Vom Praktikum zur Meisterin: Friseurin Alessia Kanzler will das Handwerk verändern
Breaking News:
Vom Praktikum zur Meisterin: Friseurin Alessia Kanzler will das Handwerk verändern
Zukunft beginnt im Kopf: Sechs Impulse, die Menschen und Unternehmen weiterbringen
6 Stunden von Barcelona: Team PEUGEOT TotalEnergies vor einer neuen Herausforderung
Verfeinerter Hot Hatch aus Kroatien: Clubsport-GTI auf Razzer-Felgen
Neue Rechtsschutzversicherung der DEVK: Individueller Schutz durch flexible Module
Mittwoch, Okt. 14, 2026
Schon als Mädchen lernte die heute 24-Jährige den Beruf durch ihre Mutter kennen. Der Spaß am Flechten, Bürsten und Stylen war entfacht. Spätestens mit 16 war Alessia Kanzler nach einem Praktikum klar: Dieser Beruf wird ihre Zukunft sein. Sie machte eine Ausbildung und wechselte nach Abschluss als Gesellin in einen Salon nach Heidelberg, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Der Meistertitel war von Anfang an ihr erklärtes Ziel. Ausgelöst wurde der entscheidende Schritt durch das Gespräch mit einer Kundin und durch ihre beste Freundin, die denselben Weg einschlagen wollte. „Wir haben uns gegenseitig motiviert, den Meister zu machen“, berichtet sie.
Fordernd, aber bereichernd
Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung beschreibt Alessia Kanzler als fordernd, aber bereichernd. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr der intensive Austausch mit den anderen Prüflingen und die gegenseitige Unterstützung bei den praktischen Aufgaben. „Man lernt viel Neues, erweitert seine fachlichen Kenntnisse, verbessert seine Fähigkeiten und entwickelt sich sowohl persönlich als auch beruflich kontinuierlich weiter“, sagt die junge Handwerkerin über die Meisterfortbildung, die sie uneingeschränkt weiterempfiehlt.
Vier Prüfungsteile bis zum Meister
Die Meisterprüfung im Handwerk gliedert sich in vier Teile: Fachpraxis, Fachtheorie, betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse sowie Berufs- und Arbeitspädagogik. Im Deutschen Qualifikationsrahmen ist der Meisterbrief auf Stufe 6 dem akademischen Bachelor gleichgestellt. Absolventinnen und Absolventen erwerben damit die Befähigung, einen eigenen Betrieb zu führen und den Fachkräftenachwuchs auszubilden. Sie haben damit eine Qualifikation, die angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Handwerk von besonderer Bedeutung ist.
Zeigen, wie schön das Handwerk ist
Genau das hat Alessia Kanzler vor. „Ich möchte mich selbstständig machen, um auszubilden, jungen Menschen zu zeigen, wie schön das Friseurhandwerk sein kann, und die Arbeitsbedingungen im Handwerk moderner, fairer und attraktiver zu gestalten“, beschreibt sie ihre Zukunftsvision. Die Betriebsgründung und die Möglichkeit, selbst Lehrlinge auszubilden, gehören zu den zentralen Chancen, die der Meisterbrief eröffnet.
Anerkanntes Qualitätssiegel
Bereits jetzt wirkt sich der Meisterabschluss positiv auf den beruflichen Alltag der 24-Jährigen aus. „Ich arbeite selbstbewusster und betrachte meinen Beruf aus neuen Perspektiven. Jetzt verstehe ich betriebliche Abläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge besser und kann sie gezielt nutzen“, erklärt die Friseurmeisterin.
Die Meisterfortbildung bietet neben besseren Karrierechancen und höheren Verdienstmöglichkeiten vor allem die Grundlage für eine erfolgreiche Selbstständigkeit und die Sicherung des Nachwuchses in den Handwerksberufen. Der Meisterbrief gilt als anerkanntes Qualitätssiegel – im Handwerk ebenso wie in der Gesellschaft. Alessia Kanzlers Geschichte zeigt, welche Perspektiven die berufliche Weiterbildung im Handwerk eröffnen kann.
Informationen rund um den Meistertitel im Handwerk beim Geschäftsbereich Meisterprüfung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, E-Mail: meisterpruefung@hwk-mannheim.de
Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald
B 1 1-2
68159 Mannheim
Telefon: +49 (621) 18002-0
Telefax: +49 (621) 18002-199
http://www.hwk-mannheim.de
![]()