Thüringens vielfältiger Geschmack
Breaking News:
Dienstag, Okt. 13, 2026
Wer in Thüringen Urlaub macht, genießt Kultur und erlebt Natur. Aber auch kulinarisch steht der Freistaat anderen Touristenmagneten in nichts nach. Das vielfältige Angebot hält für jeden Geschmack etwas bereit – von herzhaft bis süß, von traditionell bis ausgefallen.
Bratkultur und Braukunst
Deftiges vom Rost – das ist ein Markenzeichen Thüringens. Die Thüringer Rostbratwurst gehört zum immateriellen Kulturerbe im Bundesland und ist sein kulinarisches Markenzeichen. Ein besonderes Denkmal hat die Stadt Mühlhausen ihr mit dem 1. Deutschen Bratwurstmuseum gesetzt.
Ebenfalls auf dem Rost nicht fehlen darf das Rostbrätl, ein Klassiker der Thüringer Grillkultur. Zu den traditionsreichsten Spezialitäten Ostthüringens zählt außerdem der Mutzbraten. Er hat seinen Ursprung im Geraer Umland und im Altenburger Land. Hier hat auch die Bierbraukunst noch Tradition. Vor allem die Geschichte Geras ist eng mit dieser verbunden. Unter der Altstadt erstrecken sich die historischen Höhler, die einst als Lagerkeller für das Bier dienten und heute zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen.
Traditionelle Küche verbindet sich mit modernen und internationalen Geschmäckern
Was gehört seit Generationen zu den beliebtesten Beilagen der Region? Die Thüringer Klöße natürlich. Sie sind das Herzstück der hiesigen Küche. Wo auch immer man sich in Thüringen befindet – ein traditionelles Gasthaus mit Thüringer Klößen im Angebot wird sich finden. Rund um Ilmenau laden zum Beispiel der Erholungsort Frauenwald direkt am Rennsteig oder auch der Luftkurort Stützerbach ein. Entlang des Goethewanderwegs lassen sich Kulinarik und Natur ebenso hervorragend verbinden.
Neben den verschiedenen gastronomischen Einrichtungen mit Original Thüringer Küche, gibt es seit kurzem eine neue Rarität im Suhler Stadtzentrum. 2026 jährt sich das Geburtsjahr des Rennsteigliedes zum 75. Mal; dem Schöpfer Herbert Roth zu Ehren wurde im Atrium des Congress Centrum Suhl das neue Herbert-Roth-Café mit einer begleitenden Ausstellung eröffnet.
Traditionelle Küche verbindet sich in Thüringen aber ebenso mit modernen und internationalen Einflüssen. Das neu eröffnete Café Makan in der historischen Altstadt Ilmenaus ist ein Beispiel. Das von Studierenden der Technischen Universität betriebene Café ist nicht nur ein Ort für besondere Kaffeevariationen und hausgemachtes Gebäck, sondern auch eine Begegnungsstätte für junge Menschen.
Im Restaurant Bauersfeld am Zeiss-Planetarium Jena sind Innenräume, Küche und Terrasse gemeinsam mit dem Planetarium umfassend modernisiert worden. Auch das kulinarische Angebot wurde neu ausgerichtet und setzt jetzt auf frische und saisonale Küche. Wer internationale Aromen sucht, findet in Jena ebenfalls eine große Auswahl. Ein beliebtes kulinarisches Ziel ist die Wagnergasse mit ihren zahlreichen Restaurants und vielerlei Geschmacksangeboten.
Süße Delikatessen mit Strahlkraft
All den herzhaften Leckereien hat der Freistaat aber auch süße entgegenzusetzen. Schmalkalden lädt als Nougatstadt Gäste ein, die über 130 Jahre währende Geschichte der zartschmelzenden Süßigkeit zu entdecken. Die neue NougaTour führt Besucher von der Innenstadt bis zur Viba Nougatwelt und macht die Entwicklung dieser süßen Tradition greifbar. Neben diesem bereichern Vita Cola und eine lange Backtradition mit erlesenem Brot und Rahmkuchen das Angebot der Spezialitäten aus Schmalkalden.
Eine enorm wichtige süße Delikatesse ist, nicht nur für Mühlhausen, das Original Thüringer Pflaumenmus. Es ist das mit Abstand beliebteste Pflaumenmus Deutschlands. Die Konditorei und das Kaffeehaus Volkstädt in Altenburg verwöhnt seit 1878 mit handgefertigten Torten, Kuchen und Gebäck. Besonders die berühmte Baisertorte macht das traditionsreiche Haus weit über die Stadt hinaus bekannt.
