Warum ein Praktikum manchmal die wichtigste Entscheidung vor einer Ausbildung ist
Für viele Jugendliche ist das eine der schwierigsten Fragen überhaupt.
Oft lautet die ehrliche Antwort:
„Ich weiß es noch gar nicht.“
Und das ist völlig normal. Schließlich soll man sich für einen Beruf entscheiden, den man meist nur aus Erzählungen, Social Media oder kurzen Berufsbeschreibungen kennt.
Wie soll man wissen, ob einem ein Beruf wirklich gefällt, wenn man ihn noch nie erlebt hat?
Gerade in der Hotellerie kommt hinzu, dass viele junge Menschen nur einen kleinen Ausschnitt des Berufs kennen. Wer an ein Hotel denkt, denkt häufig an die Rezeption, das Restaurant oder die Küche. Tatsächlich steckt hinter einem modernen Hotelbetrieb jedoch deutlich mehr: Veranstaltungen, Digitalisierung, Marketing, Nachhaltigkeit, Organisation, Revenue Management, Housekeeping, Technik und vieles mehr gehören heute selbstverständlich dazu.
Genau deshalb sind Praktika so wichtig.
Sie zeigen nicht nur einen Beruf. Sie zeigen den Alltag.
Berufsorientierung beginnt lange vor dem ersten Ausbildungsvertrag
Berufsorientierung beginnt heute früh – und trotzdem fällt vielen Jugendlichen die Entscheidung schwer.
Aus eigener Erfahrung weiß das auch das Team des ANDERS Hotels. Selbst Kinder, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, wissen häufig noch nicht, welchen Beruf sie später einmal ausüben möchten.
Schulpraktika leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig sind sie häufig sehr kurz und finden nicht immer zu einem Zeitpunkt statt, an dem ein Betrieb seinen typischen Alltag zeigen kann.
Gerade in der Hotellerie unterscheiden sich ruhige Winterwochen deutlich von den Sommerferien oder der Tagungssaison.
Deshalb empfiehlt das ANDERS Hotel allen Jugendlichen, wenn möglich zusätzlich freiwillige Ferienpraktika oder einen Schülerjob in Betracht zu ziehen. Wer sich freiwillig in den Ferien Zeit nimmt oder neben der Schule arbeitet, sammelt nicht nur deutlich mehr Erfahrungen, sondern zeigt gleichzeitig echtes Interesse am Beruf.
Außerdem lernen junge Menschen dabei etwas, das in der Schule kaum vermittelt werden kann: wie sich ein echter Arbeitsalltag anfühlt.
Ein Praktikum ist keine Bewerbung – sondern ein gegenseitiges Kennenlernen
Viele glauben, ein Praktikum sei bereits der erste Schritt in Richtung Ausbildungsvertrag.
Im ANDERS Hotel steht zunächst etwas ganz anderes im Mittelpunkt:
Passt dieser Beruf wirklich zu diesem Menschen?
Ein Praktikum soll in erster Linie Jugendlichen helfen herauszufinden, ob ihnen die Arbeit in der Hotellerie überhaupt Freude macht.
Genauso wichtig ist aber auch die andere Perspektive.
Das Hotel lernt den Menschen kennen.
Wie arbeitet jemand im Team? Ist Neugier vorhanden? Werden Fragen gestellt? Geht jemand offen auf Gäste zu? Wie werden neue Aufgaben angenommen? Und macht es Freude, gemeinsam mit anderen etwas zu schaffen?
Ein Praktikum ist deshalb weder Prüfung noch Bewerbungsgespräch.
Es ist ein gegenseitiges Kennenlernen.
Gute Ausbildung beginnt mit einer guten Entscheidung – auf beiden Seiten
Nicht jeder Beruf passt zu jedem Menschen.
Und das ist völlig in Ordnung.
Deshalb ist es dem ANDERS Hotel sogar lieber, wenn sich jemand nach einem Praktikum bewusst gegen die Hotellerie entscheidet, als nach wenigen Monaten eine Ausbildung abzubrechen.
Eine Ausbildung dauert drei Jahre. Nach der viermonatigen Probezeit geht man diesen Weg gemeinsam.
Diese Entscheidung sollte deshalb gut überlegt sein – sowohl von den Jugendlichen als auch vom Ausbildungsbetrieb.
Ein Praktikum darf deshalb ausdrücklich auch zeigen, dass ein Beruf nicht passt.
Das ist kein Misserfolg.
Sondern oft die wichtigste Erkenntnis überhaupt.
