Wärmespeicher machen Kraftwerke wirtschaftlicher und resilienter

Steigende und stark schwankende Strom- und Brennstoffpreise setzen Betreiber konventioneller Kraftwerke zunehmend unter Druck. Gleichzeitig verändern der Ausbau erneuerbarer Energien und die wachsende Bedeutung flexibler Stromerzeugung die Anforderungen an bestehende Anlagen. Wie Kraftwerke unter diesen Bedingungen wirtschaftlich betrieben und langfristig abgesichert werden können, zeigt der Vortrag „Energie-Resilienz in disruptiven Zeiten – Untersuchung der Wirtschaftlichkeit von Wärmespeicherkraftwerken“ von Philipp Trompetter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institut für Technische Thermodynamik des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) auf den TOP-Energy Anwendertagen.

Drei Energiequellen und Märkte intelligent verbinden, aber wie?

Im Mittelpunkt der Simulation mit der Software TOP-Energy steht ein Kraftwerkskonzept, das ein Gas-und-Dampf-Kraftwerk (GuD), einen Hochtemperatur-Wärmespeicher und eine Power-to-Heat-Anlage miteinander kombiniert. Mit TOP-Energy wird untersucht, wie das System flexibel auf unterschiedliche Marktbedingungen reagieren kann.

Der entscheidende Vorteil des Wärmespeichers: Die erzeugte Energie muss nicht unmittelbar genutzt werden. Wärme kann gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden. Dadurch kann das Kraftwerk gezielter auf attraktive Strompreise reagieren und gleichzeitig Wärme für ein Nahwärmenetz bereitstellen. Zusätzlich kann die Anlage Regelenergie für das Stromnetz, sogenannte aFRR, anbieten.

Relevante Erkenntnisse für Energieversorger und KWK-Betreiber

Die Ergebnisse sind insbesondere für Energieversorger, kommunale Wärmeversorger und Betreiber von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen interessant. Die Untersuchung zeigt, unter welchen Bedingungen die Kombination aus Wärmespeicher, Power-to-Heat und GuD-Kraftwerk wirtschaftliche Vorteile bietet und welchen Beitrag sie zu einer resilienteren Energieversorgung leisten kann.

TOP-Energy Anwendertage: Energieplanung mit Praxisbezug

Welche Erkenntnisse die Analyse für Energieversorger, kommunale Wärmelieferanten und Betreiber konventioneller KWK-Anlagen auf der Suche nach wirtschaftlichen und resilienten Transformationsstrategien liefert, erfahren Sie im Vortrag des DLR.

Der Vortrag ist Teil der TOP-Energy Anwendertage am 15. und 16. September. Die Veranstaltung bringt Fachleute und Anwender aus der Energiewirtschaft zusammen und zeigt anhand konkreter Anwendungsfälle, wie TOP-Energy bei der Planung, Bewertung und Optimierung komplexer Energiesysteme eingesetzt werden kann.

Sie möchten vor Ort oder online dabei sein? Jetzt kostenlos anmelden: https://www.top-energy.de/unser-angebot/anwendertage

Über Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V (GFaI)

TOP-Energy ist eine Energiesystem-Simulationssoftware, die von der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. (GFaI) in Berlin entwickelt wird. Die Software ermöglicht die Modellierung, Simulation und Optimierung hochkomplexer Energiesysteme – von industriellen Prozessen über Quartierslösungen bis hin zu kommunalen Strukturen.

Mit flexiblen Komponenten, umfassenden Steuerungs- und Analysetools sowie aktuellen Datenquellen unterstützt TOP-Energy Anwenderinnen und Anwender aus Forschung, Planung und Wirtschaft dabei, nachhaltige und wirtschaftliche Energiesysteme zu entwickeln.

Die GFaI e. V. ist ein gemeinnütziges Forschungsinstitut mit Sitz in Berlin-Adlershof. Der Verein ist auf angewandte Informatik spezialisiert und entwickelt praxisnahe Softwarelösungen für Industrie, Energie und Wissenschaft.

Weitere Informationen unter: www.top-energy.de

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