120 Jahre Mut zum Wandel: elka investiert in die Zukunft des Standorts Morbach

Mit der größten Investition ihrer 120-jährigen Unternehmensgeschichte stellen die elka-Holzwerke die Weichen für die Zukunft des Standorts Morbach. Beim Richtfest für die neue Spanplattenproduktion und Energieanlage begrüßte das Familienunternehmen Ministerpräsident Gordon Schnieder, Staatsministerin Christine Schneider und Landrat Andreas Hackethal sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft, Forstwirtschaft, Verbänden und der Bauindustrie. Ein besonderer Moment war das gemeinsame Einlegen einer Zeitkapsel in einen Grundsteinkubus durch Larissa Kuntz und Gordon Schnieder.

Die Investition im hohen zweistelligen Millionenbereich ist für elka ein bewusstes Bekenntnis zum Standort und zur Zukunft der Holzverarbeitung. Geschäftsführender Gesellschafter Karl-Robert Kuntz erläuterte, dass die bisherige Anlage langfristig keine wirtschaftliche Perspektive mehr geboten habe. Das Unternehmen habe sich deshalb trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Neubau mit einer Investitionssumme, die über dem Jahresumsatz liegt, entschieden. Technik, Genehmigung, Finanzierung und Markt bildeten die vier entscheidenden Voraussetzungen für das Vorhaben.

Moderne Technik und Erfahrung der Mitarbeitenden

Die Modernisierung läuft seit 2022 bei fortgesetzter Produktion. Bis 2028 soll die Spanplattenproduktion grundlegend verändert sein. Der Technische Geschäftsführer Tobias Schmucker stellte gemeinsam mit Projektleiter Dr.-Ing. Alexej Simeth die bereits umgesetzten und die nächsten Schritte vor. Die bereits abgeschlossenen Bausteine des Großprojekts sind ein modernes Zuschnittzentrum, eine neue Messerringzerspanung sowie erneuerte Siebung und Beleimung. Sie bilden die Grundlage für die nun anstehenden größten Investitionsabschnitte.

Dazu gehören eine zentrale Biomasse-Energieanlage mit knapp 20 Megawatt Wärmeleistung, ein Niedertemperaturtrockner, geschlossene Lager für Sägespäne und Hackschnitzel sowie eine neue Form- und Pressenstraße. Deren Aufstellungslänge beträgt rund 165 Meter. Sie soll eine größere Formatvielfalt, höhere Effizienz und eine weiter optimierte Produktqualität ermöglichen. Für Kesselhaus und kontinuierliche Presse arbeitet elka mit dem Anlagenbauer DIEFFENBACHER zusammen. Mit dem Transformationskonzept verfolgt das Unternehmen das Ziel, den CO₂-Ausstoß am Standort, um rund 40 Prozent zu reduzieren.

Künstliche Intelligenz wird die Beschäftigten künftig bei der Steuerung der komplexen Produktionsprozesse unterstützen. Dafür werden Maschinen-, Material- und Prozessdaten mit den Eigenschaften der fertigen Platten verknüpft. Ziel ist es, Holz, Bindemittel und Energie gezielter einzusetzen, Qualitätsabweichungen frühzeitig zu erkennen und Erfahrungswissen im Arbeitsalltag zugänglich zu machen. Entscheidend für den Erfolg bleiben dabei die Menschen, ihre Fachkenntnis und ihr Engagement.

