Petition „Solidarität nicht kaputtsparen“: ADRA und 150 NROs schlagen Alarm
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Mittwoch, Mai 6, 2026
Die globalen Krisen häufen sich dramatisch, vorhandene Konflikte eskalieren, neue Bedrohungen entstehen, gibt Andreas Lerg, Referent für Öffentlichkeitsarbeit von ADRA Deutschland, in einer Pressemitteilung zu bedenken. Dennoch drohten dem bundesdeutschen Etat für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe weitere Einschnitte. „Bereits seit 2022 wurden diese Mittel um mehr als 70 Prozent gekürzt“, so Lerg. ADRA Deutschland betont, dass diese Sparpolitik mühsam erarbeitete Erfolge im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe der letzten Jahrzehnte und das Leben von Millionen Menschen gefährde.
Deshalb die klaren Forderungen an die Bundesregierung: Um den globalen Bedürfnissen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe gerecht zu werden, fordere ADRA gemeinsam mit dem Dachverband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) sowie zahlreiche anderen Organisationen:
Erfolge stehen auf dem Spiel
Die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe unzähliger Hilfsorganisationen hätten in den vergangenen Jahren nachweislich weltweit wichtige und wegweisende Erfolge erzielt. Erfolge, die nun massiv bedroht seien:
Verheerende Folgen drohen
Die geplanten Kürzungen bedeuteten einen weiteren Rückzug Deutschlands aus der internationalen Verantwortung. Das hätte fatale Konsequenzen. Aktuelle Prognosen warnten, dass durch einbrechende Mittel bis 2030 bis zu 9,4 Millionen Menschen zusätzlich sterben könnten. Nur ein Beispiel von vielen: Aktuell hätten bereits 273 Millionen Kinder weltweit keinen Zugang zu Bildung – eine Zahl, die im siebten Jahr in Folge steige.
In der heutigen Zeit, die von Krisen, Konflikten und zunehmenden Angriffen auf Frauenrechte geprägt sei, würden die geplanten finanziellen Einschnitte vor allem jene treffen, die dringend Solidarität und Unterstützung benötigten: Frauen, Mädchen und queere Menschen.
ADRA Deutschland appelliere gemeinsam mit 150 Organisationen an die Bundesregierung, den Eckwertebeschluss zu korrigieren. Investitionen in Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe wären keine Almosen, sondern eine notwendige und solidarische Vorsorge für eine gerechtere und sicherere Welt.
Petition „Solidarität nicht kaputtsparen“
Um den Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen, unterstütze ADRA Deutschland gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Partnern die Petition „Solidarität nicht kaputtsparen“. Die Kampagne richte sich gegen die kurzsichtige Sparpolitik und fordere eine Rückkehr zur internationalen Verlässlichkeit. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ein Zeichen für globale Gerechtigkeit zu setzen und die Forderungen unter https://adra.de/petition-solidaritaet-nicht-kaputtsparen/ mit ihrer Unterschrift zu unterstützen.
Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 gegründet, hat 61 Angestellte und steht der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Es ist Teil des weltweiten ADRA-Netzwerks, das 1956 gegründet wurde, aus 119 eigenständigen nationalen Büros besteht und weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführt. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency. ADRA Deutschland ist unter anderem Gründungsmitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Informationen: www.adra.de.
Adventistischer Pressedienst Deutschland APD
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