Unternehmensschließungen steigen 2025 auf rund 188.000 Betriebe – 87 Prozent der Marktaustritte laufen ohne Insolvenzverfahren ab
Der Anstieg trifft nach Angaben von Creditreform längst nicht mehr nur wirtschaftlich schwache Betriebe. Rund 87 Prozent der Schließungen liefen 2025 ohne ein formales Insolvenzverfahren ab. Es handelt sich also überwiegend um stille Marktaustritte, die in keiner Insolvenzstatistik auftauchen.
Welche Branchen die meisten Unternehmensschließungen verzeichnen
Die Untersuchung schlüsselt die Marktaustritte nach Wirtschaftszweigen auf. Laut Creditreform und ZEW verteilten sich die Schließungen des Jahres 2025 auf folgende Bereiche:
Warum ein Insolvenzverfahren nur den kleineren Teil abbildet
Ein Insolvenzverfahren ist der sichtbarste, aber nicht der häufigste Weg aus dem Markt. Nach Angaben des ZEW beenden inzwischen auch Firmen ihre Tätigkeit, die wirtschaftlich tragfähig wären. Damit verschiebt sich, was eine Zahlenreihe über die Lage einer Branche aussagen kann: Wer nur beantragte Verfahren zählt, erfasst 13 Prozent des Geschehens.
„Wer allein die Insolvenzstatistik liest, unterschätzt, wie viele Geschäftsbeziehungen im Stillen enden. Der geordnete Rückzug ist für Auftraggeber der schwierigere Fall, weil er ohne Vorwarnung kommt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was der technologische Wandel für kleine Betriebe bedeutet
Als Gründe für den Rückzug nennen Creditreform und ZEW den technologischen Wandel, den Wettbewerbsdruck und den Mangel an Arbeitskräften. Fast ein Drittel der freiwilligen Schließungen geht auf Altersgründe zurück, also auf eine ungeklärte Nachfolge.
Wie schnell sich technische Anforderungen im Arbeitsalltag verschieben, zeigt die Sammlung eigener Branchenuntersuchungen mit Zahlen zu Verbreitung, Codequalität und Sicherheitslücken. Kleine Anbieter stehen dabei vor derselben Umstellung wie große, nur mit weniger Personal dahinter.
Worauf Auftraggeber bei der Auswahl ihrer Partner achten
Für Auftraggeber verschiebt sich mit diesen Zahlen die Prüffrage. Neben der Zahlungsfähigkeit eines Partners zählt, ob ein Betrieb personell und technisch auf Sicht arbeiten kann.
Im September 2026 stehen für die Beurteilung eines Geschäftspartners damit zwei Zahlenreihen nebeneinander: die amtliche Insolvenzstatistik und die deutlich größere Zahl der stillen Marktaustritte. Regional fällt der Abstand unterschiedlich aus. Laut Creditreform und ZEW erreichte Bremen 2025 mit 7,8 Prozent die höchste Quote an Unternehmensschließungen aller Bundesländer.
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
Provimedia GmbH
Weidenweg 12
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon: +49 (7142) 3442727
Telefax: +49 (7142) 2279985
http://provimedia.de
![]()