Kutluk Teutoguss will sich eigenverwaltend langfristig stabilisieren

Die Kutluk Teutoguss GmbH hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, da Kunden avisierte Aufträge eingeschränkt oder storniert haben. Das zuständige Insolvenzgericht in Münster bestellte Rechtsanwältin Nada Nasser von Kreplin Kuhlmann Nasser (KKN) Rechtsanwälte als vorläufige Sachwalterin. Nasser war bereits bei den letzten Insolvenzverfahren für die Traditionsgießerei vom Gericht als Insolvenzverwalterin bestellt und kennt die strukturellen Herausforderungen der Gussindustrie.

„Das Geschäftsmodell ist grundsätzlich tragfähig“, erklärt Dr. Georg Heidemann von Heidemann Küthe Rechtsanwälte, der als erfahrener Restrukturierungsexperte für die Dauer des Eigenverwaltungsverfahrens die Aufgaben des Generalbevollmächtigten übernimmt. „Die anstehende  Restrukturierung bietet in einem Insolvenzplanverfahren die Chance, das Unternehmen langfristig zu stabilisieren und profitabel zu machen, indem wir uns strategisch auf neue Kunden und Aufträge ausrichten“.

Das Unternehmen ist eine traditionsreiche Eisengießerei mit knapp 50 Beschäftigten in Hörstel und spezialisiert auf hochwertige Gussteile aus Grau- und Sphäroguss. Kutluk Teutoguss beliefert europaweit Kunden aus dem Maschinenbau, dem Schiffbau oder der Windkraft.

Als eigenständige Traditionsgießerei was Teutoguss nach über 200jähriger Firmengeschichte im Jahr 2021 erstmals wirtschaftlich in Schieflage geraten. Im April 2025 übernahm die international tätige Gießereigruppe ‚Kutluk Döküm Group‘ die Vermögenswerte der Eisengießerei.

Unter der Marke ‚Kutluk Teutoguss‘ positionierte sich der Standort seitdem als „Gießerei der besonderen Art“ mit hochwertigen Gussteilen, umfassender Beratung, moderne Anlagen und zertifizierten Prozessen, um anspruchsvolle Kunden zu binden. Damit sollte Kutluk Teutoguss unabhängiger von der klassischen Automobilindustrie werden, sich breiter aufstellen und sich zukunftsgerichteten Anwendungen im Energie- und Maschinenbau zuwenden.

Über Heidemann Küthe

Die erfahrenen Sanierungsexperten von Heidemann Küthe Rechtsanwälte beraten und begleiten Unternehmer, Vorstände und Geschäftsführer in akuten Krisensituationen, bei der Erarbeitung und Durchführung von außergerichtlichen Restrukturierungsoptionen sowie der Durchsetzung von Gläubigerrechten sowie der Sanierung unter Insolvenzschutz in Eigenverwaltungs- und Regelinsolvenzverfahren jeder Größenordnung.

Als Chief Restructuring Officer (CRO) und Generalhandlungsbevollmächtigte in Eigenverwaltungsverfahren unterstützt die Kanzlei Unternehmer beim erfolgreichen Neustart aus der Krise.

Zu den maßgeblichen Erfolgsfaktoren beim Restrukturierungs- und Turnaround Management zählen für Heidemann & Küthe neben den Instrumenten des modernen deutschen Sanierungsrechts ihre Kompetenzen für distressed und non-distressed M&A-Deals sowie im Gesellschaftsrecht.

https://www.heidemann-kuethe.de/

Über Kreplin Kuhlmann Nasser Rechtsanwälte PartG mbB:

Rechtsanwältin Nasser ist seit 2004 als Sanierungsexpertin, Sachwalterin und Insolvenzverwalterin bei einer Vielzahl von Gerichten in NRW und Rheinland-Pfalz tätig. Die Kanzlei gehört mit über 10 Standorten und über 45 Mitarbeitern deutschlandweit seit Jahren zu den TOP 30 der führenden Kanzleien auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung, Eigenverwaltung, Insolvenzpläne und Restrukturierung. Nach eigenen Angaben ist die Kanzlei an 14 Bürostandorten in NRW und Rheinland-Pfalz vertreten und wird regelmäßig von zahlreichen Insolvenzgerichten bestellt.

https://www.kkn.law/

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