Krummhörn-Greetsiel: Neuer Anlaufpunkt am tiefsten Punkt Deutschlands in Freepsum

Man muss schon genau hinschauen, um die Besonderheit des Ortes zu erkennen: Inmitten der weiten Marschlandschaft liegt bei Freepsum eine der tiefsten Landstellen Deutschlands. 1983 wurden hier 2,30 Meter unter Normalnull gemessen. Ob Freepsum tatsächlich Deutschlands tiefster Punkt ist, ist allerdings umstritten. Die Gemeinde Krummhörn hält an ihrem Anspruch fest und verweist dabei auf eine besondere katastermäßige Definition. Unabhängig davon erzählt die Landschaft rund um das Freepsumer Meer viel über den Umgang der Menschen mit Wasser und Land.

Der tiefste Punkt Deutschlands in Freepsum hat dieser Tage nun ein neues Gesicht bekommen. Wo zuletzt eine in die Jahre gekommene Schutzhütte und beschädigte Informationstafeln das Bild prägten, lädt nun ein neu gestalteter Bereich Besucher zum Verweilen und Informieren ein.

Auf Initiative von Ortsvorsteher Johannes Voss wurde der Platz am tiefsten Punkt in den vergangenen Monaten neu aufgewertet. Die Umsetzung erfolgte durch die Touristik GmbH Krummhörn-Greetsiel in Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Gemeinde Krummhörn.

Im Mittelpunkt der Arbeiten stand der Ersatz der mittlerweile abgängigen Schutzhütte. An ihre Stelle ist eine neue, aus Holz gefertigte Unterstellmöglichkeit getreten, die nicht nur Schutz bietet, sondern sich auch harmonisch in die Landschaft rund um das Freepsumer Meer einfügt. Sitzgelegenheiten laden dazu ein, eine Pause einzulegen und den Blick über die ostfriesische Landschaft schweifen zu lassen.

Auch die Informationstafeln wurden komplett erneuert. Die früheren Tafeln waren seinerzeit dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Die neuen Schautafeln vermitteln nun wieder Wissenswertes über den besonderen Ort und seine Geschichte.

Dabei geht es längst nicht nur um die bekannte geografische Besonderheit. Thematisiert werden unter anderem der tiefste Punkt Deutschlands, der Vogelschutz am Freepsumer Meer, die Siele und Wassermühlen sowie die Geschichte der Freepsumer Meer-Kompanie von 1771. Damit erhalten Besucher einen Einblick in die Entwicklung der Landschaft und in die Bedeutung der Wasserwirtschaft für die Region.

Mit der Neugestaltung ist aus dem eher unscheinbaren Platz wieder ein kleiner touristischer Informationspunkt geworden. Gerade für Radfahrer, Spaziergänger und Ausflügler bietet sich hier die Möglichkeit, einen Zwischenstopp einzulegen und mehr über die Geschichte der Krummhörn zu erfahren.

Der Platz ist damit wieder das, was er sein soll: ein Ort zum Anhalten, Informieren und Verweilen – und ein Stück sichtbar gemachte Geschichte Freepsums.

Touristische Infos zur Krummhörn

Statistische Zahlen für das Jahr 2025:
Gästeankünfte                 155.644                                Übernachtungszahlen   835.913

Gemeinde Krummhörn: 154 qkm, ca. 12.000 Einwohner, 19 Dörfer insgesamt: Fischerdorf: Greetsiel und 18 Warfendörfer: Rysum, Loquard, Campen, Upleward, Hamswehrum, Groothusen, Manslagt, Pilsum, Visquard, Eilsum, Grimersum, Jennelt, Uttum, Pewsum, Woquard, Canum, Freepsum, Woltzeten

Ein Warfendorf ist ein künstlich aufgeschütteter Erdhügel, der dem Schutz vor Sturmfluten diente. An der höchsten Stelle der Warft steht die Kirche und war somit der Zufluchtsort für die Dorfeinwohner bei drohender Gefahr.

Sehenswürdigkeiten: Hafen Greetsiel mit historischer Häuserzeile und großer Krabbenkutterflotte, Zwillingsmühlen in Greetsiel, Mühlen in Rysum und Pewsum, Leuchtturm Campen (höchster Leuchtturm Deutschlands), rot-gelb geringelter Leuchtturm in Pilsum, Manningaburg in Pewsum, Osterburg in Groothusen, UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer, Landwirtschaftsmuseum in Campen u.v.m.

Top-Events 2026: Greetsieler Piratenzauber, Krummhörner Orgelfrühling, Kunsthandwerkermarkt, Greetsieler Woche, Sommer-Konzerte am Koppke, Kutter-Korso-Fahrt, Kinderfest, Weinfest, 12. Krummhörner Kirchturm-Tour, Street Food Festival, Krummhörner Lichtertage, Familien-Drachenfest, Weihnachtsmarkt und Wintermarkt.

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Die Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (TANO) wurde am 24.01.2022 gegründet und nahm Ende 2022 die Arbeit auf. Sie ist die flächendeckende touristische Organisation für Destinationsmanagement und -marketing an der niedersächsischen Nordseeküste. Ihre Gesellschafter sind die sieben Landkreise Ammerland, Aurich, Cuxhaven, Friesland, Leer, Wesermarsch und Wittmund sowie die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven und die Seestadt Bremerhaven.

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