Ein Beispiel: Die Allianz AG zahlt im Mai 2026 aller Voraussicht nach eine Dividende von 17,10 Euro je Aktie. Zum Stichtag 16. April 2026 lag der Xetra-Schlusskurs bei 385,90 Euro. Daraus ergibt sich eine Dividendenrendite von 17,10 : 385,90 x 100 = 4,43 Prozent.
Wichtig zu wissen: Aus der Formel ergibt sich, dass die Dividendenrendite bei fallenden Kursen steigt. Damit ergibt sich ein verzerrtes Bild, da fallende Kurse auch auf Probleme des Unternehmens hindeuten können. Dies wird auch als Dividendenfalle („Dividend Trap“) bezeichnet, weshalb zur Beurteilung der Unternehmen weitere Kennzahlen herangezogen werden.
Wie viel Rendite ist mit einer Dividendenstrategie möglich?
Bei der Betrachtung der Rendite einer Dividendenstrategie gilt es, mehrere Aspekte zu berücksichtigen: So gilt die bereits erwähnte Dividendenrendite als wichtiger Faktor. Sie lag 2025 beispielsweise für den SPDR S&P Global Dividend Aristocrats ETF (ISIN IE00B9CQXS71) bei rund 4,3 Prozent.
Bei der Gesamtbetrachtung spielt zudem auch die Kursentwicklung eine Rolle. Hier gilt es aus Gründen der Vergleichbarkeit mit anderen Indizes zu beachten, ob die Dividenden in die Kursbetrachtung einfließen oder nicht: Beim Dow Jones oder NASDAQ 100 ist dies nicht der Fall, der Dax hingegen ist als sogenannter Performance-Index konzipiert, bei dem die Dividendenzahlungen enthalten sind. Für die vergangenen 20 Jahre (2006 bis 2025) legte der Performanceindex mit Wiederanlage der Dividendenzahlungen im Schnitt um jährlich sieben Prozent zu, ohne die Dividenden waren es im Schnitt 4,8 Prozent pro Jahr. Dieser Unterschied illustriert deutlich den Zinseszinseffekt durch die Wiederanlage der Dividenden. Wie viel Rendite Sie mit einer Dividendenstrategie erzielen, hängt somit auch davon ab, ob Sie sich die Dividenden regelmäßig auszahlen lassen oder nicht. Reinvestieren Sie die Ausschüttungen sofort wieder oder entscheiden Sie sich ohnehin für einen thesaurierenden Fonds oder ETF, fällt die Rendite höher aus.
Wichtig zu wissen: Die Dividendenstrategie deckt nicht das gesamte Branchenuniversum an den Aktienmärkten ab. So fehlen üblicherweise etwa Technologiewerte. Dementsprechend kann die Kursentwicklung einer reinen Dividendenstrategie je nach Marktumfeld deutlich hinter breiten Marktindizes wie etwa dem MSCI World zurückbleiben.
Was sind Dividenden-Aristokraten?
Unter den stabilen Dividendenzahlern stechen die sogenannten Dividenden-Aristokraten besonders heraus. Darunter versteht man Aktien, die seit mindestens 25 Jahren regelmäßig Dividenden ausschütten und diese zumeist von Jahr zu Jahr steigern. Noch längere Steigerungsphasen weisen sogenannte Dividenden-Könige auf. Das sind Aktien, die seit mehr als 50 Jahren ihre Ausschüttungen hochhalten oder sie beständig anheben. Beispiele hierfür sind die US-Unternehmen Coca-Cola und Colgate-Palmolive, die seit über 60 Jahren ihre Dividende regelmäßig erhöhen. Der Pampers-Hersteller Procter & Gamble zahlt seit 135 aufeinanderfolgenden Jahren eine Dividende und hat sie 2026 zum 69. Mal in Folge erhöht (Quelle: SEC.gov).
Wichtig zu wissen: Der Begriff „Dividendenaristokraten“ wird mitunter unterschiedlich definiert. So umfasst etwa der S&P Global Dividend Aristocrats Index weltweit 100 Unternehmen, die seit mindestens zehn Jahren eine Ausschüttungspolitik verfolgen, die auf die Erhöhung und Beibehaltung von Dividenden abzielt und zugleich eine positive Eigenkapitalrendite sowie einen positiven operativen Cashflow aufweisen. Generell lässt sich aber sagen, dass es stets um sehr zuverlässige Dividendenzahler geht.
Biallo-Tipp: Ein gezieltes Investment in Dividendenaristokraten ist unter anderem über den State Street SPDR S&P Global Dividend Aristocrats ETF (ISIN: IE00B9CQXS71) möglich.
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