Gesundheitliche Belastungen durch manuelle Palettenumreifung
MANUELLE UMREIFUNG ALS KÖRPERLICH BELASTENDE TÄTIGKEIT
Bei der klassischen Palettenumreifung wird ein Kunststoff- oder Stahlband um die Ware und den Ladungsträger geführt, anschließend gespannt und mit einer Klammer oder einem Verschlussgerät fixiert. Dieser Prozess muss bei vielen Sendungen mehrfach wiederholt werden.
Die Arbeitsschritte sind meist mit wiederholten körperlichen Bewegungen verbunden:
– Bücken zum Durchführen des Bandes unter der Palette
– Aufheben und Positionieren des Bandes über der Ladung
– Spannen des Bandes mit Ratsche oder Handgerät
– Umrunden der Palette zur Positionierung der Umreifung
Für eine Standardpalette mit zwei Umreifungen müssen Mitarbeitende sich typischerweise mehrere Male herunterbeugen und die Palette mehrfach umrunden. Diese wiederkehrenden Bewegungsabläufe führen zu einer hohen Belastung des Bewegungsapparates.
HÄUFIGE GESUNDHEITLICHE BESCHWERDEN DURCH MANUELLES UMREIFEN
Die körperlichen Anforderungen bei der manuellen Palettenumreifung wirken sich besonders auf Rücken, Knie und Schultern aus. Zu den typischen gesundheitlichen Beschwerden zählen:
1. Rücken- und Bandscheibenprobleme
Das wiederholte Bücken während der Umreifung belastet die Wirbelsäule erheblich. Gerade bei hoher Taktung im Versand können sich hunderte Bückbewegungen pro Arbeitstag summieren. Dauerhafte Fehlbelastungen erhöhen das Risiko für Rückenschmerzen, Bandscheibenprobleme und Muskelverspannungen.
Muskel- und Skeletterkrankungen zählen insgesamt zu den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Fehlzeiten in körperlich belastenden Berufen.
2. Belastung von Knie und Gelenken
Neben dem Rücken werden auch Knie- und Hüftgelenke stark beansprucht. Beim Durchführen des Bandes unter der Palette müssen Mitarbeitende häufig in die Hocke gehen oder sich tief bücken. Besonders bei bereits vorhandenen Gelenkproblemen kann diese Tätigkeit Beschwerden verstärken.
3. Schulter- und Handbelastungen
Beim Spannen des Bandes mit Ratsche oder Handgerät wirken hohe Zugkräfte auf Hände, Handgelenke und Schultern. Bei häufigem Einsatz kann dies zu Überlastungserscheinungen, Sehnenreizungen oder Muskelermüdung führen.
AUSWIRKUNGEN AUF UNTERNEHMEN UND ARBEITSORGANISATION
Die gesundheitlichen Belastungen durch manuelle Umreifung wirken sich nicht nur auf die Mitarbeitenden, sondern auch auf die betriebliche Organisation aus. Typische Folgen sind:
– steigende Krankenstände
– reduzierte Arbeitsfähigkeit bei körperlichen Beschwerden
– geringere Motivation und Arbeitszufriedenheit
– Verzögerungen im Versandprozess
Gerade in Logistikbereichen mit hohem Palettenaufkommen können gesundheitliche Probleme einzelner Mitarbeitender den gesamten Versandablauf beeinträchtigen. Gleichzeitig steigt der Druck auf die verbleibenden Teams, zusätzliche Arbeit zu übernehmen.
ERGNOMISCHE VERBESSERUNGEN IM VERPACKUNGSPROZESS
Aus arbeitswissenschaftlicher Sicht ist es sinnvoll, körperlich belastende Tätigkeiten möglichst zu reduzieren oder ergonomisch zu gestalten. Technische Lösungen können dabei helfen, die Belastung deutlich zu verringern.Beispiele für ergonomische Verbesserungen sind:
– Hilfsmittel zum Durchführen des Bandes unter der Palette
– mobile und flexbile Umreifungsmaschinen
– optimierte Arbeitsabläufe im Warenausgang
Solche Lösungen können beispielsweise das Bücken und das Umrunden der Palette deutlich reduzieren und damit Rücken und Gelenke entlasten.
ERGONOMISCHE UMREIFUNGSMASCHINEN ALS ALTERNATIVE
Ein Ansatz zur Verbesserung der Arbeitssituation sind ergonomisch konzipierte Umreifungssysteme. Ziel solcher Systeme ist es, den Umreifungsvorgang so zu gestalten, dass Mitarbeitende aufrecht arbeiten können und körperliche Belastungen eliminiert werden.
Bei ergonomischen Lösungen wird das Umreifungsband beispielsweise automatisch unter der Palette hindurchgeführt oder die Bedienung erfolgt über leicht zugängliche Bedienelemente. Dadurch lassen sich alle der sonst notwendigen Bück- und Laufbewegungen vermeiden.
Für Unternehmen bedeutet dies nicht nur eine Verbesserung des Arbeitsschutzes, sondern häufig auch effizientere Prozesse und weniger krankheitsbedingte Ausfälle.
FAZIT: ERGONOMIE ALS WICHTIGER FAKTOR IN DER LADEEINHEITENSICHERUNG
Die manuelle Umreifung von Paletten ist ein zentraler Bestandteil vieler logistischer Prozesse, kann jedoch mit erheblichen gesundheitlichen Belastungen verbunden sein. Wiederholtes Bücken, hohe Zugkräfte und ungünstige Körperhaltungen führen häufig zu Rücken-, Gelenk- und Muskelproblemen.
Eine ergonomische Gestaltung der Umreifungsprozesse gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Durch geeignete technische Lösungen und optimierte Arbeitsabläufe können Unternehmen nicht nur die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden schützen, sondern auch Effizienz und Prozesssicherheit im Versandbereich verbessern.
Damit wird deutlich: Arbeitsschutz und Verpackungstechnik sind eng miteinander verbunden – und ergonomische Lösungen in der Palettenumreifung können einen wichtigen Beitrag zu gesunden Arbeitsplätzen in der Logistik leisten.
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