Ford Kuga: Dr. Stoll & Sauer erstreitet positives Urteil wegen defekter Hochvoltbatterie
Im Streit um Probleme mit der Hochvoltbatterie eines Ford Kuga hat die Verbraucherkanzlei Dr. Stoll & Sauer einen gerichtlichen Erfolg gegen die Ford-Werke GmbH erzielt. Mit Versäumnisurteil vom 27. Juli 2026 verurteilte das Landgericht Regensburg Ford zur Zahlung von 34.980 Euro abzüglich 5.996,57 Euro Nutzungsentschädigung gegen Rückgabe des Fahrzeugs. Außerdem stellte das Gericht fest, dass Ford für weitere Schäden aufgrund der Fahrzeugmängel, insbesondere wegen der defekten Hochvoltbatterie, einstehen muss (Az. 84 O 872/26).
Die Entscheidung fällt mitten in einen seit Jahren andauernden Rückruf-Hickhack beim Ford Kuga. Nach einem Bericht des ADAC vom 15. Mai 2026 listet das Kraftfahrt-Bundesamt allein für Kuga-Modelle aus den Baujahren 2019 bis 2023 insgesamt 15 Rückrufe. Der aktuelle Batterie-Rückruf 25SC4 wurde inzwischen auf Fahrzeuge bis zum Produktionsjahr 2026 ausgeweitet. Es besteht Brandgefahr.
Dr. Stoll & Sauer sieht in der Entscheidung ein wichtiges Signal für betroffene Ford-Kunden. Probleme mit Hochvoltbatterien und dauerhafte Nutzungseinschränkungen sollten nicht einfach hingenommen werden. Eine kostenlose Ersteinschätzung bietet die Kanzlei im Ford-Online-Check.
Ford muss Kaufpreis zurückzahlen und für weitere Schäden einstehen
Das Landgericht Regensburg hat Ford zu weitreichenden Leistungen verurteilt:
Was bedeutet das Versäumnisurteil?
Ford hat sich in dem Verfahren nicht rechtzeitig verteidigt. Deshalb konnte das Gericht ein sogenanntes Versäumnisurteil erlassen. Ein solcher Erfolg tritt jedoch nicht automatisch ein: Das Gericht muss trotzdem prüfen, ob der Vortrag der Klägerseite schlüssig ist und die verlangten Rechtsfolgen rechtfertigt.
Diese Prüfung hat die von Dr. Stoll & Sauer erhobene Klage bestanden. Ford kann gegen das Versäumnisurteil innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen. Das hat Ford mittlerweile getan. Jetzt muss sich das Unternehmen zu den Vorwürfen äußern. Dann entscheidet das Gericht erneut über den Fall.
Ford Kuga: Rückruf folgt auf Rückruf
Der Regensburger Fall steht nicht isoliert. Beim Ford Kuga ziehen sich Probleme und Rückrufmaßnahmen seit Jahren hin. Besonders auffällig ist, dass auch die Hochvoltbatterie wiederholt Gegenstand sicherheitsrelevanter Aktionen war.
Aus Sicht von Dr. Stoll & Sauer stellt sich für Verbraucher angesichts dieser Abfolge die Frage, wie viele Rückrufe, Ladebeschränkungen, Nutzungsvorgaben und nachträglich veränderte Abhilfemaßnahmen bei einem Fahrzeug hinzunehmen sind.
Hochvoltbatterien: Auch andere Hersteller haben Probleme
Ford steht mit Problemen bei Hochvoltbatterien nicht allein. Rückrufe wegen Kurzschluss-, Überhitzungs- oder Brandrisiken betreffen inzwischen verschiedene Hersteller. Auch die Gerichte beschäftigen sich zunehmend mit den rechtlichen Folgen.
Aus Sicht von Dr. Stoll & Sauer zeigen die Fälle bei Ford, Mercedes, Porsche und Kia, dass die Sicherheit und dauerhafte Funktionsfähigkeit von Hochvoltbatterien zu einem zentralen verbraucherrechtlichen Thema der Elektromobilität geworden ist.
Rückruf und Reparatur müssen nicht das Ende der Ansprüche sein
Ein Rückruf bedeutet nicht automatisch, dass Verbraucher sämtliche Einschränkungen ihres Fahrzeugs hinnehmen müssen. Entscheidend ist immer der konkrete Einzelfall: Wie schwer ist der Mangel? Wie lange bestehen Einschränkungen? Wird das Fahrzeug dauerhaft nur eingeschränkt nutzbar? Gibt es eine verlässliche Reparaturlösung oder folgen mehrere Maßnahmen aufeinander?
Gerade bei Hochvoltbatterien können Ladebeschränkungen, reduzierte Reichweite, wiederholte Werkstattaufenthalte oder ein konkretes Brandrisiko erheblich in die Nutzung eines Elektro- oder Plug-in-Hybridfahrzeugs eingreifen.
Das Urteil des Landgerichts Regensburg zeigt, wohin eine solche rechtliche Auseinandersetzung führen kann: Ford wurde zur Rücknahme des Fahrzeugs und zur weitgehenden Erstattung des Kaufpreises verurteilt. Zusätzlich stellte das Gericht die Haftung für weitere Schäden aufgrund der Fahrzeugmängel und insbesondere der defekten Hochvoltbatterie fest.
Dr. Stoll & Sauer rät betroffenen Ford-Kuga-Haltern, Rückrufschreiben, Werkstattbesuche, Warnmeldungen, Ladebeschränkungen und sonstige Nutzungseinschränkungen vollständig zu dokumentieren. Im Ford-Online-Check bietet die Kanzlei eine kostenlose Ersteinschätzung der rechtlichen Möglichkeiten an.
Dr. Stoll & Sauer zählt zu den führenden Verbraucherkanzleien
Die Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH zählt zu den führenden Kanzleien im deutschen Verbraucherschutz. Die Kanzlei vertritt Verbraucher bundesweit unter anderem im Automobilrecht, bei E-Mobilität und Problemen mit Hochvoltbatterien sowie Datenschutzrecht. Die Gesellschafter Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer führten die Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen und handelten für rund 260.000 Verbraucher einen Vergleich über 830 Millionen Euro aus. Dr. Stoll & Sauer führt zahlreiche Massen- und Sammelverfahren – aktuell für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen Mercedes und Meta.
Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
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