Marktvergleich 2026 zeigt: KMU zahlen mehr als nötig für Strom und Gas
Für Österreich fallen die Unterschiede ähnlich aus: Mitglieder in Österreich zahlten 2025 bis zu 58 % weniger für Strom und bis zu 31 % weniger für Gas. Datengrundlage sind die offiziellen Eurostat-Marktdaten und die realen wattline-Einkaufspreise aus den Jahren 2014 bis 2025.
Für viele kleine und mittlere Unternehmen stellt sich damit eine zentrale Frage: Warum zahlen sie aktuell zu viel – und wie lässt sich das ändern?
KMU haben im Energieeinkauf einen strukturellen Nachteil
Drei Betriebe, gleiche Branche, gleicher Standort, gleicher Verbrauch. Am Jahresende zahlen alle drei einen anderen Energiepreis.
Diese Differenz entsteht jedoch nicht nur durch schwankende Energiepreise, sondern durch strukturelle Nachteile:
Die Schere zwischen einer professionellen Beschaffungsstrategie und einer einfachen Vertragsverlängerung wird dadurch immer größer, gerade in Zeiten von geopolitischen Unsicherheiten. Das zeigt der Marktvergleich 2026.
Datenbasis statt Bauchgefühl: So viel haben Mitglieder gespart
Die offiziellen Eurostat-Marktpreise bilden ab, was Unternehmen im Schnitt für Strom und Gas bezahlen. Dagegen stehen die realen Einkaufspreise der wattline-Einkaufsgemeinschaft – erzielt durch professionelle Marktbeobachtung, gebündelte Ausschreibungen und den idealen Einkaufszeitpunkt.
Die Eurostat-Marktdaten für Deutschland decken rund 80 % des gewerblichen Strom- und Gasverbrauchs ab. In Österreich sind es 100 %.
Über den gesamten Auswertungszeitraum 2014 bis 2025 beträgt die maximale Differenz in Deutschland 54 % bei Strom und 51 % bei Gas. In Österreich sind es bei Strom bis zu 50 % und bei Gas bis zu 58 % unter dem Marktpreis.
In der Energiepreiskrise war der Abstand am größten
Besonders deutlich wurde der Vorteil der Einkaufsgemeinschaft während der Energiepreiskrise. Als 2022 bis 2023 infolge des Ukraine-Krieges die Großhandelspreise für Strom und Gas auf das Drei- bis Vierfache stiegen und staatliche Energiepreisbremsen eingeführt wurden, blieben wattline-Mitglieder deutlich unter den staatlich gedeckelten Preisen.
Im Vergleich zum offiziellen Marktpreis zahlten Mitglieder aus Deutschland bis zu 66 % weniger bei Strom und bis zu 70 % weniger bei Gas. Über die Krisenjahre 2022 bis 2024 betrug die durchschnittliche Ersparnis gegenüber dem Marktpreis rund 20 % – ein Mittelwert über alle Mitglieder, alle Verbrauchsprofile und alle Beschaffungszeitpunkte.
Dass strukturierte Beschaffung auch in aktuellen Krisenlagen trägt, zeigt der Iran-Konflikt 2026: wattline sicherte bereits zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 Tausenden seiner Mitglieder langfristige Erdgasverträge – noch bevor die Preise stiegen.
Krisen erfordern Erfahrung, eine punktgenaue Marktbeobachtung und strategische Energiebeschaffung. So lassen sich Marktbewegungen einschätzen und zum Vorteil nutzen.
Fazit des Marktvergleichs: Eine Einkaufsgemeinschaft gleicht den strukturellen Nachteil aus
Die Energie-Einkaufsgemeinschaft wattline bündelt die Energiemengen von über 29.000 Unternehmen. Dadurch treten viele KMU gemeinsam als Großabnehmer auf.
So entstehen Einsparpotenziale und Wettbewerbsvorteile:
Wer wettbewerbsfähig bleiben will, braucht eine professionelle Beschaffungsstrategie, denn die aktuellen Entwicklungen zeigen: Der Markt wird unberechenbarer.
Alle Zahlen aus den vergangenen 12 Jahren, inklusive Grafiken, Hintergründe, Quellen und Methodik sowie weitere Insights erhalten Sie kostenfrei im wattline Marktvergleich 2026.
wattline GmbH
Passauer Straße 36
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