Gesunde Innenraumluft – Gesunde Atemluft für jedes Kind
Doch ist die Luft, die sie dort atmen, wirklich sicher?
Diese Frage dürfen wir nicht länger aufschieben.
Wir haben Gebäude jahrzehntelang effizienter gemacht. Jetzt müssen wir sie auch gesünder und resilienter machen.
Gesunde Innenraumluft ist kein Luxus. Sie ist eine Voraussetzung für Gesundheit, Lernen und Entwicklung. Sie kann dazu beitragen, Infektionsrisiken zu reduzieren, Kinder bei extremer Hitze zu schützen und ihnen auch dann einen sicheren Raum zu geben, wenn die Außenluft belastet ist.
Jeder Atemzug zählt.
Kinder atmen jeden Tag tausende Liter Luft und trinken im Vergleich dazu etwa einen Liter Flüssigkeit.
Das Atmen können wir für eine gewisse Zeit bewusst stoppen, indem wir die Luft anhalten.
Unser Gehirn sorgt jedoch nach kurzer Zeit automatisch dafür, dass wir wieder atmen. Der zunehmende Kohlendioxidgehalt im Blut löst dabei einen immer stärkeren Atemreiz aus.
Hauptquellen von unsichtbaren Innenraumluftbelastungen
Deshalb müssen wir wissen, was in dieser Luft enthalten ist.
Akute gesundheitliche Folgen (Sofortreaktionen)
Chronische gesundheitliche Folgen (Langzeitschäden)
Diese Schäden entstehen schleichend durch eine dauerhafte Belastung über Monate oder Jahre hinweg:
Saubere Räume schaffen, auf die wir uns verlassen können
Schadstoffe sichtbar machen und wirksame Lösungen umsetzen
Die gute Nachricht: Wir müssen nicht bei null anfangen. Die Technologien sind vorhanden. Zuallererst: Quellen von Schadstoffen identifizieren
Technische Umsetzung: Sensoren, Lüftungssysteme, Filter und Luftreiniger können dazu beitragen, die Innenraumluft deutlich zu verbessern.
Was fehlt, ist nicht allein die technische Möglichkeit. – Es fehlt vor allem die konsequente Umsetzung.
Relevante Schadstoffquelle: Nutzung von tonerbasierten Laserdruckgeräten und Kopierern
Die Technik ist ubiquitär mit etwa 20 Millionen Laserdruckern in Deutschland und 1 Milliarde Geräte weltweit. Sie finden sich in allen öffentlichen Räumen, in Krankenhäusern, Arztpraxen, Behörden, Einkaufszentren, Kindergärten, Schulen, Universitäten und auch vermehrt in Privaträumen.
Berichte betroffener Menschen durch Laserdrucker-Emissionen
4.000 Menschen haben sich an nano-Control, Internationale Stiftung gewandt und über Symptome und Arbeitsplatzumgebungen berichtet. Viele von ihnen leiden unter oft schweren chronischen Erkrankungen nach jahrelanger Exposition mit den ultrafeinen Plastik-Partikeln, gemischt mit Metallen und Chemikalien.
Unter den Meldungen betroffener, sensibilisierter Menschen befinden sich auch Kinder, die in Räumen mit diesen technischen Geräten ständig krank werden.
Das jüngste Kind war 5 Jahre alt und konnte den Kindergarten nicht mehr besuchen, denn es wurde immer wieder krank. Fraglich war für die Mutter der Schulbesuch, der kurz bevor stand.
Einem 16-jährigen Schüler wurde empfohlen, die Schule nach der 9. Klasse zu verlassen und eine Ausbildung zu beginnen. Er war auf dem guten Weg ein hervorragendes Abitur zu erreichen. Mit der Hilfe der Stiftung und einer Bundestagsabgeordneten zog die Familie in ein anderes Bundesland und erhielt dort die Möglichkeit, per Homeoffice am Unterricht teilzunehmen, um seinen Abschluss dort zu erreichen.
Eine junge Auszubildende konnte sich ihren Traumberuf zur Fotografin nicht erfüllen. Nach kurzer Zeit im Büro mit einem Arbeitsplatzdrucker konnte sie nicht mehr gehen. Sie wurde im Rollstuhl ins Krankenhaus eingeliefert. Die dortigen Ärzte hatten gleich den Laserdrucker in Verdacht, da sie mit diesen Geräten vorher keinen Kontakt hatte.
