Zahlungsverhalten kippt: 55 Prozent der Alltagszahlungen liefen 2025 unbar, mobile Verfahren haben sich auf zehn Prozent verdoppelt
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Mittwoch, Aug. 19, 2026
„Eine Mehrheit bei den Transaktionen ist etwas anderes als eine Mehrheit in den Köpfen. Bargeld verliert Anteile und bleibt gleichzeitig das Mittel, zu dem die meisten Menschen zuerst greifen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Nach Umsatz war die Schwelle längst überschritten
Die 55 Prozent beziehen sich auf die Zahl der Vorgänge. Nach Ausgabenhöhe gerechnet entfielen bereits gut drei Viertel — 77 Prozent — auf unbare Mittel.
Der Unterschied erklärt sich aus der Betragshöhe: Bargeld wird für viele kleine Beträge eingesetzt, Karten und Mobilgeräte für wenige große. Wer nur eine der beiden Zahlen kennt, bekommt ein schiefes Bild. Dieselbe Unterscheidung trägt auch bei digitalen Vermögenswerten, wo Anleitungen zum Handel mit Bitcoin-Terminkontrakten zwischen Stückzahl und Volumen trennen.
Was die Studie für 2025 ausweist
Laut der Deutschen Bundesbank ergibt sich folgendes Bild:
Verdoppelt in zwei Jahren — das ist die eigentliche Bewegung
Der Sprung von 49 auf 55 Prozent ist deutlich, aber erwartbar. Bemerkenswerter ist, dass sich die mobilen Bezahlverfahren im selben Zeitraum verdoppelt haben und nun ein Zehntel aller Zahlungen tragen.
Das Kartenzahlen wächst dabei nicht einfach weiter. Es entsteht eine dritte Größe neben Bargeld und Karte, die vor wenigen Jahren statistisch nicht ins Gewicht fiel. Wer digitale Zahlungsmittel beobachtet, findet hier den schnellsten Zuwachs — und die Sicherheitsfragen wandern mit, bis hin zur Aufbewahrung von Zugangsdaten, für die es Lösungen aus Edelstahl für Wiederherstellungsphrasen gibt.
Ein Durchschnitt beschreibt keine Gruppe
Die Bundesbank weist ausdrücklich darauf hin, dass Menschen mit geringerem Einkommen oder geringerer digitaler Kompetenz überdurchschnittlich häufig bar zahlen. Der Gesamtwert von 45 Prozent verdeckt diese Spreizung.
Hinzu kommt die Akzeptanzseite: An Selbstbedienungskassen ohne Bargeldfunktion und im öffentlichen Nahverkehr nimmt die Möglichkeit ab, bar zu zahlen. Ein sinkender Bargeldanteil misst damit nicht nur Vorlieben, sondern auch, was überhaupt noch angeboten wird.
Woran sich die nächste Erhebung messen lässt
Die Studienreihe erscheint in mehrjährigem Abstand; die nächste Ausgabe wird zeigen, ob sich der Abstand zwischen Transaktions- und Umsatzanteil weiter schließt.
Für die Einordnung digitaler Zahlungsmittel bleibt die Doppelbewegung entscheidend. Der Anteil unbarer Vorgänge steigt. Gleichzeitig führen 98 Euro im Portemonnaie und 26 Prozent erklärte Bargeldpräferenz vor Augen, dass eine Mehrheit bei den Transaktionen keine Entscheidung über das Bargeld ist.
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