Steigende Ölpreise und verfehlte Klimaziele erhöhen den Druck auf den Verkehrssektor
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Donnerstag, März 26, 2026
Die Lage im Verkehrssektor spitzt sich aktuell zu. Je länger der Krieg im Iran dauert, desto fataler werden die Folgen für die Weltwirtschaft und damit die Versorgungssicherheit sein. Deutlich erhöhte Öl- und Gaspreise machen sich für Autofahrerinnen und Autofahrer schon heute bei den Spritpreisen bemerkbar. Doch das ist nicht der einzige Grund zur Sorge: Hinzu kommt, dass der deutsche Verkehrssektor auch 2025 seine Klima ziele verfehlt hat. Die Mitte März veröffentlichte Klimabilanz verdeutlicht, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Emissionen im erforderlichen Maß zu senken. „Diese doppelte Herausforderung aus Kosten- und Klimadruck macht deutlich, dass wir im Verkehrsbereich schneller und konsequenter vorankom men müssen, ohne die Autofahrerinnen und Autofahrer außer Acht zu lassen. Es braucht einen realistischen und dennoch ambitionierten Ansatz, der individuelle Bedürfnisse nach bezahlbarer Mobilität, Wirtschaftlichkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz miteinander in Einklang bringt“, erläutert Isabella Finsterwalder, Pressespre cherin des Automobilclub KS e.V.
Sprit sparen statt Spritpreisbremse
Vor dem Hintergrund steigender Kraftstoffpreise werden aktuell verschiedene Maßnahmen intensiv diskutiert. Um den Preisdruck auf Konsumenten wirkungsvoll zu reduzieren, spricht sich die Internationale Energieagen tur (IEA) für rasche Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs aus. Das bringt nicht nur finanzielle Entlastung, sondern hat auch positive Auswirkungen auf das Klima. Denn weltweit entfallen auf den Verkehrssektor etwa 45 Prozent des Ölverbrauchs – ein Bereich, in dem Einsparungen besonders wirksam ansetzen können. Bereits einfache Verhaltensänderungen könnten hier kurzfristig Wirkung entfalten: Mehr Homeoffice, anstatt ins Büro zu pendeln, ein um mindestens 10 km/h reduziertes Tempolimit auf Autobahnen für den Pkw- und Güterverkehr oder ein Umstieg vom Pkw auf den ÖPNV, sofern möglich, seien hier geeignete, effiziente Maß nahmen. Die IEA nennt darüber hinaus Zufahrtsbeschränkungen in Großstädten bspw. im täglichen Wechsel von Kennzeichen mit geraden und ungeraden Zahlen als Möglichkeit, lange Staus zu vermeiden und so Sprit einzusparen. Weitere Optionen seien Carsharing und/oder eine effizientere Fahrweise.
Über Verhaltensänderungen seitens der Autofahrerinnen und Autofahrer hinaus kann der Staat die Verbrau cher zusätzlich entlasten. Die Regierung könne mit gutem Beispiel vorangehen, so die IEA, und Maßnahmen im öffentlichen Sektor umsetzen, regulatorische Eingriffe nutzen sowie gezielte Anreize setzen. Allerdings müsse sichergestellt werden, dass die Unterstützung für Verbraucher zum richtigen Zeitpunkt, zielgerichtet und sozial gerecht erfolgt. Von kurzfristigen Maßnahmen, die punktuell entlasten und nach dem Gießkannen prinzip funktionieren – wie etwa eine Spritpreisbremse –, rät die IEA ab, da strukturelle Probleme damit nicht gelöst und im ungünstigsten Fall sogar Anreize gesetzt würden, mehr zu fahren, anstatt Kraftstoff bewusst einzusparen.
Innovation als Schlüssel für nachhaltige Mobilität
Dass sowohl kurzfristige als auch strukturelle Veränderungen wirken können, zeigen internationale wie auch nationale Erfahrungen der Vergangenheit. Infolge der beiden großen Ölpreiskrisen 1973/1974 (Jom-Kippur Krieg und Ölembargo der OPEC) und 1979/1980 – damals waren die Iranische Revolution und der Krieg zwi schen Iran und Irak der Grund – verhängte die Bundesregierung angesichts exorbitanter Preissteigerungen für Kraftstoffe Fahrverbote, autofreie Sonntage und Tempolimits. Außerdem appellierte sie an die Autofahrer, sparsam zu fahren. Für den Automobilclub KS e.V. war dies allein jedoch nicht ausreichend. Daher gründete der heute zweitgrößte deutsche Automobilclub bereits im Jahr 1981 seinen renommierten KS Energie- und Umweltpreis, um von der Automobil- und Zulieferindustrie technische Lösungen einzufordern, die das sprit sparende Fahren erleichtern sollten.
„Alles in allem zeigt sich, dass der Automobilclub KS e.V. schon damals mit seiner Denke und offensiven Handlungsweise wegweisend war. Seit mehr als 40 Jahren zeichnet er Lösungen aus, die im Bereich der Fahrzeugtechnik und seit einigen Jahren auch in puncto Mobilitätssysteme neue Maßstäbe setzen. Dadurch kann Mobilität nicht nur umweltschonender, sondern auch resilienter und wirtschaftlicher gestaltet werden. Gerade in einer zunehmend vernetzten und komplexen Mobilitätswelt sind ganzheitliche Lösungen gefragter denn je“, betont die Pressesprecherin des Automobilclub KS e.V. Angesichts der aktuellen Entwicklungen ge winnt die renommierte Auszeichnung des KS weiter deutlich an Relevanz. Sie vereint technologische Innova tion mit systemischem Denken und praktischer Umsetzbarkeit. Damit liefert der KS-Energie- und Umweltpreis entscheidende Impulse für die Transformation des Verkehrssektors. Die Preisträger des 44. KS Energie- und Umweltpreises werden am 03. Juli im Rahmen der Festveranstaltung in München geehrt.
Der Automobilclub KS e.V. ist mit rund 660.000 Mitgliedern der zweitgrößte Automobilclub in Deutschland. Er ist seit Jahrzehnten Mitglied der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und zählt zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Auf europäischer Ebene ist der KS zudem Gründungsmitglied des EAC (European Automobile Clubs). Das Ziel ist eine europaweit sichere und nachhaltige Verkehrspolitik. Darüber hinaus engagiert sich der KS seit mehr als 40 Jahren für mehr Umweltschutz und Energiesparen im gesamten Bereich des automobilen Verkehrs. Um den Stellenwert der Automobilbranche für Energiesparen sowie Klima- und Umweltschutz zu unterstreichen, beschloss der KS, ab 1981 jährlich den KS Energie- und Umweltpreis zu vergeben.
Mit seinen Töchtern AUXILIA Rechtsschutz-Versicherungs-AG und KS Versicherungs-AG bietet er eine um fassende Palette an Club- und Versicherungsleistungen – von der Wildschadenbeihilfe über den KS-Not fall-Service bis hin zu preiswerten Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen –, die aufgrund von Leistung und Preis in den vergangenen Jahren viele Rankings gewonnen haben. In der Münchner Zentrale und in acht Bezirksgeschäftsstellen sind rund 180 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der KS-Gruppe liegt bei rund 140 Millionen Euro. Der Vertrieb erfolgt über 10.000 unabhängige Makler und Mehrfachagenten.
Mehr Infos: www.ks-auxilia.de/automobilclub
Automobilclub KS e.V.
Uhlandstr. 7
80336 München
Telefon: +49 (89) 53981-0
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