Was ist ein Master aus Bukarest wert? Validato zeigt, wie Schweizer Firmen CEE-Diplome korrekt validieren
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Donnerstag, Sep. 17, 2026
Dank des Bologna-Prozesses mit seinem Bachelor-Master-System ist die Vergleichbarkeit von Abschlüssen grundsätzlich einfacher geworden – der Schein trügt jedoch oft. In vielen CEE-Staaten gab es in den letzten zwei Jahrzehnten einen Boom privater Hochschulen, von denen nicht alle den akademischen Standard erfüllen, den Schweizer Arbeitgeber erwarten. Das Phänomen der „Diploma Mills", also Organisationen, die gegen Geld wertlose Zertifikate ausstellen, ist laut Validato auch innerhalb Europas präsent und keineswegs auf aussereuropäische Länder beschränkt.
ENIC-NARIC ist der offizielle europäische Rahmen zur Anerkennung akademischer Qualifikationen. Eine professionelle Education Verification prüft dabei nicht nur das Papier, das sich leicht fälschen lässt, sondern kontaktiert die ausstellende Institution direkt oder nutzt verifizierte Datenbanken. Ergänzend liefert die Plausibilität der ECTS-Punkte einen schnellen Indikator: Weicht die angegebene Studiendauer stark vom Bologna-Standard ab – etwa ein Master in wenigen Monaten neben einer Vollzeitstelle –, sollten laut Validato die Alarmglocken läuten. „Ein Lebenslauf auf Englisch sieht oft makellos aus, die Originaldokumente sind aber meist in der Landessprache verfasst. Aus einem Fachkurs wird im CV nicht selten wohlwollend ein ‚Specialized Master‘ – maschinelle Übersetzung reicht für eine forensische Prüfung nicht aus", meint André Naef, CEO von Valicato.
Auch die Referenzkultur unterscheidet sich: Die in der Schweiz übliche codierte „Zeugnissprache" existiert in CEE in dieser Form kaum. In Polen und Tschechien etwa sind formale Arbeitsbestätigungen üblich, die nur Zeitraum und Position bestätigen, aber wenig über die Leistung aussagen, weshalb direkte Referenzanrufe bei früheren Vorgesetzten dort verbreiteter sind. Da Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn EU-Mitglieder sind, gilt für solche Anfragen zusätzlich die DSGVO: Die ausdrückliche, dokumentierte Einwilligung der Kandidatin oder des Kandidaten bleibt laut Validato zwingend, unabhängig von der lokalen Praxis.
Für ein strukturiertes Vorgehen empfiehlt Validato eine klare Checkliste: die Akkreditierung der Hochschule über die ENIC-NARIC-Datenbank prüfen, das Diplom auf nachträgliche Bearbeitung kontrollieren, CV-Angaben mit Datenbanken und Arbeitszeugnissen abgleichen und Referenzen ausschliesslich mit expliziter, dokumentierter Einwilligung einholen. Talente aus CEE seien eine Bereicherung für den Schweizer Arbeitsmarkt, so Validato – ihre Qualifikationen müssten jedoch nicht nur sprachlich, sondern auch in ihrer Wertigkeit korrekt „übersetzt" werden, damit aus dem Sourcing ein nachhaltiges Hiring wird.
Validato ist ein führender Anbieter für digitale Background Checks und Human Risk Management mit Sitz in Zürich. Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, Bewerberinnen sowie bestehende Mitarbeitende strukturiert und effizient auf Integrität, Interessenskonflikte und potenzielle Risiken zu prüfen – datenschutzkonform, modular und skalierbar.
Validato ist speziell auf die Anforderungen im DACH-Raum ausgerichtet, verzichtet auf Set-up-Gebühren, Jahresgebühren oder Mindestanzahl an Screenings und lässt sich flexibel in bestehende HR- oder Recruiting-Prozesse integrieren.
Mehr unter: www.validato.com
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