Wir zeigen den echten Hotelalltag – Warum Praktikanten bewusst durch alle Abteilungen gehen
Ein Praktikum soll nicht zeigen, wie schön der Beruf ist. Es soll zeigen, wie der Beruf wirklich ist.
Viele Schülerinnen und Schüler kommen bereits mit einer festen Vorstellung ins Praktikum. Manche möchten unbedingt in die Küche, andere interessieren sich ausschließlich für die Rezeption oder möchten später Hotelfach lernen.
Gerade deshalb ist es dem ANDERS Hotel wichtig, dass Praktikantinnen und Praktikanten möglichst alle Abteilungen kennenlernen.
Sie unterstützen das Housekeeping bei der Zimmer- und Bereichspflege, bereiten gemeinsam mit dem Serviceteam das Frühstück vor, decken Tische ein und ab, servieren Speisen und Getränke, bauen Kaffeepausen für Tagungen auf, richten Veranstaltungsräume her und begleiten den Restaurantservice.
Auch in der Küche wird mitgearbeitet – beim Vorbereiten von Speisen, beim Schneiden von Gemüse oder beim Anrichten kleiner Gerichte.
An der Rezeption erhalten Praktikanten ebenfalls Einblicke. Allerdings bewusst nur für einige Stunden. Die Arbeitsabläufe dort sind heute so komplex, dass in einem kurzen Praktikum vieles nur beobachtet werden könnte. Statt einen ganzen Tag daneben zu sitzen, lernen die Jugendlichen lieber weitere Bereiche des Hotels aktiv kennen.
ANDERS erklärt: Hotelrezeption
Mindestens eine Woche sollte ein Praktikum deshalb dauern. Bei zwei Wochen können einzelne Abteilungen noch intensiver erlebt werden.
Immer wieder zeigt sich dabei, dass sich die eigene Einschätzung verändert. Wer ursprünglich Koch oder Köchin werden wollte, entdeckt plötzlich die Freude am Gästekontakt im Restaurant oder bei Veranstaltungen. Andere stellen fest, dass sie zwar Hotelfach lernen möchten, ihnen der hohe Anteil an Büroarbeit und Organisation aber weniger liegt als erwartet.
Sätze wie „Ich kann nicht den ganzen Tag sitzen.“ oder „Ich bin lieber auf den Beinen und arbeite direkt mit Menschen.“ hört das Ausbildungsteam immer wieder.
Solche Erkenntnisse sind kein Scheitern.
Im Gegenteil.
Genau dafür gibt es Praktika.
Nur wer verschiedene Bereiche erlebt hat, kann am Ende wirklich beurteilen, welcher Beruf am besten zu den eigenen Stärken und Interessen passt.
Ein gutes Praktikum kostet Zeit – und genau deshalb ist es so wertvoll
Ein gutes Praktikum entsteht nicht nebenbei.
Für die Mitarbeitenden bedeutet ein Praktikant zunächst sogar zusätzlichen Aufwand.
Gerade an arbeitsreichen Tagen hört man im Team deshalb auch schon einmal den Satz: „Heute haben wir eigentlich gar keine Zeit für einen Praktikanten.“
Denn erklären, begleiten, Fragen beantworten und auch Fehler zulassen kostet Zeit.
Trotzdem investiert das Team diese Zeit ganz bewusst.
Denn gute Ausbildung beginnt lange vor dem ersten Ausbildungstag.
Das ANDERS Hotel ist mehrfach als DEHOGA Top-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet und Mitglied im Kodex für gute Ausbildung. Beide Auszeichnungen stehen für den Anspruch, junge Menschen nicht nur zu beschäftigen, sondern sie auf ihrem Weg in den Beruf verantwortungsvoll zu begleiten.
Deshalb gilt im ANDERS Hotel ein klarer Grundsatz:
Praktikanten und Auszubildende sind keine günstigen Arbeitskräfte.
Sie sollen lernen, Erfahrungen sammeln und herausfinden, ob der Beruf wirklich zu ihnen passt.
Dafür braucht es Mitarbeitende, die bereit sind, ihr Wissen weiterzugeben.
Und genau das macht am Ende den Unterschied zwischen einem Praktikum, das lediglich absolviert wird, und einem Praktikum, das Orientierung für die Zukunft gibt.
Alle neuen Auszubildenden kannten den Betrieb bereits aus einem Praktikum
Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt der aktuelle Ausbildungsjahrgang.
