Bundesverdienstorden für Mitglied einer adventistischen Kirchengemeinde in Dresden

Darüber informierte das Bundespräsidialamt in einer Pressemitteilung und die Kirchengemeinde Dresden-Adventhaus auf ihrer Website https://adventhaus-dresden.de/. Die mit dem Verdienstorden ausgezeichneten zwölf Frauen und neun Männer setzen sich in vielfältiger Weise für demokratische Werte, Aussöhnung und internationale Verständigung ein. „Auf ihre je besondere Weise tragen Sie seit langem dazu bei, dass die Demokratie in unserem Land lebendig werden konnte, lebendig ist und lebendig bleibt. Und zwar in allen Teilen unseres Landes“, sagte der Bundespräsident bei der Verleihung. „Diese Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit erinnert uns ja jedes Jahr daran, dass die Einheit in einem Willen zur Freiheit und in einem Aufbruch zur Demokratie in der ehemaligen DDR wurzelt.“

Auszeichnung für Angelina Burdyk

Wie schwierig die erste Zeit in einer neuen Heimat sein kann, weiß Angelina Burdyk aus eigener Erfahrung. Die Chemikerin kam als junge Frau aus Kasachstan nach Deutschland und hat es sich zur Aufgabe gemacht, anderen Zugewanderten bei ihrem Ankommen zu helfen. 2015 hat sie dafür den Verein „Mosaika“ mitgegründet, der vom Deutschkurs bis zu einem offenen Jugendtreff und Kinderchor Orte der Begegnung schafft. 2022 initiierte sie zudem den Verein „Neue Nachbarn“, der den Neuankömmlingen auf ganz praktische Art hilft, sei es bei der Wohnungssuche oder bei Behördengängen. Innerhalb des Vereins entstand auch das „Ukrainische Selbsthilfezentrum“. Bei ihrer ehrenamtlichen Vereinsarbeit ist es Angelina Burdyks Hauptanliegen, das Miteinander zu stärken und den Austausch zu fördern – zwischen Zugezogenen, Geflüchteten sowie Alteingesessenen. Denn eine gute Nachbarschaft fördert die Potenziale von allen, so das Bundespräsidialamt.

Weitere Ordensträger

Unter den diesjährigen Ordensträgern befinden sich auch bekannte Persönlichkeiten wie der Musiker Till Brönner, die ARD-Journalistin Annette Dittert, der Publizist Navid Kermani, die Sängerin Nana Mouskouri, der Politikwissenschaftler Herfried Münkler, der Politiker Ruprecht Polenz und die Politikerin und Publizistin Marina Weisband.

Weitere Informationen über die ausgezeichneten Personen und die vollständige Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gibt es im Internet unter www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Frank-Walter-Steinmeier/2026/10/261005-OV-TdDE.html?nn=291252

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