Spezialitäten von Traube und Zwiebel zum Mitnehmen (oder Sofortgenießen)
Genuss zum Mitnehmen lässt auch zurück daheim noch einmal an eine schöne Auszeit erinnern. Ganz neu in Rudolstadt ist der Thüringer Olitätentee, der im Rahmen des Stadtjubiläums 1250 Jahre zusammencuviert wurde. Klassiker wie der Rudolstädter Geisterseher, ein Weißburgunder vom Thüringer Weingut Bad Sulza, sind ebenso im Ort erhältlich.
Bekannter für seine Zwiebeln als Weimar ist im Freistaat wohl keine andere Stadt. Dort kommt sie nicht nur als Zopf an den Marktstand, sondern auch auf den Teller. Rund um den Zwiebelmarkt zeigt sich die Kulturstadt von ihrer herzhaften Seite: Zwiebelkuchen, Zwiebelsuppe und Thüringer Spezialitäten bestimmen im Herbst die Speisekarten.
Kulinarische Spaziergänge & Events
Wer die genüsslichen Höhepunkte der Thüringer Städte auf besondere Weise kennenlernen möchte, sollte kulinarische Spaziergänge, Touren und Events in Erwägung ziehen. Bei der Stadtführung Jena häppchenweise entdecken lässt sich die Innenstadt Jenas nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Gaumen erkunden. Der unterhaltsame Rundgang führt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt – ergänzt durch vier kulinarische Stopps. Genuss und Kultur verbinden sich auch im romantischen Ambiente des Schillerhauses in Rudolstadt. Wie wäre es zum Beispiel einmal damit, das eigene Profil in Schokolade zu gießen?
Seit über 500 Jahren ist der Safrananbau mit Altenburg verbunden. Heute wird das Rote Gold im Altenburger Land wieder neu entdeckt. Zwischen September und November laden Anbauflächen, Schaubeete, Führungen und der Safran-Trail durch die Altenburger Altstadt dazu ein, Geschichte, Duft und Geschmack dieses besonderen Gewürzes kennenzulernen.
Wer Geras Genusskultur hautnah erleben möchte, kann das zum Beispiel auf den Spuren der Geraer Kochbuchautorin Emma Allestein tun oder bei der Gerschen Biertour Wissenswertes über die Entstehung der Höhler, die Geschichte der Bierlagerung und die traditionelle Bierherstellung erfahren. Was dabei nicht fehlen darf: die Geraer Fettbemme. Diese mit Schmalz bestrichene Scheibe Brot war früher ein Symbol für Wohlstand und ein gutes Leben…
…und so ließe sich die Liste mit Thüringer Spezialitäten, kulinarischen Traditionen, Anekdoten und Restaurants sicher noch endlos fortsetzen. Aber was soll all die Theorie, wo es doch um Gaumenfreuden geht? Da hilft nur eins: die nächstmögliche Gelegenheit beim Schopf packen und sich durch den Freistaat probieren. Guten Appetit!
Im Verein "Städtetourismus in Thüringen" e.V. engagieren sich seit 1994 19 Thüringer Kultur und Residenzstädte für die touristische Entwicklung und Vermarktung der Mitgliedsstädte sowie die Förderung des Städtetourismus im Freistaat Thüringen. Bündelung der Kräfte, um im nationalen und internationalen Tourismuswettbewerb wahrgenommen zu werden, den Bekanntheitsgrad und die Gästezahlen zu erhöhen, sind die erklärten Ziele des Vereins.
Die Thüringer Städte überraschen mit Ihrer Vielfalt: Erleben Sie prachtvolle Residenzschlösser und Patrizierhäuser, Fachwerkhäuser in verwinkelten Gassen oder Kirchen von der Romanik bis zum Jugendstil. Entdecken Sie eine unvergleichlich dichte Kulturlandschaft im Herzen Deutschlands. Große Persönlichkeiten wie Luther, Bach, Goethe, Schiller, Cranach, Herder und Liszt fanden hier ihre geistige und künstlerische Heimat und prägen die kulturellen Angebote.
Mitgliedsstädte: Altenburg, Apolda, Arnstadt, Bad Langensalza, Eisenach, Erfurt, Gera, Gotha, Ilmenau, Jena, Meiningen, Mühlhausen, Nordhausen, Rudolstadt, Saalfeld, Schmalkalden, Sondershausen, Suhl und Weimar, allesamt Städte mit einem unverwechselbaren Profil, vielfältig und reich an historischen Sehenswürdigkeiten, sind attraktive Reiseziele und bieten eine Vielfalt der Freizeitgestaltung.
Verein "Städtetourismus in Thüringen" e.V.
UNESCO-Platz 1
99423 Weimar
Telefon: +49 1522 161 0551
Telefax: +49 (3643) 745333
http://www.thueringer-staedte.de
![]()