Gold für den Breitensport: Junge Menschen knüpfen Olympia und Paralympics an klare Erwartungen

Die Zustimmung junger Menschen zu einer deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ist deutlich, gleichzeitig verbinden sie damit klare Erwartungen an nachhaltige Verbesserungen für den Kinder- und Jugendsport. Das zeigen aktuelle Ergebnisse des „Jugendchecks“ der Deutschen Sportjugend (dsj). 

Sowohl in der bevölkerungsrepräsentativen Befragung der 16- bis 26-Jährigen als auch innerhalb der dsj-Community spricht sich eine klare Mehrheit für eine Bewerbung Deutschlands aus. Während in der Gesamtbevölkerung 74 Prozent zustimmen, liegt die Zustimmung in der dsj-Community sogar bei 90 Prozent. 

Besonders deutlich wird: Junge Menschen erwarten von Olympischen und Paralympischen Spielen konkrete Investitionen in den Sport an der Basis. Die wichtigste Hoffnung ist eine Verbesserung der lokalen Sportangebote – in der dsj-Community sehen das sogar 75 Prozent der Befragten so. „Sport vor Ort" ist der Top-Mehrwerthebel für Olympische & Paralympische Spiele in Deutschland. Gleichzeitig ist die Bereitschaft groß, sich selbst einzubringen. Die dsj-Community ist das größte Volunteer-Reservoir während der Olympischen und Paralympischen Spiele: 81 Prozent können sich ehrenamtliches Engagement im Rahmen der Spiele vorstellen. 

„Die Ergebnisse bestätigen unseren Auftrag als Deutsche Sportjugend. Junge Menschen wollen Sportereignisse wie Olympia und Paralympics, aber nur, wenn sie konsequent mit einer Stärkung des Kinder- und Jugendsports vor Ort verbunden werden. Das fordern wir in unserer Resolution – und die Jugend bestätigt es: Eine Bewerbung muss im Alltag junger Menschen wirken, d. h. es muss sichtbare Verbesserungen für Bewegung-, Teilhabe und Sportangebote geben“, erklärt Kiki Hasenpusch, Vorstandsmitglied der dsj.

Die Ergebnisse unterstreichen die zentralen Forderungen der dsj-Resolution „Sport und Bewegung für alle Kinder und Jugendlichen“. Denn junge Menschen verbinden sportliche Großereignisse nicht nur mit Spitzensport, sondern mit besseren Bedingungen für Bewegung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. 

Zustimmung allein reicht nicht aus: Junge Menschen erwarten echte Mitbestimmung statt symbolischer Beteiligung. Viele Befragte wünschen sich mehr Transparenz über die Inhalte und Ziele einer möglichen Bewerbung sowie verständlichere Informationen zu den konkreten Auswirkungen für ihre Lebensrealität vor Ort. Selbst innerhalb der dsj-Community kennt nur jede*r Zweite die Konzepte der Olympiabewerber gut oder grob. Ein klares Signal, junge Menschen, Jugendorganisationen und die Landessportjugenden frühzeitiger und systematischer einzubeziehen. 

Auch die Paralympics sind bislang deutlich zu wenig sichtbar. Die Ergebnisse zeigen, dass es mehr Aufklärungs- und Kommunikationsarbeit braucht, um die Bedeutung des paralympischen Sports für Inklusion, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Eine Bewerbung kann nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn Olympische und Paralympische Spiele gemeinsam gedacht, kommuniziert und gestaltet werden. 

Vom 11. März bis 20. April 2026 wurden 1.235 Personen im Alter von 14-26 Jahren mittels einer Online-Marktforschung von der Agentur One8y und 407 Personen aus der dsj-Community im Alter von 14 bis 26 Jahren, die über dsj-Kommunikationskanäle kontaktiert wurden, befragt.

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