Alle neuen Auszubildenden, die in diesem Sommer ihre Ausbildung im ANDERS Hotel begonnen haben, kannten den Betrieb bereits aus einem Praktikum. Einer war sogar schon als Aushilfe im Unternehmen tätig.
Nicht selten entstehen daraus langfristige Beziehungen.
Aus ehemaligen Praktikanten werden Auszubildende. Aus Auszubildenden werden Fachkräfte. Manche empfehlen Freunde oder Geschwister weiter. Und manchmal waren sogar bereits mehrere Mitglieder einer Familie im ANDERS Hotel tätig.
Für das Ausbildungsteam ist das die schönste Bestätigung: Wenn junge Menschen freiwillig zurückkehren oder den Betrieb weiterempfehlen, spricht das oft mehr für die Ausbildungsqualität als jede Auszeichnung.
Ausbildung & Praktikum im ANDERS
Motivation ist wichtiger als perfekte Schulnoten
Das ANDERS Hotel gibt grundsätzlich vielen jungen Menschen die Möglichkeit, einen Beruf kennenzulernen.
Perfekte Zeugnisse sind dabei nicht das wichtigste Kriterium.
Viel entscheidender sind Neugier, Zuverlässigkeit und echtes Interesse.
Ein Praktikum ist keine Möglichkeit, einfach eine Woche zu überbrücken. Es lebt davon, dass beide Seiten sich darauf einlassen.
Die Jugendlichen investieren ihre Zeit. Gleichzeitig nehmen sich erfahrene Mitarbeitende bewusst Zeit, den Beruf zu erklären, Fragen zu beantworten und Einblicke in den Arbeitsalltag zu geben.
Wer neugierig ist, mit anpackt und verstehen möchte, warum Abläufe so funktionieren, nimmt aus einem Praktikum meist deutlich mehr mit als nur einen Eintrag im Lebenslauf.
Eltern begleiten die Berufswahl oft stärker als gedacht
Die Entscheidung für eine Ausbildung treffen Jugendliche nur selten allein.
Eltern spielen dabei eine wichtige Rolle.
Viele kennen die Hotellerie und Gastronomie allerdings noch aus einer Zeit, in der Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen häufig anders waren als heute. Die Sorge gilt deshalb oft weniger der Arbeit selbst als vielmehr den Arbeitszeiten oder den Verdienstmöglichkeiten.
Natürlich gehören Schichtdienst sowie Arbeit an Wochenenden und Feiertagen weiterhin dazu. Gleichzeitig gelten heute klare gesetzliche Regelungen zu Arbeitszeiten, Ruhezeiten und Pausen.
Im ANDERS Hotel werden diese konsequent eingehalten. Extrem lange Arbeitstage oder kurze Wechsel zwischen Spät- und Frühschichten gehören der Vergangenheit an. Nach spätestens zehn Stunden endet der Arbeitstag – auch bei Hochzeiten oder großen Veranstaltungen. Reicht die Zeit nicht aus, übernimmt ein weiteres Team. Dienstpläne werden frühzeitig erstellt und persönliche Wünsche nach Möglichkeit berücksichtigt.
Die Erfahrung zeigt außerdem: Wenn Eltern die Berufswahl mittragen und hinter der Entscheidung stehen, gelingt der Einstieg häufig deutlich leichter.
Deshalb nimmt sich das Ausbildungsteam gern Zeit für Gespräche – nicht nur mit Jugendlichen, sondern ebenso mit ihren Eltern.
Hotellerie ist heute deutlich vielseitiger als viele vermuten
Wer an Hotellerie denkt, denkt häufig zuerst an Service oder Rezeption.
Tatsächlich haben sich die Ausbildungsberufe in den vergangenen Jahren deutlich verändert.
Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Veranstaltungsorganisation, Marketing, Revenue Management, Social Media oder moderne Hotelsoftware gehören heute ebenso selbstverständlich dazu wie der direkte Kontakt mit Gästen.
Gerade deshalb ist das Praktikum so wichtig.
Es zeigt nicht nur, wie gearbeitet wird, sondern auch woran gearbeitet wird.
Viele Praktikanten stellen dabei überrascht fest, wie vielseitig moderne Hotelberufe inzwischen geworden sind.
Beruf oder Berufung? Die Antwort findet jeder nur selbst
Viele Menschen sagen, Hotellerie und Gastronomie seien kein Beruf, sondern eine Berufung.
Vielleicht steckt darin ein Stück Wahrheit.
Denn die Arbeit lebt von Begegnungen mit Menschen, von Abwechslung und davon, dass kein Tag dem anderen gleicht.
