Anlass des Festivals waren der 225. Geburtstag und der 175. Todestag Albert Lortzings. Vom 18. April bis zum 3. Mai 2026 rückte die Oper Leipzig den Komponisten, Sänger, Schauspieler, Dirigenten, Regisseur und Theaterpraktiker in den Mittelpunkt, der prägende Jahre in Leipzig verbrachte und mit der Stadt in besonderer Weise verbunden ist. Insgesamt erlebten 6.361 Menschen die Vorstellungen bzw. Verkaufsveranstaltungen des Festivals. Einschließlich aller weiteren Angebote wie Rahmenprogramm, Tag der offenen Tür, Open Stage, Symposium, Audio Walk, Ausstellungen, Vermittlungsangeboten und Kooperationsveranstaltungen erreichte »Lortzing 26« insgesamt 16.468 Besucherinnen und Besucher.
Tobias Wolff, Intendant der Oper Leipzig, ist glücklich über den Erfolg des Festivals: »Wir wollten ein Festival für Leipzig. Wir wollten den Allroundkünstler Lortzing wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Und wir wollten sein Werk wieder zur Diskussion stellen. All das ist gelungen. ›Lortzing 26‹ hat eine der vielleicht größten Stärken der Musikstadt Leipzig gezeigt: ihre Vielfalt in lebendiger Erinnerung, in der auch die eigene Theatergeschichte ernst zu nehmen und neu zu befragen ist.«
Ein Festival für die Stadtgesellschaft
Das Festival war bewusst als Festival für die Stadt und die Stadtgesellschaft angelegt. Neben Oper Leipzig und Musikalischer Komödie waren zahlreiche Partnerinnen und Partner in und um Leipzig beteiligt, darunter das Internationale Festival für Vokalmusik »a cappella«, die Universität Leipzig, das Mendelssohn-Haus, das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig, der Haynaer Strandverein und das Kindermuseum UNIKATUM sowie weitere Kultur- und Bildungseinrichtungen. Veranstaltungen fanden nicht nur in den Spielstätten der Oper Leipzig statt, sondern an unterschiedlichen Orten in der Stadt.
Auch medial stieß »Lortzing 26« auf eine große Resonanz. Zahlreiche Medienvertreterinnen und Medienvertreter aus Deutschland und Europa begleiteten das Festival mit Berichten, Kritiken, Radiobeiträgen und Einordnungen. Die Berichterstattung reicht von regionalen und überregionalen Tageszeitungen über öffentlich-rechtlichen Rundfunk bis zu Fachmedien und internationalen Stimmen.
Eine besondere Freude war für die Oper Leipzig die Anwesenheit von Mitgliedern der Familie Lortzing, die aus der ganzen Welt angereist waren, mehrere Veranstaltungen des Festivals besuchten und die Wiederbegegnung mit Werk und Biografie Albert Lortzings in Leipzig begleiteten.
Mit den Neuproduktionen von »Der Waffenschmied« in der Musikalischen Komödie und »Regina« im Opernhaus zeigte das Festival zwei sehr unterschiedliche Seiten von Lortzings Musiktheater: die komische Spieloper zwischen Handwerk, Liebesintrige, sozialer Beobachtung und utopischem Wunschbild sowie die politisch aufgeladene Revolutionsoper unter dem Eindruck des Jahres 1848. Ergänzt wurden die Premieren durch Repertoirevorstellungen, Konzerte, Lesungen, wissenschaftliche Beiträge, Vermittlungsformate und Veranstaltungen im Stadtraum.
Die Oper Leipzig dankt allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, den Ensembles der Oper Leipzig und der Musikalischen Komödie, dem Gewandhausorchester, allen Mitarbeitenden vor und hinter den Kulissen sowie allen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern des Festivals.
Kennzahlen »Lortzing 26«
Festivalzeitraum 18. April bis 3. Mai 2026
26 Veranstaltungen
Gesamtbesuch inklusive Rahmenprogramm: 16.468 Besucherinnen und Besucher
Besuch in den Vorstellungen und Verkaufsveranstaltungen allein: 6.361 Besucherinnen und Besucher
Auslastung in den Vorstellungen: 71 %
Auftakt Tag der Offenen Tür allein: 8.200 Besucherinnen und Besucher
Herkunftsländer der Kartenkaufenden:
- Deutschland
- Frankreich
- Großbritannien
- Italien
- Spanien
- Polen
- Tschechien
- Norwegen
- Österreich
- Schweiz
- USA
Beteiligte Spielstätten und Orte in Leipzig:
- Opernhaus
- Musikalische Komödie
- Mendelssohn-Haus
- Universität Leipzig
- Augustusplatz und Open Stage auf der Freitreppe
- Schillerhaus
- weitere Orte im Stadtraum durch Audio Walk und Stadt-Ralley UNIKATUM
Netzwerk- und Kooperationspartnerinnen und -partner
- Internationales Festival für Vokalmusik »a cappella«
- Amarcord
- Kindermuseum UNIKATUM
- Universität Leipzig, Musikwissenschaftliches Institut
- Mendelssohn-Haus
- Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
- Haynaer Strandverein e. V.
