„NIS-2 ist kein Bremsklotz, es ist der Sicherheitshelm für Ihre IT”
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Freitag, Mai 29, 2026
Herr Angenheister, viele IT-Leiter stöhnen aktuell über NIS-2. Noch eine Richtlinie, noch mehr Aufwand. Ist das berechtigt?
Ich verstehe die Reaktion gut. Sie erinnert mich an die Einführung der Helmpflicht beim Mofa fahren. Das war nämlich genau in meiner Jugend und zu meiner Mofazeit. Damals hieß es: unbequem, überflüssig, Bevormundung.
Heute wissen wir: Der Helm rettet Leben.
Inzwischen fahre ich Motorrad und ich kann dazu nur sagen, ich fahre nie ohne Schutzkleidung, wenn ich Motorradfahren gehe.
Und genau so sollte man NIS-2 betrachten. Am Anfang wirkt es wie Bürokratie, ist unbequem und vielleicht fühlt es sich nach Bevormundung und überflüssig an. In Wahrheit ist es ein Rahmen, der Unternehmen dazu zwingt, sich ernsthaft mit ihrer eigenen Widerstandsfähigkeit (Cyber Resilienz) auseinanderzusetzen.
Nicht als Selbstzweck, sondern um den eigenen Betrieb zu schützen und für die Zukunft aufzustellen.
Das klingt fast ungewohnt positiv. Wo liegt denn konkret der Nutzen für Unternehmen?
Der zentrale Effekt von NIS-2 liegt in der strukturierten Steuerung von Cybersicherheitsrisiken. Unternehmen sind verpflichtet, Risiken systematisch zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen umzusetzen, um Störungen der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit ihrer Systeme zu vermeiden bzw. deren Auswirkungen zu minimieren.
Das zwingt Unternehmen dazu, grundlegende Fragen belastbar zu beantworten, etwa:
Der konkrete Nutzen ergibt sich daraus direkt auf betrieblicher Ebene:
Sie sprechen IBM-Systeme an. Was bedeutet NIS-2 konkret für IBM Systeme und Infrastrukturen?
Viele denken, dass gerade IBM Systeme besonders sicher und „unangreifbar sind. Das stimmt technisch oft, aber NIS-2 geht deutlich weiter.
Es geht nicht nur um das System selbst, sondern um das Gesamtbild:
Die eigentliche Herausforderung liegt also weniger im einzelnen System, sondern in der Integration in eine ganzheitliche Sicherheitsarchitektur.
Viele Unternehmen empfinden genau diese Komplexität als größte Hürde.
Absolut! Und genau darin liegt gleichzeitig die Chance.
Unternehmen, die ihre IT-Landschaft sauber strukturieren:
Sicherheit wird dadurch vom „Feuerlöscher-Prinzip“ zu einem echten Steuerungsinstrument.
Gerade bei hybriden Architekturen, bei IBM-Systemen kombiniert mit Cloud, Microsoft 365 oder externen Services ist das ein echter Wettbewerbsvorteil.
Ein zentraler Punkt der Richtlinie sind Schulungen. Warum wird dem so viel Gewicht gegeben?
Weil Technik allein nicht reicht. Die meisten Sicherheitsvorfälle entstehen nicht durch fehlende Firewalls, sondern durch Fehlverhalten oder Fehleinschätzungen.
NIS-2 adressiert das sehr klar:
Konkret geht es um Themen wie:
Cybersicherheit ist damit keine reine IT-Aufgabe mehr, sondern eine Führungs- und Verhaltensfrage.
Sie haben die Geschäftsführung angesprochen, wie stark ist diese wirklich betroffen?
Sehr stark. NIS-2 lässt sich nicht delegieren.
Die Verantwortung liegt klar auf Management-Ebene:
Das ist ungewohnt, aber sinnvoll. Denn nur wenn das Thema oben verankert ist, bekommt es die notwendige Priorität im Unternehmen.
Viele sehen vor allem Kosten. Wann rechnet sich das Ganze?
Die bessere Frage ist: Wann rechnet sich die „Sicherheitskleidung“?
NIS-2 hilft konkret dabei:
Ein ungeplanter Stillstand einer IBM-basierten Produktions- oder ERP-Umgebung kann schnell sechs- oder siebenstellige Kosten verursachen.
Dagegen sind strukturierte Sicherheitsmaßnahmen eine sehr überschaubare Investition.
Was beobachten Sie aktuell bei Ihren Kunden?
Zwei Extreme:
Beides ist nicht zielführend.
Der richtige Weg liegt dazwischen: strukturiert, pragmatisch, priorisiert.
Und genau da setzen wir an.
Wie unterstützen Sie konkret?
Der eigentliche Nutzen von NIS-2 liegt darin, Cybersicherheit endlich strukturiert und steuerbar zu machen. Unternehmen müssen Risiken systematisch bewerten und beantworten zentrale Fragen: Welche Systeme sind geschäftskritisch? Welche Abhängigkeiten bestehen, auch in der Lieferkette? Und welche Auswirkungen hätte ein Sicherheitsvorfall auf den Betrieb?
NIS-2 zwingt dazu, genau diese Themen belastbar zu klären und liefert damit auch die Grundlage, um IT-Sicherheit intern auf Management-Ebene richtig zu adressieren.
Wie wir unterstützen:
Wir verbinden über 20 Jahre IT-Erfahrung, insbesondere im Umfeld geschäftskritischer IBM-Systeme, mit einer praxisnahen NIS-2-Umsetzung für den Mittelstand. Dabei gehen wir bewusst über Theorie hinaus:
Unser Fokus: Ganzheitliche Cyber-Resilienz
Das Ziel ist klar: Nicht nur NIS-2 erfüllen, sondern eine IT aufbauen, die auch im Ernstfall stabil und handlungsfähig bleibt.
Zum Abschluss: Ihr wichtigster Rat an IT-Leiter und Entscheider?
Sehen Sie NIS-2 nicht als Pflicht, sondern als Chance.
Oder anders gesagt:
Der Helm ist kein Hindernis.
Er sorgt dafür, dass Sie überhaupt sicher Vollgas geben können.
Herzlichen Dank Herr Angenheister!
BLUE Consult – Die Architekten für Ihr digitales Business
Seit über 20 Jahren begleiten wir Unternehmen in anspruchsvollen IT-Fragen – nicht als reiner Dienstleister, sondern als verlässlicher Partner auf Augenhöhe.
Unsere Kunden entscheiden sich immer wieder für uns, weil sie nicht nur unsere Expertise schätzen, sondern vor allem die Menschen dahinter: persönlich, verbindlich, vorausschauend. Dabei sind unsere Fokusthemen: Cloud Services, Managed Services und Professional Services
Unsere Cloud-Strategie:
Vom flexiblen Hybrid- oder Multi-Cloud-Szenario bis zur vollständig souveränen Cloud – wir bieten Lösungen, die maximale Kontrolle, Unabhängigkeit von Hyperscalern und höchste Sicherheit garantieren.
Unsere Managed Services:
Erst durch Monitoring, Backup und gezielte Maßnahmen zur Cyber-Resilienz entsteht eine stabile, performante und geschützte IT-Umgebung.
Unsere Professional Services:
Erfahrene Consultants analysieren Ihre Strukturen, optimieren Ihre Strategien und entwickeln Lösungen, die technologisch wie wirtschaftlich überzeugen.
BLUE Consult GmbH
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