Zauberer der süßen Kunst: 18 neue Konditormeister zeigen ihr vielseitiges Können
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Montag, Aug. 31, 2026
„Die Meisterprüfung im Konditorhandwerk verlangt den Prüflingen ein außergewöhnlich breites Spektrum an Fähigkeiten ab – von der handwerklichen Präzision über gestalterisches Talent bis hin zur betriebswirtschaftlichen Kompetenz", sagt Alexander Dirks, Leiter des Geschäftsbereichs Meisterprüfung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald. „Alle 18 Absolventinnen und Absolventen haben gezeigt, dass sie diesen hohen Anforderungen gewachsen sind."
Buffets als Meisterstücke
In ihren Meisterprüfungsprojekten entwarfen, planten und kalkulierten die Prüflinge bei der praktischen Prüfung ein komplettes Buffet mit Konditorei- und Confiserieprodukten für acht bis zehn Personen zu einem besonderen Anlass. Die Produkte wurden anschließend hergestellt, angerichtet und verkaufsgerecht präsentiert. Der besondere Anlass wurde von den Prüflingen selbst bestimmt. So entstanden individuell gestaltete Gesamtkonzepte, die handwerkliches Können und künstlerische Kreativität verbinden.
Die Hauptelemente jedes Buffets umfassen einen Baumkuchen als Großstück mit anlassbezogener Dekoration, ein Schaustück aus Kuvertüre, Karamell oder Zucker sowie süße oder pikante Fours. Darüber hinaus ergänzen mindestens sechs weitere unterschiedliche Konditorei- und Confiserieprodukte das Gesamtkonzept und berücksichtigen die Bedürfnisse unterschiedlicher Personengruppen. So gilt es auf verschiedene Altersgruppen, aber auch auf diätetische Vorgaben zu achten.
Kreativ und handwerklich perfekt
Die diesjährigen Meisterprüfungsprojekte zeigten die thematische Bandbreite des Konditorhandwerks: Die Prüflinge wählten Motive wie „A Lion King Story – The Circle of Life", „Midsommar", „Bergwelten" oder „Bridgerton" als Anlässe für ihre Buffets. Dabei entstanden aufwendige Schaustücke, wie etwa eine große Löwenkopf-Skulptur aus Schokolade, filigrane Zuckerarbeiten in Form von Blumenkränzen oder detailreiche Berglandschaften mit Gondeln und Tannenbäumen aus Kuvertüre. Ein anderes Buffet inszenierte die Eröffnung eines Cafés mit dem Titel „MJ’s Café & Patisserie" und präsentierte ein elegant abgestimmtes Produktsortiment.
„Was mich immer wieder beeindruckt, ist die Konsequenz, mit der die Absolventinnen und Absolventen ihre jeweiligen Themen umsetzen", erklärt Alexander Dirks. „Vom Schaustück über die einzelnen Gebäcke bis hin zur Dekoration und Beschriftung greift alles ineinander und erzählt eine Geschichte."
Vier Prüfungsteile bis zum Meister
Die Meisterprüfung im zulassungspflichtigen Konditorhandwerk umfasst vier selbständige Prüfungsteile: die Prüfung der meisterhaften Verrichtung der wesentlichen Tätigkeiten (Teil I), die Prüfung der fachtheoretischen Kenntnisse (Teil II), die Prüfung der betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse (Teil III) sowie die Prüfung der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse (Teil IV). Die praktische Prüfung in Teil I erstreckte sich über drei Arbeitstage und wurde durch ein Fachgespräch sowie eine Situationsaufgabe ergänzt.
Die Situationsaufgabe umfasste die Herstellung von drei geeigneten Arbeiten nach Vorgabe des Meisterprüfungsausschusses, darunter Erzeugnisse aus Massen und Teigen, Pralinen, Marzipanarbeiten oder figürliche Schokoladenarbeiten.
Meisterbrief als Qualitätssiegel
Mit dem Meisterbrief erwerben die Absolventinnen und Absolventen die Berechtigung, einen eigenen Konditoreibetrieb zu führen und Lehrlinge auszubilden. „Der Meisterbrief ist weit mehr als ein Prüfungszeugnis. Er ist ein Qualitätsversprechen an die Kundinnen und Kunden und sichert die Zukunft des Konditorhandwerks in unserer Region", sagt Alexander Dirks.
Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald
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