Social Innovation Lab: Noch bis Ende August ist das künstlerische Fundbüro „Lost& Found“ in der Bismarckstraße 55 zu Gast.
Breaking News:
Mittwoch, Aug. 19, 2026
Mitten in der Ludwigshafener Fußgängerzone gibt es einen Ort, den viele Bewohner*innen der Innenstadt immer wieder aufsuchen und an dem Passant*innen neugierig stehen bleiben: Das Fundbüro „Lost & Found“. Seit dem 1. Juni ist das künstlerische Projekt der Montag-Stiftung „Kunst und Gesellschaft“ in Kooperation mit dem Social Innovation Lab der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) ein weiterer Anlaufpunkt in der Innenstadt von Ludwigshafen. Ein zum Fundbüro umgebauter Container steht direkt gegenüber den – als offenes Atelier eingerichteten und wohltuend kühlen – Räumlichkeiten des Social Innovation Lab in der Bismarckstraße 55. Eine Apfelschorle und die Möglichkeit zu einem Schwätzchen finden sich hier zuverlässig, vor allem aber das Angebot, erfahrene Verluste mittels verschiedener gestalterischer Ausdrucksformen künstlerisch zu bearbeiten und womöglich eine neue Perspektive darauf zu gewinnen.
Jede Woche bietet ein anderes Künstler*innen-Team – unterstützt vom Projektteam der Montag-Stiftung, zu dem auch Studierende aus dem Studienbereich Soziale Arbeit der HWG LU zählen – hier einen kostenfreien Workshop an. Für Teilnehmer*innen eröffnet sich so die Möglichkeit, verschiedenste künstlerische Strategien kennenzulernen und damit die gestalterische Bearbeitung von persönlichen Erfahrungen des Verlierens, des Suchens und des Findens zu erproben.
Die Besucherschaft besteht aus zufällig vorbeikommenden Passant*innen ebenso wie regelmäßig wiederkehrende Bewohner*innen aus der Nachbarschaft, nicht wenige Teilnehmer*innen kommen aber auch aus anderen Ludwigshafener Stadtteilen oder aus Mannheim gezielt zu ausgewählten Workshops oder besuchen das regelmäßig stattfindende Format der „Freitagsfunde“: Jeden zweiten Freitagabend stellen die aktuell einen Workshop anbietenden Künstler*innen sich und ihre Arbeit im Social Innovation Lab vor und diskutieren ihre Arbeit mit dem Publikum. Der größte Gewinn für die meisten Besucher*innen besteht vor allem im Austausch, in der Möglichkeit zum Perspektivwechsel und in den persönlichen Begegnungen. Und so befindet sich das Social Innovation Lab auf dem besten Weg, zu einem sog. „Dritten Ort“ in der Ludwigshafener Innenstadt zu werden: einem nicht-kommerziellen Ort, der kontinuierlich Raum und Anlass bietet, vorbeizukommen, hereinzuschauen und sich einzulassen auf vertraute oder auch fremde Erfahrungen des Anderen.
Das „Lost& Found“-Projekt läuft noch bis zum 29. August. Wer die Gelegenheit nicht versäumen will und noch an einer künstlerischen Aktion teilnehmen möchte, kann dies bei dem Angebot des Künstler*innen-Duo „Illig&Illig“ tun: Im Gespräch mit Constanze und Norbert Illig (Worms) kann ein persönlicher Verlust in einer Skizze oder einem Satz Ausdruck finden. Dieser wird dann dokumentiert und anschließend in einem vorbereiteten Kokon aus gebranntem Ton versiegelt. Ähnlich wie eine Raupe im Kokon sich in etwas Neues – einen Schmetterling – verwandelt, dient hier der Keramik-Kokon als persönlicher Raum für Erinnerung und Transformation. Die Aktion findet fortlaufend statt am Donnerstag, dem 20.08.2026, Freitag, dem 21.08.2026 und Samstag, dem 22.08.2026 jeweils zwischen 15.00 und 19.00 Uhr.
Abschließender „Freitagsfund“ am 28.08.2026
Am Freitag, dem 28.08.2026 um 18.00, dem Vorabend der feierlichen Schließung des „Lost & Found“-Fundbüros, kommen dann nochmal alle Akteur*innen – Künstler*innen, Vertreter*innen der Kulturarbeit der Stadt Ludwigshafen und das Projektteam inclusive der eingebundenen Studierenden aus dem Studienbereich Soziale Arbeit der HWG LU zum abschließende „Freitagsfund“ im Social Innovation Lab zusammen, um sich auszutauschen: Was war? Was ist? Was bleibt? Auch hier sind Gäste herzlich willkommen.
Veranstaltungsort:
Social Innovation Lab der HWG LU
Bismarckstr. 55
67059 Ludwigshafen
Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Ernst-Boehe-Straße 4-6
67059 Ludwigshafen
Telefon: +49 (621) 5203-0
Telefax: +49 (621) 5203111
http://www.hwg-lu.de
![]()