Angebliche Pelzankäufer sind auf Gold aus

Sehr massiv sind in jüngster Zeit wieder Ankaufaktionen im Vogelsbergkreis beworben worden. Landrat Dr. Jens Mischak und die Gewerbeabteilung der Kreisverwaltung warnen indes vor solchen Geschäften und mahnen in einer Pressemitteilung zur Vorsicht: „Diese angeblichen Pelzkäufer sind auf Gold aus.“

In verschiedenen Kommunen hätten Personen, die allesamt nicht aus der Region stammen, Ladenlokale angemietet und im Gewerbeamt den „Ankauf von Pelzen, Lederjacken, Antiquitäten, und vieles mehr“ angemeldet. „Hier wird ausdrücklich nicht mit dem Ankauf von Schmuck und Edelmetallen geworben. Diese Gegenstände werden erst bei Anbahnungsgesprächen von den Verkäufern nachgefragt beziehungsweise als Bedingung für den Ankauf von Pelzen, Teppichen oder anderen alten Gegenständen verlangt“, warnt die Gewerbeabteilung der Kreisverwaltung. Zudem versuchten diese Gewerbetreibenden über diesen Weg eine notwendige Zuverlässigkeitsprüfung durch die Behörden zu umgehen.

Im nächsten Schritt würden dann große Annoncen geschaltet oder entsprechende Flyer verteilt. So seien auch aktuell wieder Flyer mit einer sechs-tägigen Ankaufaktion in den Zeitungen erschienen, „die Spitzenpreise suggerieren, die es in der Realität dann nicht gibt“, so das Fachamt.

Eine andere gängige Masche seien sogenannte Informationsstände einzelner Gewerbetreibender, die tageweise in den Eingangsbereichen von Supermärkten stehen, um hier angebliche Werbung für ihre Geschäftsbetriebe, die sich woanders befinden, zu machen. Dort könne der Kunde angeblich dann ebenfalls zu Spitzenpreisen seine gebrauchten Pelze, Antiquitäten und Teppiche in Zahlung geben. „Aber Vorsicht, auch mit dieser Masche sollen die Kunden lediglich gelockt werden, um eventuell vorhandenen Schmuck und Edelmetalle zum Verkauf mitzubringen“, heißt es in der Pressemitteilung des Landkreises.

Die dritte Masche: Gewerbetreibenden böten nach dem Muster der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ an Ständen bei Supermärkten an, wertvolle Gegenstände zu bewerten, um diese für ihre „Ausstellungen“ anzukaufen. Auch hier werde die Bewertung bevorzugt bei den Kunden zu Hause vorgenommen, um keine Wahl für eine andere Bewertung zuzulassen und um behördliche oder polizeiliche Kontrollen zu vermeiden.

Landrat Dr. Mischak warnt die Bevölkerung, denn die Ankäufer seien nicht wirklich an Pelzen oder anderen gebrauchten Gegenständen interessiert, sondern bevorzugt an Gold und Silber. Sie besuchten Leute, die einen Pelz abzugeben haben, zu Hause und ließen sich dort Schmuck und Gold oder andere Edelmetalle zeigen. „Hier bestehen erhebliche Überrumpelungsgefahren, insbesondere für ältere Menschen. Es kann nämlich nicht davon ausgegangen werden, dass eine ordnungsgemäße Bewertung der Gegenstände durch die dubiosen Ankäufer erfolgt, sondern viel zu niedrige Preise gezahlt werden. Die Kunden haben keine Chance, eine zweite Bewertung bei einem seriöseren Ankäufer vornehmen zu lassen“, so Dr. Mischak. Solche Besuche sollte man nicht zulassen, zudem sollte man kein Gold oder Schmuck zur Ansicht mitgeben.

Sollte doch Kontakt zu den zweifelhaften Aufkäufern bestehen, sollte man sofort auf Zahlung des Kaupreises in bar bestehen und sich auch den Ausweis der Person zeigen lassen, damit sich das Geschäft auch hinterher noch nachvollziehen lässt. Auf jeden Fall sollte man sich eine Ankaufquittung mit dem Namen und Adresse des Käufers ausstellen lassen.

Die Kreisverwaltung empfiehlt, immer mehrere Angebote einzuholen, wenn man alten Schmuck, Silber, Bruch- oder Münzgold verkaufen will. Wer Zweifel an der Seriosität der Ankäufer hat, kann sich an die Gewerbeabteilung des Vogelsbergkreises unter der E-Mail-Adresse gewerbeamt@vogelsbergkreis.de sowie telefonisch unter 06641/9770 oder in dringenden Fällen an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de wenden.

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