in Biogasanlagen nicht nur für die kontinuierliche Gasförderung betrachtet werden sollten. Auch temporäre Betriebszustände können definierte Luft- oder Gasströme erfordern. Entscheidend ist, den konkreten Leitungsabschnitt, das Medium, die gewünschte Spülzeit, die sicherheitstechnische Zielsetzung und die Druckverluste im System zu verstehen.

SKVTechnik bündelt diese Anwendungsfälle auf der zentralen Biogas-Landingpage und vertieft sie auf einzelnen Prozessseiten. Das begleitende FAZ-Advertorial ordnet die Themen ATEX, feuchtes Biogas, Korrosionsschutz und projektbezogene Maschinenauswahl zusätzlich in einen übergeordneten fachlichen Zusammenhang ein. Für Betreiber, Planer und Anlagenbauer entsteht so eine Orientierung: erst die Prozessanforderung verstehen, dann Volumenstrom, Druckbereich, Medium, Aufstellort, ATEX-Zone und mögliche Sonderausführungen prüfen.

Projektbezogene Prüfung mit SKVTechnik

SKVTechnik unterstützt Betreiber, Anlagenbauer und Planer bei der technischen Vorauswahl geeigneter Seitenkanalverdichter für Biogasanwendungen. Für das Spülen und Inertisieren von Leitungen sind möglichst genaue Prozessdaten hilfreich. Dazu gehören Einsatzfall, Medium, Leitungsvolumen, Leitungslänge, Rohrquerschnitt, gewünschter Volumenstrom, erforderlicher Überdruck, gewünschte Spülzeit oder Prozessdauer, vorhandene Armaturen, Klappen, Filter oder Messstellen, mögliche Druckverluste, Feuchtigkeit, Kondensat oder Restgase im System, Betriebsweise, Aufstellort und mögliche ATEX-Anforderungen.

Bei komplexen technischen Fragestellungen kann projektbezogen zusätzlich die Fachunterstützung des Herstellers FPZ eingebunden werden. Ziel ist eine nachvollziehbare Vorauswahl, bei der Leitungsabschnitt, Spül- oder Inertisierungskonzept, Druckbedarf, Explosionsschutz, Medienbedingungen und mögliche Sonderausführungen gemeinsam betrachtet werden.

Zentrale Biogas-Landingpage:
https://www.skvtechnik.de/biogas-seitenkanalverdichter/

Aktuelle Prozessseite:
https://www.skvtechnik.de/biogas-seitenkanalverdichter/spuelen-und-inertisieren-von-leitungen/

FAZ-Advertorial:
https://cmk.faz.net/cms/articles/20633/anzeige/unn/atex-seitenkanalverdichter-fuer-biogasanlagen-mit-korrosionsschutz

Datenblatt:
https://www.skvent.de/media/DSB_GENREAL/Unterlagen_anfordern.pdf

Drehzahltabelle:
https://www.skvent.de/media/FPZ_RPM/RPM_e_05_MS_MOR&GOR&GVR_DE.pdf

Weitere Unterlagen:
https://www.skvent.de/media/FPZ_CAD/STP-L_e_05_MS_MOR_IE3WR_90_1.5kW-3 1.zip

Über SKVTechnik

Seit 2012 ist SKVTechnik Ihr verlässlicher Partner für Seitenkanalverdichter, Schallschutzhauben, Umschaltventile und das notwendige Zubehör für einen reibungslosen Betrieb. Unser Sortiment umfasst Seitenkanalverdichter in allen gängigen Ausführungen – sowohl für den normalen als auch für den ATEX-Einsatz. Ganz gleich, ob Sie Lösungen für den Blasdruck- oder Saudruck-Bereich benötigen, wir bieten passende Geräte, die allen Anforderungen an Volumenströme gerecht werden. Dank unserer langjährigen Erfahrung und engen Zusammenarbeit mit Hersteller-Ingenieuren garantieren wir individuelle Lösungen und höchste Zufriedenheit bei der Umsetzung von Kundenprojekten. Vertrauen Sie auf SKVTechnik – Ihr Experte für Seitenkanalverdichter.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.skvtechnik.de.

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