Erneute Auszeichnung für allergikerfreundliche Äpfel – entstanden an der Hochschule Osnabrück
Forschung schafft neues Angebot für Apfelallergiker
Die Besonderheit von POMPUR liegt in der Verbindung von Obstzüchtung, Allergieforschung und praktischer Vermarktung. Schätzungsweise mindestens 3,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Apfelallergie. Wissenschaftlich geprüfte und zertifizierte Apfelsorten für diese Verbrauchergruppe gab es bislang nicht im Handel. Im gemeinsamen Forschungs- und Züchtungsprozess wurden aus Tausenden Apfelgenotypen geeignete Sorten ausgewählt und über mehrere Jahre klinisch getestet. Mit ZIN 168 und ZIN 186 entstanden daraus zwei als allergikerfreundlich zertifizierte Sorten. Die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, klinischer Prüfung und erfolgreicher Markteinführung macht den besonderen Innovationscharakter von POMPUR aus.
Langjährige Forschung an der Hochschule Osnabrück
Seit der Gründung der ZIN im Jahr 2002 übernimmt das Fachgebiet Obstbau der Hochschule Osnabrück zentrale Aufgaben im Züchtungsprozess – von den Kreuzungen und der Anzucht der Apfelsämlinge bis zur Auswahl geeigneter Genotypen. Bei der Entwicklung der allergikerfreundlichen Sorten brachten weitere Partner ihre Expertise ein: Die Technische Universität München entwickelte ein Verfahren zur Bestimmung des Allergengehalts, die Charité – Universitätsmedizin Berlin übernahm die mehrjährigen klinischen Untersuchungen.
„Die Auszeichnung zeigt, welchen Wert die langfristige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und obstbaulicher Praxis hat. Sie ist zugleich eine besondere Bestätigung für die langjährige Forschungs- und Züchtungsarbeit an der Hochschule Osnabrück“, sagt Prof. Dr. Werner Dierend, Leiter des Fachgebiets Obstbau an der Hochschule Osnabrück.
Aus Sicht der Pflanzenexpertinnen und -experten in der Bewertungskommission überzeugte insbesondere, dass mit POMPUR zwei allergenarme Apfelsorten entwickelt wurden, die zugleich für den modernen Erwerbsobstbau geeignet sind. Hervorgehoben wurden außerdem das hohe Potenzial für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für Produzentinnen und Produzenten, die daraus resultierenden Marktchancen und die konsequente Weiterentwicklung bis zur erfolgreichen Markteinführung.
Hohe Nachfrage nach POMPUR
Dass die Innovation auch in der Praxis ankommt, zeigte bereits die erste Vermarktungssaison: Seit November 2025 sind die POMPUR-Äpfel im Handel erhältlich, rund 500 Tonnen wurden in der ersten Saison vermarktet. Aufgrund der hohen Nachfrage hat die ZIN entschieden, die Zahl der gepflanzten Bäume in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen.
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