Mit-Gefühlt: Begleitung von Menschen mit Demenz in ihrer letzten Lebensphase
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Donnerstag, März 26, 2026
Hospiz- und Palliativ-Dienste begleiten Menschen am Lebensende, stehen ihnen und ihren Angehörigen zur Seite und tragen dazu bei, das Sterben würdevoll zu gestalten. Menschen mit Demenz in ihrer Welt verstehen, ihnen begegnen und sie in ihrer letzten Lebensphase wertschätzend und mitfühlend begleiten: Wege, um dies zu ermöglichen, zeigt das Curriculum „Mit-Gefühlt“ auf. Nicht nur Hospizhelferinnen und –helfer, sondern auch in der Pflege Tätige und Auszubildende wissen häufig nicht genug darüber, wie sie Menschen mit einer Demenz in ihrer letzten Lebensphase begegnen können, in welcher besonderen Situation oft auch die Angehörigen sind. Wichtig zu wissen ist beispielsweise, dass Demenzerkrankungen meist langsam, in verschiedenen Phasen verlaufen und sich deshalb die Bedürfnisse am Lebensende, aber auch die Kommunikationsmöglichkeiten sehr stark unterscheiden können.
Wie erreiche ich jemanden, der meine Fragen nicht mehr versteht? Wie reagiere ich auf ungewöhnliche Verhaltensweisen? Wie kann ich verstehen, was ein Mensch mit Demenz sich von mir wünscht? All diese Fragen und vieles mehr können in Fortbildungen anhand des Curriculums adressiert werden.
Das Curriculum „Mit-Gefühlt“ unterstützt die hospizliche Begleitung von Menschen mit Demenz bereits seit über 20 Jahren. Die vollständige Überarbeitung erfolgte jetzt im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie (NDS) in größtenteils ehrenamtlicher Arbeit der Autorinnen und des Autors.Curriculum Mit-Gefühlt
Herausgeber:
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz,
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. und Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.
hospiz verlag, 4. Auflage 2026, 32,99 €
Hintergrund
In Deutschland leben heute etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Rund zwei Drittel davon werden in der häuslichen Umgebung von Angehörigen betreut und gepflegt. Jährlich erkranken etwa 400.000 Menschen neu. Ungefähr 60 Prozent davon haben eine Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzerkrankten wird bis 2050 auf 2,3 bis 2,7 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz. Sie unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien. Sie informiert die Öffentlichkeit über die Erkrankung und ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Medien, Fachverbände und Forschung. In ihren Veröffentlichungen und in der Beratung bündelt sie das Erfahrungswissen der Angehörigen und das Expertenwissen aus Forschung und Praxis. Als Bundesverband von rund 130 Alzheimer-Gesellschaften unterstützt sie die Selbsthilfe vor Ort. Gegenüber der Politik vertritt sie die Interessen der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Die DAlzG setzt sich ein für bessere Diagnose und Behandlung, mehr kompetente Beratung vor Ort, eine gute Betreuung und Pflege sowie eine demenzfreundliche Gesellschaft.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist als Interessenvertreterin von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen im Lobbyregister des Deutschen Bundestags eingetragen und hat sich dem dafür geltenden Verhaltenskodex verpflichtet.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Keithstraße 41
10787 Berlin
Telefon: +49 (30) 2593795-0
Telefax: +49 (30) 2593795-29
https://www.deutsche-alzheimer.de/
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