- Max-Klinger-Chor
- Thomas-Schulchor
- Grünauer Frauenchor
- Elternchor Gymnasium Borsdorf
- Tonart Leipzig e. V.
- Juventis Jugendchor Celle
- Auerbachs Keller
- Catering Sebastian Nehls und Konditorei kuchenexpress24.de
Pressestimmen zu »Lortzing 26«
»Leipzig hält Lortzings Bühnenwerke bis heute in Ehren…und macht vor, wie man unseren vielseitigsten Tonsetzer ehrt.«
Volker Tarnow, Berliner Morgenpost 16.04.2026
»Die Leipziger Oper stellt Albert Lortzing mit einem eigenen Festival als eminent politischen Künstler vor.«
Über REGINA: »Ein Stück von brennender Zeitgenossenschaft«
Zum WAFFENSCHMIED: »Ein hinreißend komischer Abend…, getragen von Lortzings sprühender Wort-, Ton- und Formkunst.«
Clemens Haustein, Frankfurter Allgemeine Zeitung 29.04 2026
»Der wichtigste ‚Regina‘-Rezeptionsmeilenstein seit der Inszenierung von Peter Konwitschny…«
Roland H. Dippel, nmz 26.04.2026/ Deutsche Bühne 27.04 2026
»Im Gegensatz zu Beethoven vermeidet Lortzing kämpferische Attitüden. Seine Musik perlt süffig und geschmeidig, die Partitur erinnert eher an Mozart oder Offenbach. Michael Nündel am Pult des Orchesters der Musikalischen Komödie nuanciert das Kolorit exakt, betont den leichtfüßigen Klang, befreit die turbulente Spieloper gleichermaßen vom Biedermeier-Mief und Klamotten-Zuschnitt und fügt sich damit mit Finesse ins Konzept.«
Jürgen Rickert, Orpheus Magazin 27.04 2026
»Man möchte sich die Augen reiben: Was für ein tolles Stück! Das hat auch mit der durchwegs kompetenten Besetzung zu tun…«
Sabine Busch-Frank, Opern.News Wien 26.04.2026
»Die Stücke sind klasse. Das ist richtig schöne Musik. Man muss Gespür dafür haben, vor allem als Dirigent. Und der Schlüssel wie so häufig ist: Regisseure müssen dem Charme, dem Witz und dem Tempo dieser Opern vertrauen.«
Uwe Friedrich, Deutschlandfunk Kultur 24.04. 2026
»…der kräftig mit vehementen Bläserfanfaren zupackende Constantin Trinks und das überaus animierte Gewandhausorchester machen deutlich, was für ein Furor in diesem Komponisten steckt, wie leidenschaftlich auch er Chöre auftrumpfen lassen konnte, wie er der durchkomponierten Form zustrebt. Was da wohl noch gekommen wäre, hätte er länger essen und leben dürfen? «
Manuel Brug, DIE WELT 27.04. 2026
»…alles andere als Eskapismus!… Denn der vielseitige Künstler zwischen Bühne, Pult und Komponierstube ist weit mehr als ein Kleinmeister der biedermeierlichen Niedlichkeit.«
Christian Schmidt, Freie Presse 27.04.2026
»Musikalisch gerät ‚Regina‘ zum vollen Erfolg. Das Gewandhausorchester unter Constantin Trinks entfaltet eine dynamisch geölte, fast maschinenhafte Klanghitze, während der Opernchor das Publikum mit erschütternder Wucht in die Sitze presst. «
Patrick Erb concerti 28.04.2026
Weitere Veröffentlichungen erschienen/ erscheinen im britischen Magazin opera, auf concerto.net Frankreich, in Scherzo Madrid, L’opera Mailand, Opera Journal Tschechien, Opernwelt, MDR, BR, LVZ…
Die Oper Leipzig steht in der Tradition von über 330 Jahren Musiktheater in Leipzig: 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl als drittes bürgerliches Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg eröffnet. Seit 1840 spielt das weltweit renommierte Gewandhausorchester zu allen Vorstellungen der Oper und des Leipziger Balletts. Neben dem heutigen, 1960 erbauten Opernhaus am Augustusplatz gehört die Musikalische Komödie im Stadtteil Lindenau zur Oper Leipzig, eine Spezialspielstätte für Operette und Musical mit eigenen Ensembles. Der mit über 720 Beschäftigten größte kulturelle Eigenbetrieb der Stadt umfasst insgesamt fünf ihn tragende Säulen: Oper, Musikalische Komödie, Leipziger Ballett, die Sparte der Jungen Oper und Vermittlung 360° und das Handwerk der Kostüm- und Theaterwerkstätten, die für sämtliche städtischen Bühnen produzieren. oper-leipzig.de
Oper Leipzig
Augustusplatz 12
04109 Leipzig
Telefon: +49 (341) 1261-0
Telefax: +49 (341) 1261-300
http://www.oper-leipzig.de
Pressesprecherin der Oper Leipzig
Telefon: +49 (341) 1261-266
Fax: +49 (341) 1261-384
E-Mail: kienemund@oper-leipzig.de
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