Sanierung statt Austausch
Im Laufe der Zeit büßen selbst hochwertige elastische Beläge ihre ursprünglichen Qualitäten ein. Mikrokratzer, Mattierungen und Verfärbungen erschweren die Reinigung, während ungeeignete Pflegeprodukte isolierende Filme hinterlassen und die ESD-Eigenschaften beeinträchtigen können. Rollenlasten und scharfkantige Gegenstände führen zu Riefen und lokalen Schäden. In solchen Fällen wird oft ein vollständiger Austausch in Erwägung gezogen, obwohl eine fachgerechte Sanierung in vielen Fällen eine ebenso effektive und wirtschaftlichere Lösung darstellt. Voraussetzung hierfür sind ein tragfähiger Untergrund, ein intakter Leitverbund samt Erdung bei ESD-Anforderungen und ein Sanierungsaufbau, der auf die spezifische Laborpraxis abgestimmt ist.
Am Anfang steht die Analyse
Der Weg zu einer erfolgreichen Sanierung beginnt mit einer detaillierten Bestandsaufnahme. Entscheidend ist hierbei, welche Arbeiten im Labor durchgeführt werden, welche Substanzen tatsächlich auf den Boden gelangen können, wie die Reinigungs- und Desinfektionsprozesse aussehen und ob ESD- oder sogar explosionsschutzrelevante Bedingungen vorliegen. Darauf folgt die technische Prüfung: In ESD-Bereichen wird der Widerstand gegen Erde typischerweise nach EN 1081 ermittelt. Die Systemleistung des Verbunds aus Boden und Schuhwerk wird mittels Walking- oder Body-Voltage-Messungen nach ANSI/ESD STM97.2 geprüft. Bei elastischen und Laminatbelägen kann zusätzlich die Körperspannung nach EN 1815 herangezogen werden. In Zonen mit brennbaren Medien sind die Grundsätze der TRGS 727 maßgeblich, da der Boden hier nur eine von mehreren Schutzmaßnahmen gegen elektrostatische Zündgefahren darstellt. Parallel dazu empfiehlt sich eine Analyse des Raumklimas, da die relative Luftfeuchte und die Temperatur das ESD-Verhalten und die Reinigungsergebnisse spürbar beeinflussen.
Auf Basis dieser Befunde lässt sich ein Sanierungskonzept entwickeln, das den Eingriff auf das notwendige Maß beschränkt und den Laborbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt. In der Praxis hat sich ein mehrstufiges Verfahren bewährt, wie es beispielsweise das Bona Resilient System bietet. Dieses System kombiniert einen staubarmen Trockenschliff mit einer chemisch abgestimmten Tiefenreinigung und der gezielten Instandsetzung lokaler Schäden. Auf diese Weise wird die gealterte Deckschicht kontrolliert entfernt, ohne den Untergrund zu beschädigen. Sind ESD-Eigenschaften gefordert, kann der vorhandene Leitverbund überprüft, bei Bedarf ergänzt und wieder in den Potentialausgleich eingebunden werden.
Wiederherstellung in drei Schritten
Der anschließende Neuaufbau erfolgt in mehreren Schichten, die je nach Laborprofil individuell angepasst werden. Die Palette reicht von hochbeständigen, chemikalienresistenten Laborversiegelungen bis hin zu ableitfähigen ESD-Beschichtungen, die den geforderten Normen entsprechen. Die Materialien sind so formuliert, dass sie eine dichte, fugenarme und leicht zu reinigende Oberfläche bilden – ein entscheidendes Kriterium für Hygiene und Sicherheit im Laboralltag.
Nach der Aushärtung erfolgt eine technische Prüfung der Systemleistung, die über eine rein visuelle Abnahme hinausgeht. Dazu gehören die Messung des Widerstands gegen Erde nach EN 1081, die Systemprüfung von Boden und Schuhwerk gemäß ANSI/ESD STM 97.2 sowie – falls gefordert – ergänzende Tests zur Rutschhemmung, Ebenheit und chemischen Beständigkeit. Erst die dokumentierte Prüfung gibt Aufschluss darüber, ob der sanierte Boden im realen Zusammenspiel mit Nutzung, Schuhwerk und Klimabedingungen die erforderlichen Werte erreicht.
Das Fazit ist eindeutig: Eine fachgerechte Sanierung stellt eine vollwertige Alternative zum teuren Austausch dar. Mit präzise aufeinander abgestimmten Systemkomponenten, wie sie das Bona Resilient System bietet, lassen sich die technischen Funktionen, die Hygiene und die ESD-Leitfähigkeit eines Laborbodens vollständig wiederherstellen. Ein kompletter Austausch des Bodenaufbaus ist somit in vielen Fällen nicht mehr notwendig. Um zu prüfen, ob ein vorhandener Laborboden fachgerecht saniert werden kann, bietet Bona eine kostenlose Begutachtung des Objekts an.
Das Anfrageformular und weitere Informationen zur Sanierung elastischer Böden gibt es online unter www.bona.com
Bona ist ein globales, familiengeführtes Unternehmen, das Produkte für die Installation, Renovierung, Pflege und Restaurierung von hochwertigen Böden anbietet. Gegründet im Jahr 1919, bietet Bona Produkte für die meisten hochwertigen Bodenbeläge, darunter Holz, Fliesen, Vinyl, elastische Beläge, Gummi und Laminat.
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