Bei den Bachelorarbeiten im Bereich Literaturarbeiten gingen ebenfalls der erste und zweite Platz nach Osnabrück: Den ersten Platz belegte Claudia Günzel, Absolventin des berufsbegleitenden BSc Studiengangs “Physiotherapie” und seit 30 Jahren Physiotherapeutin, mit einer Arbeit zu Placebo-Effekten. Die BSc-Absolventinnen Rieke Bekel und Lina Egelkamp erhielten für ihren Scoping-Review zum Thema “Physiotherapeutisch relevante Schwindelformen” den zweiten Platz.
Breites Themenspektrum der ausgezeichneten Abschlussarbeiten
Sabrina Friehe, selbst Tänzerin in ihrer Freizeit, befasste sich in ihrer Masterarbeit, die sie auf Englisch verfasste, mit der Gesundheit von Musical-Studierenden: „Feasibility and acceptability of a neuromuscular cross-training program for injury prevention in pre-professional music theatre dancers- A pilot study” lautete der Titel und erläuterte Lösungen für die Fragestellung, wie gezieltes Krafttraining Verletzungen bei Musical-Studierenden vorbeugen kann. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Christoff Zalpour und Prof. Dr. Janine Stubbe (Codarts, Rotterdam). In ihrer Masterarbeit hat Sabrina Friehe ein neuromuskuläres Krafttrainingsprogramm durchgeführt und die Machbarkeit und Akzeptanz analysiert. Friehe beschrieb wissenschaftlich herausragend, warum Krafttraining für Tänzer*innen essenziell ist, welche Mythen es gibt und wie das Training die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern kann.
Ihr betreuender Professor Christoff Zalpour, Direktor des Institutes für angewandte Physiotherapie in Osnabrück und Leiter des DFG Projektes PA.H|LIFETIME.ai, freute sich mit der Absolventin: “Diese Arbeit ist wirklich herausragend und reflektiert sowohl die fundierte wissenschaftliche wie auch praktische physiotherapeutische Kompetenz der Absolventin. Solche Leistungen bestätigen den Zuschlag für die Gründung eines neuen Forschungszentrums mit Performing Arts Physiotherapy in Osnabrück, das sich mit der physiotherapeutischen Forschung zur Sänger- und Tänzergesundheit beschäftigt und das bereits bestehende und von der DFG geförderte Forschungsimpulse-Projekt (FIP) PA.H|lifetime.ai zur Physiotherapie in der Musikergesundheit ergänzt. Wir hoffen sehr, dass Sabrina sich hier mit ihrer besonderen Kompetenz zukünftig engagiert.”
Der zweitplatzierte Fabian Strate überzeugte mit einem aktuellen Thema der physiotherapeutischen Versorgungsforschung zur sog. Blankoverordnung: “Vergleich der Heilmittelauswahl nach ärztlicher Verordnung gegenüber der Auswahl bei der Blankoverordnung bei Schulterpatienten in der Physiotherapie und die Auswirkung der Einführung der Blankoverordnung in der physiotherapeutischen Praxis“. Betreut wurde die Arbeit unter anderem auch von Tobias Michels, der HELLP Absolvent und nun auch Doktorand ist.
Claudia Günzel untersuchte in ihrer Bachelorarbeit “The magnitude of the placebo effect and response of physiotherapeutic interventions in patients with spinal pain” die Fragestellung, wie groß der Placebo-Effekt im Vergleich zu spezifischen Behandlungseffekten steht. Betreut wurde diese Arbeit von Prof. Dr. Susan Armijo-Olivo.
Die Bachelorarbeit von Rieke Bekel und Lina Egelkamp zum Scoping-Review zum Thema “Physiotherapeutisch relevante Schwindelformen” wurde betreut von Verw.-Professorin Dr. Camilla Kapitza und Prof. Dr. Christoff Zalpour.
IFK-Wissenschaftspreis 2026
Der IFK verlieh im Jahr 2026 zum 22. Mal Wissenschaftspreise an Hochschulabsolventen. Vergeben werden zwei Bachelorpreise in der Kategorie Klinisch/Experimentell, zwei Bachelorpreise in der Kategorie Literatur- und Übersichtsarbeiten/Konzeptentwicklung und zwei Masterpreise für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten sowie zwei Posterpreise. Für die Wissenschaftspreise konnten sich Physiotherapeuten mit ihrer Bachelorarbeit im Bereich Physiotherapie oder mit ihrer Masterarbeit über ein physiotherapeutisches Thema von einer deutschen Hochschule bewerben.
https://www.ifk.de/verband/wissenschaft/ifk-wissenschaftspreis
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