Literatursalon im Braunschweiger Hof am 11. März 2026 um 16.30 Uhr
Es geht weiter. Neues Jahr – Neue Termine.
Im März, Mai, Juli, September und November findet jeweils am zweiten Mittwoch des Monats der 1. Bad Harzburger Literatursalon im Hotel Braunschweiger Hof statt.
Im Braunschweiger Hof, das Tradition und Innovation verbindet, Wärme und Freundlichkeit ausstrahlt, können sie sich kulinarisch verwöhnen lassen. Eigens für den Literatursalon wird ein "Literaturtraum-Teller" kreiert und kann zu Wein, Sekt, Wasser, Kaffee, sowie Softgetränken bestellt werden.
Richard Maschke ist kulturell vielseitig unterwegs. In der Wandelhalle von Bad Harzburg hat er die literarisch-musikalische Matinee-Reihe mit der Pianistin Olga Bechtold ins Leben gerufen. Weiter ist er Mitinitiator der 1.Kultur- und Museumsmeile und des 1. Literaturfestes in Bad Harzburg.
Am 11.März um 16:30 Uhr präsentiert Richard Maschke ein neues Kurt Tucholsky Programm:
Kurt Tucholsky, geboren 1890 in Berlin, war einer der bestbekannten, bestgehassten und bestbezahlten Publizisten der Weimarer Republik. „Tuchos“ bissige Satiren, heitere Gedichte und ätzend scharfe Polemiken erschienen in der gesellschaftskritischen Zeitschrift „Weltbühne“.
Für die Berliner Kabaretts schrieb er zahlreiche Couplets, die von den berühmten Diseusen Trude Hesterberg, Claire Waldorff vorgetragen und zu Straßenschlagern wurden.
Tucholsky hasste die Dumpfheit und bürokratische Kleingeistigkeit der deutschen Beamten, die opportunistische Verschlagenheit der Politiker, die reaktionäre Ausrichtung des Militärs und insbesondere verachtete er als promovierter Jurist die deutsche Richterschaft. In seinen Texten gab er alles der Lächerlichkeit preis. Immer häufiger lebte er im weltoffenen Paris, um sich von den deutschen „Verhältnissen“ auszuruhen. Und seit 1929 lebte er vornehmlich in Schweden, wo er die wundervolle Liebesgeschichte „Schloß Gripsholm“ schrieb.
1933 verbrannten die Nazis seine Bücher als „jüdische Schundliteratur“ und man entzog ihm die deutsche Staatsangehörigkeit. Als Sozialist und säkularer Jude musste Kurt Tucholsky lebensgefährdende Verfolgungen befürchten. „Die Welt“, schrieb Tucholsky,“ für die wir gearbeitet haben und der wir angehören, gibt es nicht mehr.“ 1935 nahm er sich in Schweden das Leben.
Kurt Tucholsky liebte seine Geburtsstadt Berlin von ganzem Herzen; er sprach die Berliner Sprache, das „Berlinisch“ in allen kuriosen Ausformungen und hatte dem Volk aufs Maul geschaut. Der Berliner Mutterwitz war ihm angeboren. Sarkastisch schrieb er über Berlin: „Berlin vereint die Nachteile einer amerikanischen Großstadt mit denen einer deutschen Provinzstadt“. Wegen dieser frechen Berliner Schnauze lieben ihn die Berliner über alles.
Der gebürtige Berliner Schauspieler Richard Maschke hat das „Berlinische“ mit der Geburt eingeimpft bekommen. Er meint wie auch Kurt Tucholsky: „Berlin ist dufte, knorke, schnaffte“! Also großartig!
Einlass ab 15.45 Uhr
Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe der Stadt Bad Harzburg GmbH
Nordhäuser Straße 4
38667 Bad Harzburg
Telefon: +49 (5322) 75-330
Telefax: +49 (5322) 75-329
http://www.bad-harzburg.de
![]()