Zweigstellennetz der Banken in Deutschland schrumpft 2025 um 1.071 Standorte – der Rückgang fällt geringer aus als im Jahr davor

Die Zahl der Bankstellen in Deutschland ist 2025 erneut gesunken. Laut der Deutschen Bundesbank verringerte sich die Zahl der inländischen Zweigstellen von 17.870 auf 16.799, veröffentlicht wurde die Auswertung am 10. Juni 2026. Der Rückgang von 6 Prozent fiel geringer aus als im Jahr 2024 mit 8,4 Prozent. Für Kundinnen und Kunden ändert sich damit vor allem, wie weit der nächste besetzte Schalter entfernt liegt. Wie eine regional verankerte Bank ihr Angebot ordnet, zeigt eine Darstellung der Produktpalette einer Genossenschaftsbank.

Die Auswertung stammt aus der jährlichen Bankstellenstatistik der Notenbank und ist von deren Studie zum Zahlungsverhalten zu unterscheiden. Gezählt werden Institute und Zweigstellen, nicht Geldautomaten oder Selbstbedienungsterminals.

Das Filialnetz verliert erstmals seit Jahren langsamer an Standorten

Die Mitteilung der Bundesbank ordnet den Rückgang im Zweigstellennetz nach Sektoren. Vier Größen beschreiben das Jahr 2025:

  • inländische Zweigstellen insgesamt: 16.799 nach 17.870 im Jahr 2024
  • Rückgang in Prozent: 6 Prozent nach 8,4 Prozent im Vorjahr
  • Kreditinstitute insgesamt: 1.329 nach einem Nettorückgang um 39 Institute
  • genossenschaftliche Institute: 647, ein Minus von 3,7 Prozent

Bei den Großbanken sank die Zahl der Zweigstellen nach derselben Mitteilung um 755 auf 1.429 Standorte. Damit trägt eine einzelne Institutsgruppe einen großen Teil des Gesamtrückgangs.

Wie sich die Zahl der Institute im Jahr 2025 verändert hat

Der Nettorückgang um 39 Institute entstand aus Verschmelzungen und Marktaustritten. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank blieben neben den unverändert sechs Landesbanken noch 344 Sparkassen bestehen; die Zahl der Kreditbanken sank um sechs auf 232 Institute.

Wer eine Bankverbindung wechselt, vergleicht meist Entgelte, Bargeldzugang und Erreichbarkeit in einem Schritt. Welche Kriterien dabei auseinanderlaufen, führt ein Vergleich der Konditionen beim Girokonto vor.

Warum ein Konto auch ohne Filiale zugänglich bleibt

Der Zugang zu einem Zahlungskonto hängt nicht am Schalter. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat im September 2025 eine Erhebung zum Zahlungskontengesetz veröffentlicht, die sie im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt hat. Danach wurden im Jahr 2023 mehr als 175.000 Basiskonten neu eröffnet, nach rund 122.000 im Jahr 2021.

„Ein dünneres Netz an Standorten und ein leichterer Zugang zum Konto sind zwei verschiedene Entwicklungen, die gern in einen Topf geworfen werden. Wer beides trennt, bewertet den eigenen Bankwechsel nüchterner“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was der Abbau für die Erreichbarkeit vor Ort bedeutet

Die Ablehnungsquote bei Basiskonten ist im selben Zeitraum gesunken. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde lag sie 2021 bei 4,2 Prozent und 2023 bei 1,7 Prozent. Der Zugang zum Konto hat sich also verbreitert, während die Zahl der Anlaufstellen aus Beton und Glas abnimmt.

Für ländliche Räume entscheidet damit weniger die Zahl der Institute als die Frage, welche Wege zur Bargeldversorgung bleiben. Die nächste Bankstellenstatistik der Bundesbank wird zeigen, ob sich die Verlangsamung des Jahres 2025 fortsetzt oder ob 2026 wieder ein stärkerer Abbau folgt.

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