Blutdruck 105 zu 65: Warum ein einzelner Wert keine Aussage ist
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Blutdruck 105 zu 65: Warum ein einzelner Wert keine Aussage ist
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Dienstag, Okt. 20, 2026
Der Vergleich mit dem Sommer führt dabei regelmäßig in die Irre. Zu Hause gemessene Blutdruckwerte liegen im Winter im Durchschnitt um 6,1 mmHg systolisch und 3,1 mmHg diastolisch höher als im Sommer; so eine Übersichtsarbeit in Hypertension Research aus dem Jahr 2021. Hinzu kommt die Raumtemperatur: Sinkt sie um 10 Grad Celsius, steigt der morgens gemessene obere Wert um rund 8,2 mmHg. Wer im Juli 105 zu 65 notiert hat und im Januar 112 zu 70 liest, hat deshalb nicht zwangsläufig eine Veränderung gemessen, sondern möglicherweise nur eine andere Jahreszeit.
Die zweite Frage ist, woran ein solcher Wert überhaupt gemessen wird. Grenzwerte sind in den Leitlinien nach oben definiert: Für die Selbstmessung zu Hause gilt ein Mittelwert ab 135 zu 85 mmHg als Bluthochdruck, einheitlich festgelegt in den 2023 ESH Guidelines und in der ESC-Leitlinie von 2024. Nach unten gibt es keine vergleichbare Zahl. Der Patientenleitfaden 2024 der Deutschen Hochdruckliga nennt für niedrigen Blutdruck keinen Grenzwert; maßgeblich sind dort die Beschwerden, nicht der Zahlenwert. Welche Werte in welchem Alter üblich sind, ist im Ratgeber unter welche Werte in welchem Alter als normal gelten aufgeschlüsselt.
Der dritte Punkt wird am häufigsten übersehen: Ein einzelner Wert ist in der Selbstmessung gar nicht die Bewertungsgrundlage. Der Patientenleitfaden beschreibt eine Messwoche – sieben Tage, morgens und abends, jeweils zwei Messungen im Abstand von mindestens einer Minute. Gemittelt wird nur über die Tage zwei bis sieben; der erste Tag wird notiert, bleibt im Mittelwert aber unberücksichtigt. Eine Einzelmessung vom Dienstagmorgen gehört nach diesem Schema nicht einmal zur Auswertung. Welche Uhrzeit die richtige ist, erklärt BPER unter welche Uhrzeit für die Heimmessung die richtige ist.
„Der Unterschied zwischen Schätzen und Messen ist keine Feinheit. Er entscheidet darüber, ob eine Zahl belastbar ist oder nur plausibel aussieht", sagt P. Lu, Geschäftsführer von BPER.
Eine Situation gibt es, in der ein oberer Wert um 105 mmHg ärztlich durchaus relevant ist: bei einer laufenden blutdrucksenkenden Therapie. Die Arbeitsgruppe der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie empfiehlt, eine Reduktion der Medikation sorgfältig zu prüfen, wenn der obere Wert unter 110 mmHg liegt. Das ist eine Entscheidung für die behandelnde Praxis, nicht für den Küchentisch. Kommen Schwindel oder Schwarzwerden beim Aufstehen hinzu, sieht der Patientenleitfaden eine Messung im Stehen vor, nach einer und nach fünf Minuten. Was der Wert im Einzelfall bedeutet, beschreibt der Ratgeber unter was ein Wert von 105 zu 65 tatsächlich aussagt.
BPER setzt an dieser Stelle nicht auf den Einzelwert, sondern auf den Verlauf. Das CE-zertifizierte Medizinprodukt der Klasse IIa zeichnet manschettenbasiert über 60 Sekunden kontinuierlich auf und erfasst dabei bis zu 14.400 Datenpunkte je Messung, neben den Druckwerten auch Herzrhythmus-Auffälligkeiten. Die Auswertung läuft in einer kostenfreien App für iOS und Android; Berichte lassen sich als Datei an die behandelnde Praxis weitergeben.
Der BPER Blutdruck-Ereignisrekorder ist über bper.health erhältlich. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei, es gilt ein 30-tägiges Rückgaberecht.
Hinweis: BPER ersetzt keine ärztliche Diagnose und keine ärztliche Beratung. Wiederholt mit Manschette gemessene Mittelwerte ab 135 zu 85 mmHg sollten ärztlich abgeklärt werden. Bei plötzlichem heftigem Kopfschmerz, Brustschmerz, Atemnot, Sprach- oder Sehstörungen oder einseitigen Lähmungen gilt: sofort den Notruf 112 wählen. Bestehende Medikation darf niemals eigenmächtig auf Basis von Heimmessungen verändert werden.
Grundlage der Einordnung sind der Patientenleitfaden 2024 der Deutschen Hochdruckliga, die 2023 ESH Guidelines sowie eine Übersichtsarbeit in Hypertension Research (2021). Weitere Ratgeber-Artikel stehen unter bper.health.
Die Brandsstock GmbH mit Sitz in Hamburg entwickelt und vertreibt unter der Marke BPER Medizintechnik für die häusliche Blutdruckbeobachtung. Kernprodukt ist der BPER Blutdruck-Ereignisrekorder, ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse IIa, das den Blutdruck manschettenbasiert über 60 Sekunden kontinuierlich aufzeichnet und neben den Druckwerten auch Herzrhythmus-Auffälligkeiten erfasst. Das Messverfahren wurde in Deutschland entwickelt. Ergänzend betreibt BPER unter bper.health einen redaktionellen Ratgeber zu Blutdruck, Messmethodik und Herz-Kreislauf-Gesundheit.
BRANDSSTOCK GmbH
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Telefon: +49 (40) 3708 4980
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