Wärmepumpen legen im ersten Halbjahr 2026 um 40 Prozent zu: 195.000 Anlagen gingen an den Großhandel und an das Fachhandwerk
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Sonntag, Aug. 23, 2026
Der Zuwachs landet zuerst im Bestand
Ein Gerät im Großhandel ist noch keine Anlage im Haus. Zwischen Absatz und Inbetriebnahme liegen Planung, Anschluss und die Frage, ob die vorhandene Elektroinstallation die zusätzliche Last überhaupt trägt.
Im Bestandsgebäude ist das die aufwendigere Seite des Umbaus. Was dabei zu prüfen ist, zeigt der Blick auf die Besonderheiten der Elektroinstallation im Altbau, von der Zuleitung bis zur Absicherung.
„Vierzig Prozent mehr Wärmepumpen heißen vierzig Prozent mehr Arbeit an Zählerschränken und Zuleitungen. Der Engpass liegt selten am Gerät“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was der Verband ausweist
Nach Angaben des Bundesverbands Wärmepumpe ergibt sich folgendes Bild:
Planungssicherheit wirkt stärker als ein einzelner Zuschuss
Der Verband nennt die verlässliche Fortführung der Förderung als wesentlichen Grund für die Entwicklung. Bemerkenswert daran ist weniger die Höhe als die Dauer.
Eine Heizung wird über Jahrzehnte betrieben und über Monate geplant. Zwischen dem ersten Beratungsgespräch und der Inbetriebnahme liegen in der Regel mehrere Monate, in denen Angebote eingeholt und Termine abgestimmt werden. Wer weiß, dass eine Förderung auch im nächsten Frühjahr besteht, kann den Umbau in die Jahresplanung legen statt ihn vorzuziehen.
Im Mehrfamilienhaus stellt sich die Frage anders
Im Einfamilienhaus betrifft der Umbau eine Partei und einen Zählerschrank. Beim Umstieg im größeren Gebäude kommen Verteilung und gemeinsame Nutzung hinzu. Steigleitungen, Zählerplätze und die Aufteilung der Wärme müssen zusammen betrachtet werden, nicht nacheinander.
Wie sich das ordnen lässt, beschreibt eine Anleitung zur Elektroinstallation im Mehrfamilienhaus Schritt für Schritt.
Woran sich das Gesamtjahr messen lässt
Der Verband legt seine Absatzzahlen regelmäßig vor. Die Halbjahreszahl beschreibt den Weg zum Handwerk, nicht die Zahl der fertigen Anlagen.
Aussagekräftig wird deshalb erst der Vergleich mit den tatsächlichen Inbetriebnahmen. Fallen beide Kurven auseinander, liegt es nicht am Absatz, sondern an der Kapazität, die den Einbau leisten muss.
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