Geschwindigkeit bleibt die häufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle: 812 der 2.832 Verkehrstoten des Jahres 2025 verunglückten bei Tempounfällen
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Samstag, Aug. 15, 2026
Die häufigste Ursache tödlicher Unfälle ist unverändert das Tempo. Bei 29 Prozent der Verkehrstoten war mindestens eine beteiligte Person zu schnell unterwegs — gemessen an der zulässigen Höchstgeschwindigkeit oder an Straßen- und Witterungsverhältnissen. Geräte, die auf Tempolimits aufmerksam machen, setzen genau dort an; ein Modell mit großem Farbdisplay zeigt den Hinweis optisch.
Tempo wirkt sich nicht gleichmäßig aus. Dieselbe Überschreitung hat auf einer Landstraße andere Folgen als in der Stadt, weil Anhalteweg und Aufprallenergie überproportional zur Geschwindigkeit wachsen.
Wo optische Hinweise ablenken würden, kommen andere Bauformen infrage — solche, die sich ohne Blick auf ein Display bemerkbar machen.
Der höchste Anteil liegt auf der Autobahn, die meisten Toten auf der Landstraße
Zwei Werte aus derselben Erhebung führen leicht in die Irre, wenn man sie einzeln liest. Auf Autobahnen ist der Anteil dieser Opfer mit 42 Prozent am höchsten — in absoluten Zahlen sind es dort 124 Getötete.
Auf Landstraßen liegt der Anteil mit 34 Prozent niedriger, die absolute Zahl mit 532 Getöteten jedoch mehr als viermal so hoch. Innerorts entfallen 16 Prozent und 156 Getötete auf diese Ursache. Wer nach dem größten Hebel sucht, findet ihn damit nicht auf der Autobahn, sondern auf der Landstraße.
„Die Landstraße ist die unauffälligste Gefahrenstelle im ganzen Netz. Sie hat weder das Tempo der Autobahn noch die Dichte der Stadt — und trotzdem sterben dort die meisten Menschen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Mehr Tote bei langfristig sinkender Tendenz
Der Anstieg um 62 Getötete bringt das Jahr 2025 in etwa auf das Niveau von 2023 mit 2.839 Todesopfern. Über einen längeren Zeitraum betrachtet sinken die Zahlen weiterhin; ein einzelner Jahresanstieg kehrt diesen Verlauf nicht um.
Bemerkenswert ist dennoch, dass Unfallzahl und Verletztenzahl gleichzeitig gestiegen sind. Wenn alle drei Werte in dieselbe Richtung zeigen, liegt es näher an der Fahrleistung als an einzelnen Ereignissen.
Was die Unfallstatistik für 2025 ausweist
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ergibt sich folgendes Bild:
Was aus den Zahlen für die eigene Fahrt folgt
Die Unfallstatistik für das laufende Jahr legt das Statistische Bundesamt im Sommer 2027 vor; monatliche Vorabwerte erscheinen fortlaufend.
Für die tägliche Fahrt ist die Landstraßenzahl die praktisch wichtigste: 532 Getötete bei Geschwindigkeitsunfällen, mehr als auf Autobahn und Innerorts zusammen. Dort wirken weder bauliche Trennung noch dichter Verkehr als Bremse — die Anpassung an Kurven, Sicht und Nässe bleibt die einzige verfügbare. Genau dort stört ein Blick zur Seite am meisten, weshalb ein Gerät mit Vibrationsalarm und lautlosem Modus die passendere Bauform ist.
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