Sie brach die Ausbildung ab und entschied sich, Krankenschwester zu werden. Heute geht es ihr gut. Denn in der Klinik achtete man auf saubere Innenraumluft für die Patienten und auch für das Personal, sodass sie den Emissionen nicht mehr ausgesetzt war.
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Wir müssen auch fragen: Was kostet es uns, nichts zu tun?
Wir sollten nicht nur fragen, was eine Transformation kostet. Krankheiten, Fehlzeiten, überlastete Gesundheitssysteme und wiederkehrende Infektionswellen haben einen hohen menschlichen und gesellschaftlichen Preis. Investitionen in gesunde Innenraumluft sind deshalb Investitionen in Gesundheit, Bildung, wirtschaftliche Stabilität und die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft.
Wir haben Gebäude jahrzehntelang effizienter gemacht. Jetzt müssen wir sie auch gesünder und resilienter machen.
Denn ein nachhaltiges Gebäude darf nicht nur Energie sparen. Es muss die Menschen schützen, die darin leben, lernen und arbeiten.
Und es gibt Grund zur Hoffnung:
Weltweit wächst eine Bewegung für gesunde Innenraumluft. Der vom Air Club initiierte Aufruf mit 300 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern aus 57 Ländern zeigt: Das Bewusstsein wächst. Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft beginnen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.
Das Jahrhundert der gesunden Innenraumluft.
Nach dem Jahrhundert des sauberen Wassers könnte jetzt die Zeit für ein neues globales Ziel gekommen sein:
Wir haben das Wissen.
Wir haben die Technologie.
Wir haben die Möglichkeit.
Jetzt brauchen wir den gemeinsamen Willen, zu handeln.
Für jedes Kind.
In jeder Schule.
In jedem Land.
Lassen wir unsere Kinder gesund lernen, gesund leben und frei atmen.
Denn jeder Atemzug zählt.
Autor:
Heike Krüger, Vorstands-Vorsitzende
nano-Control, Internationale Stiftung
Unterzeichner des "Global Pledge for Healthy Indoor Air"
GO AQS Botschafter für ultrafeine Partikel
Text ist inspiriert durch die Redner des United Nations High-Level Side Event vom 24.09.2026 in New York "Healthy Indoor Air in Schools: Every Breath Shapes Learning".
Referenzen
Wir verbringen 90 % der Zeit im Innenraum, 20 Stunden am Tag. Die Medien berichten über die Gefahr durch Feinstaub im Straßenverkehr.
Im Innenraum gibt es kaum gesetzliche Regelungen, keine Grenzwerte. Das wollen wir ändern. Es darf nur eine Luft zum Atmen geben, auf die wir uns verlassen können.
Über eine Milliarde Laserdrucker und Kopierer belasten weltweit die Atemluft von Menschen mit einem unsichtbaren, aber gefährlichen Mix aus Feinstäuben, Nanopartikeln und Schadstoffen – ungefiltert! Das kann schlimme Folgen haben. nano-Control liegen Tausende Meldungen über Erkrankungen vor, vor allen Dingen der Atemweg, Herz-Kreislauferkrankungen, immunologische Störungen, Nerven- und Hautschädigungen. Der ganze Körper ist betroffen
Internationale Studien bestätigen die gesundheitsschädigenden Wirkungen, auch für gesunde Menschen. Sogar DNA-Schäden wurden nachgewiesen. – Das bedeutet Krebsgefahr!
Nahezu 4.000 Menschen haben sich bei nano-Control gemeldet. Sie haben oft viele Jahre nach der Ursache ihrer Erkrankungen gesucht und sind zum Teil schwer krank. Wir sind ein tolles Team von über 200 Stiftern, Förderern, Paten und ehrenamtlich aktiven Menschen in Europa. Begleitet werden wir durch unseren Schirmherrn Prof. Dr. Michael Braungart, Hamburger Umwelt Institut und Professor an der Leuphana Universität Lüneburg und seit kurzem durch unsere Botschafterin, die Schauspielerin Inez Bjørg David, die sich seit Jahren für Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Bildung einsetzt.
Lesen Sie mir über unsere Ziele auf https://www.nano-control.org/die-stiftung.
nano-Control
Zum Hägerdorn 13
27318 Hoya
Telefon: +49 (4251) 7119
http://www.nano-control.org
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