Das Konzept, das am Mittwoch im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss vorgestellt und über das in der nächsten Kreistagssitzung final entschieden werden soll, sieht grundlegende Neuerungen vor. „Denn mit dem Konzept machen wir die vier Wehren vor Ort flexibler. Damit stärken wir nicht nur die vier einzelnen Wehren, sondern im Verbund auch den überörtlichen Brand- und Katastrophenschutz“, unterstreicht der Landrat. Neben Wechselladerfahrzeugen erhalten die vier Feuerwehrstandorte und das Katastrophenschutzzentrum des Kreises in Alsfeld nämlich auch zusätzliche Ausrüstung in Form von spezialisierten Abrollbehältern. „Diese sind genau auf verschiedene Einsatzlagen angepasst und etwa mit Ausrüstung für den Atemschutz, Gefahrguteinsätze, für Massenanfälle von Verletzten, Vegetationsbrände oder Hochwasserlagen ausgerüstet“, sagt Landrat Dr. Mischak. Und die Einsatzmöglichkeiten reichen noch weiter: „Denn wir sprechen dabei auch über schon befüllte Sandsäcke, Tanks mit bis zu 10.000 Litern Wasser sowie Hygiene- oder Betreuungsausstattung für Großeinsatzlagen“, ergänzt Kreisbrandinspektor Büttner. Dabei soll letztendlich ein Trägerfahrzeug bis zu vier klassische Feuerwehrfahrzeuge mit Festaufbau ersetzen. „Wir können so die Beladung speziell an das Einsatzszenario und die örtlichen Begebenheiten anpassen. Und beispielsweise bei einem größeren Vegetationsbrand die Einheiten der weiteren Standorte hinzuziehen, um in der Löschwasserlogistik zu unterstützen“, ergänzt Kreisbrandmeister Tony Michelis.
Die Vorteile des Konzepts liegen auf der Hand, ist Landrat Dr. Mischak überzeugt. „Denn wir können kosteneffizient beschaffen, sparen klassische Feuerwehrfahrzeuge ein, passen die Ausstattung an die Bedürfnisse vor Ort an, können uns gegenseitig kreisweit unterstützen und setzen auf ein hessenweit kompatibles und bewährtes System“, führt er aus.
„Die Anforderungen an die Feuerwehren steigen – nicht erst seit gestern – stetig“, merkt Gefahrenabwehrdezernent Dr. Mischak an. „Das Aufgabenspektrum wird immer breiter, die personellen und materiellen Anforderungen wachsen. Das ist eine echte Herausforderung. Da braucht es effiziente und langfristig gedachte Lösungen, die wir nun zusammen mit Alsfeld, Homberg, Lauterbach und Grebenhain für den Vogelsbergkreis auf den Weg bringen“, sagt der Landrat.
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