Gleichzeitig ist dieser Beruf nicht für jeden geeignet.
Wer ausschließlich geregelte Arbeitszeiten von Montag bis Freitag sucht, wird in vielen anderen Branchen glücklicher werden.
Andere wiederum verlassen die Hotellerie irgendwann für einen klassischen Bürojob – und kehren später zurück.
Sie vermissen die Abwechslung, den Kontakt mit Menschen und das Gefühl, gemeinsam mit einem Team jeden Tag etwas zu schaffen.
Genau deshalb soll ein Praktikum nicht zeigen, wie schön der Beruf ist.
Es soll zeigen, wie der Beruf wirklich ist.
Berufsorientierung endet nicht mit dem Schulpraktikum
Die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf fällt selten an einem einzigen Tag.
Deshalb endet Berufsorientierung für das ANDERS Hotel nicht mit einem Praktikum.
Auch nach einem Praktikum bleiben häufig Fragen offen.
Fragen zu Ausbildung, Praktika oder dem Berufsalltag sind jederzeit willkommen – nicht nur während eines Vorstellungsgesprächs oder auf einer Ausbildungsmesse. Manchmal entstehen die besten Gespräche ganz spontan, wenn Familien abends gemeinsam im Restaurant sitzen oder Jugendliche einfach neugierig nachfragen.
Wer im ANDERS Hotel Auszubildende oder Praktikanten trifft, erkennt sie übrigens sofort. Sie tragen ein Namensschild mit der Aufschrift „Ich lerne noch.“
Das ist kein Warnhinweis.
Es ist eine Einladung.
Zum Fragen stellen.
Zum Verständnis.
Und manchmal auch zu etwas Geduld.
Denn Lernen bedeutet auch, Fehler machen zu dürfen.
Genau deshalb begleiten erfahrene Kolleginnen und Kollegen Auszubildende und Praktikanten durch ihren Arbeitsalltag.
Neben Schul- und Ferienpraktika beteiligt sich das ANDERS Hotel außerdem regelmäßig am Zukunftstag und ist auf der work+life Ausbildungsmesse im Heidekreis vertreten. Dort berichten bewusst nicht nur Ausbilderinnen und Ausbilder von den Berufen, sondern auch die eigenen Auszubildenden. Sie erzählen ehrlich von ihrem Alltag, beantworten Fragen und geben Einblicke, die keine Broschüre vermitteln kann.
Dort stehen nicht nur Ausbilderinnen und Ausbilder für Gespräche bereit. Ganz bewusst begleiten auch Auszubildende den Messestand. Sie berichten ehrlich von ihrem Berufsalltag, beantworten Fragen und erzählen, warum sie sich für die Hotellerie entschieden haben.
Fazit: Die wichtigste Antwort findet man nicht im Internet
Ein Praktikum beantwortet keine Prüfungsfragen.
Aber vielleicht beantwortet es die wichtigste Frage überhaupt:
Kann ich mir vorstellen, diesen Beruf jeden Morgen mit Freude auszuüben – auch an einem stressigen Sommertag oder in einer ruhigen Winterwoche?
Viele Menschen sagen, Hotellerie sei kein Beruf, sondern eine Berufung.
Ob das stimmt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ein Praktikum hilft dabei, genau diese Antwort zu finden – ehrlich, ohne Hochglanzbroschüren und mitten im echten Arbeitsalltag.
Vielleicht beginnt daraus eine Ausbildung.
Vielleicht sogar ein Berufsleben.
Das ANDERS Hotel Walsrode gehört zu den etablierten Tagungs- und Seminarhotels in Norddeutschland. Mit seiner verkehrsgünstigen Lage zwischen Hamburg, Hannover und Bremen bietet das privat geführte Haus professionelle Rahmenbedingungen für Tagungen, Seminare, Workshops und Firmenveranstaltungen.
Neben dem Tagungsgeschäft zählen Kurzurlauber, Restaurantgäste und Eventbesucher zu den wichtigsten Zielgruppen des Hauses. Persönliche Betreuung, flexible Lösungen und ein hohes Maß an Gastfreundschaft prägen die Arbeit des Teams. Als Certified Green Hotel setzt das ANDERS Hotel Walsrode zudem auf nachhaltiges Wirtschaften und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Weitere Informationen unter: www.hotel-walsrode.de
ANDERS Hotel Walsrode
Gottlieb-Daimler-Straße 11
29664 Walsrode
Telefon: +49 (5161) 607-0
Telefax: +49 (5161) 607-444
https://www.hotel-walsrode.de
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