Kerstin Fischer gelingt mit „Simons Linien“ (ISBN 978-3-95716-393-6) ein eindrucksvolles Porträt eines jungen Mannes, der zwischen Verlusten, Liebe und der Anonymität der Großstadt nach seiner Identität sucht. Der Roman ist ein bewegendes Werk über Scheitern, Hoffnung und die Sehnsucht nach einem Neubeginn.
Simons Jugend ist geprägt von der Krankheit seiner Mutter, einer gescheiterten Liebe und dem Abbruch seines Abiturs. Seine Freizeit verbringt er mit dem Zeichnen mit Bleistift. Als er auf den jüdischen Künstler Arthur Eulen trifft, wird dieses für ihn zum Mentor, Vorbild und zur Inspirationsquelle. Beide verbindet die Leidenschaft zur Kunst. Für Simon war das Zeichnen mit Bleistift schon immer ein Ausdruck seiner Träume, inneren Konflikte und eine Zuflucht. Gemeinsam mit Arthur wagte er seine erste Ausstellung als Bleistiftkünstler, doch die ersehnte Anerkennung bleibt aus. Er arbeitet in einem Kiosk, wo er die junge Frau Kaja kennenlernt und findet Ablenkung im gemeinsamen Rausch mit seinen Freunden. Simon träumt davon, mit seiner Kunst seinen Lebensunterhalt zu verdienen und einmal Indien zu bereisen. Er verliebt sich in Kaja, deren Lebensfreude Simon Hoffnung gibt. Doch Kaja trägt ein schweres Schicksal – sie ist an Krebs erkrankt. Nach ihrem Tod verliert Simon zunehmend den Halt. Die wiederholten Suizidversuche seiner Mutter und die Erkenntnis, dass sein biologischer Vater Roma war, werfen ihn aus der Bahn.
Simon wagt den Neuanfang in einer Großstadt. Anfangs findet er in einer Wohngemeinschaft und einem Job in einer Kantine Halt. Doch auch das zerbricht, und Simon verliert alles: seinen Job, sein Zuhause und jegliche Sicherheit. Er landet auf der Straße und macht sie zu seinem neuen „Indien“ – einem Ort der Freiheit, aber auch der Einsamkeit und des Kampfes.
Ob sich ein Lebenstraum erfüllt oder nicht, hängt nicht allein vom Charakter der Person ab. Wichtiger noch erscheinen die persönliche Freiheit und die gesellschaftlichen Zwänge, in die ein Leben eingefügt ist. In diesem magischen Dreieck bewegt sich der Roman „Leben ohne Maske“ (ISBN 978-3-95716-328-8). Knut Wagner verarbeitet darin auf 640 Seiten sein eigenes Erleben in der DDR.
Sein Lebenstraum war die Bühne, das Theater. Ein Lehrerstudium hatte ihn auf Umwegen einst zu seinem Ziel, zur Erfüllung seines Lebenswunsches gebracht, zum Theater Meiningen, wo er in den zwei Jahren vor dem Mauerfall als Schauspielintendant wirkte. Jahre, in denen es bereits gärte, in denen gesellschaftliche Spannungen aufbrachen, ohne dass das Ende der Entwicklung vorauszuahnen war.
So fließen Wagners eigene Erinnerungen in seine Romanfigur Wolfgang Bruckner, den es nach dem Lehrerstudium in Jena und dem vergeblichen Versuch, am Theater zu landen, in die tiefste Provinz Thüringens verschlägt. Er kann sich nicht einleben, wo seine Frau zu Hause ist, und er bringt kein Verständnis für die Ansichten seines Schwiegervaters auf, der in den dörflichen Traditionen und Gepflogenheiten fest verwurzelt ist. Dennoch geschieht Unerwartetes: Obwohl Wolfgang seinem Lehrersein nur widerwillig nachgeht, macht er beruflich Karriere. Obwohl er große Angst vor Hunden hat, richtet er Doggen ab. Und August Stillmark, der Werkzeugmacher und Kirmestrompeter, wird mit 56 Jahren Trompetenlehrer an der Musikschule.
Nach dem Tod seines Schwiegervaters entscheidet sich Wolfgang, seiner Berufung zu folgen: Ihm gelingt sogar der Sprung ans Theater, an das renommierte Haus in Meiningen. Aber seine Revue bleibt unaufgeführt. Statt Revue Revolution: In die Herbstereignisse 1989 hineingezogen, kämpft Wolfgang Bruckner für Presse- und Meinungsfreiheit.
In ihrem Roman „Gestrandet in Weimar“ (ISBN 978-3-95716-211-3) verarbeitet Doris Vogt-Köhler viele authentische autobiografische Erfahrungen und Beobachtungen. Sie fordert die Leser heraus, sich an ihre eigenen Schulerfahrungen zu erinnern, in einem Klassenraum zu sitzen und auf dem Schulhof herumzutollen. Und dabei die Perspektive der Lehrerin einzunehmen, die sich in die Ecke gestellt fühlt wie ein Torso. Mal sarkastisch, mal ratlos, mal verzweifelt ringt Lehrerin Elvira Jung um die Aufmerksamkeit ihrer Schüler. Ihr Idealismus rennt an gegen emotionale Eisblöcke bei den Kindern, Eltern und im Lehrer-Kollegium. Träge und unwillig, verletzlich und verschlossen, einfach rätselhaft sind die Teenager. Aber auch bei den Eltern tun sich Abgründe des Zwischenmenschlichen auf. Zwischen allen Akteuren des Romans spielen sich Machtkämpfe ab. In den Szenen wechseln sich hoffnungsvolle Augenblicke des Gelingens ab mit solchen der Nichtachtung, Respektlosigkeit und tragische Momente bis hin zum Selbstmord.
Doris Vogt-Köhler wurde 1943 in Brotterode in Thüringen geboren. Nach dem Abitur 1962 studierte sie am Institut für Lehrerbildung in Weimar und absolvierte anschließend an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein Zusatzstudium für das Lehramt an Hilfsschulen und an Schulen in Heimen für schwererziehbare Kinder. In einem weiteren Buch „Zeit – Form – Leben“ (ISBN 978-3-95716-382-0) widmet sie sich der Biografie des Bildhauers Erich Schmidtbochum.
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Unser Verlagsprogramm umfasst viele Genres: Romane, Erzählungen, Krimis, Biografien, Ratgeber, Sachbücher, Reiseliteratur, Lyrik und Geschenkbücher.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden „Wahre Geschichten aus Leidenschaft geschrieben”. Hier schildern Menschen authentisch ihre Erfahrungen mit dem Geschäft der Ausbeutung der Gefühle europäischer Frauen und Männer in einigen islamischen Ländern (Bezness). Außerdem finden sich hier ungeschönte, persönliche Berichte über soziale Konflikte, Gewalterfahrung und sexuellen Missbrauch.
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