Holzversorgung und regionale Wertschöpfung gemeinsam sichern

Geschäftsführende Gesellschafterin Larissa Kuntz richtete den Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette vom Wald bis zum fertigen Bauprodukt. Laut Berechnungen von Landesforsten Rheinland-Pfalz kann ein Kubikmeter Holz entlang dieser Kette bis zu 3.000 Euro Bruttowertschöpfung erzeugen – ein Vielfaches des Rundholzpreises. Sie warb deshalb für einen Masterplan für Rheinland-Pfalz, der klimaangepassten Waldumbau, eine langfristige Rohstoffstrategie und die Weiterentwicklung des Holzbaus zusammenführt. Zu ihren zentralen Anliegen zählen ausreichende, über das Jahr verlässlich verfügbare Holzmengen sowie ein regelmäßiger strategischer Austausch zwischen Politik, Waldbesitz, Forstwirtschaft, Holzindustrie und Holzbau auf Ministerebene. Dabei müssten alle Ministerien in die Holzpolitik einbezogen werden. Kuntz forderte zudem, EU-Verordnungen und Bundesgesetze, die eine nachhaltige Holznutzung gefährden, einschränken oder verhindern, konsequent abzulehnen und die Handlungsmöglichkeiten des Landes – insbesondere im Bundesrat – auszuschöpfen. Förderprogramme zur Stilllegung von Waldflächen sollten abgeschafft werden. Aus ihrer Sicht würden bestehende Landesförderprogramme Kommunen finanzielle Anreize zur Stilllegung geben und damit der regionalen Wertschöpfungskette Rohstoff und wirtschaftliches Potenzial entziehen. Wer der wachsenden Nachfrage nach dem Bauen mit Holz gerecht werden wolle, müsse auch die Holzversorgung sichern. Die Wertschätzung und die Begeisterung, mit denen Bayern und Baden-Württemberg ihre Forst- und Holzwirtschaft unterstützen, sollten dabei als Vorbild dienen.

Ministerpräsident Gordon Schnieder bekannte sich in seinem Grußwort zu einer starken Forst- und Holzwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Mit rund 7.500 Betrieben, 54.000 Beschäftigten und mehr als zehn Milliarden Euro Umsatz sei das Cluster Forst, Holz und Papier ein bedeutender Teil der Wirtschaftsstruktur des Landes. Zugleich betonte er den Beitrag des nachwachsenden Rohstoffs Holz zum Klimaschutz: Wälder und langlebige Holzprodukte speichern Kohlenstoff; der Einsatz von Holz anstelle emissionsintensiver Baustoffe kann die Treibhausgasemissionen im Gebäude- und Bausektor senken. Die Landesregierung habe deshalb die Förderung des Holzbaus und eine Steigerung des Holzeinsatzes bei Bauvorhaben im Koalitionsvertrag verankert. Damit verbunden sei eine zentrale Voraussetzung: eine nachhaltige und langfristig tragfähige Rohstoffbasis für die heimische Holzindustrie.

Staatsministerin Christine Schneider betonte die Bedeutung einer verlässlichen heimischen Holzversorgung. Standortgerechte Nadelhölzer sollten auch künftig Bestandteil klimaangepasster Mischwälder bleiben. Eine aktive, fachgerechte Waldbewirtschaftung müsse widerstandsfähige Wälder, den Schutz der Biodiversität und die nachhaltige Bereitstellung des Rohstoffs Holz miteinander verbinden.

Landrat Andreas Hackethal hob den unternehmerischen Mut der Familie Kuntz und die Verbundenheit des Unternehmens mit der Region hervor. Gerade in unsicheren Zeiten sei die Investition ein starkes Bekenntnis zu Morbach und Rheinland-Pfalz. Er würdigte zugleich die Belegschaft als tragende Kraft des Unternehmens und verband die politische Wertschätzung mit dem Auftrag, die Betriebe vor Ort zu unterstützen.

Eine Zeitkapsel für kommende Generationen

Die Verbindung von Herkunft und Zukunft wurde zum Abschluss der Beiträge sichtbar: Larissa Kuntz und Gordon Schnieder legten gemeinsam eine Zeitkapsel in einen Grundsteinkubus, der in das Fundament der neuen Anlage einbetoniert wird. Die Geschäftsführung hatte die Kapsel am Morgen befüllt und verschraubt.

Sie enthält einen Grußbrief der Geschäftsleitung an die zukünftigen Generationen, Ausgaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und des Trierischen Volksfreunds vom 5. Oktober 2026, eine Kopie des Handelsregisterauszugs mit der ersten Eintragung von 1906, Luftbilder des gesamten Unternehmens und des Spanwerkprojekts, ein Foto der Familie Kuntz bei der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises sowie ein Musterstück der elka strong board. Damit bewahrt sie Zeugnisse der Unternehmensgeschichte und des heutigen Aufbruchs für kommende Generationen.

Beim anschließenden gemeinsamen Essen und Austausch klang die Veranstaltung aus. Das Richtfest im Jubiläumsjahr machte deutlich, wofür elka seit 120 Jahren steht: die Bereitschaft zum Wandel und den Mut, die nächste Etappe der Unternehmensgeschichte aktiv zu gestalten.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

elka-Holzwerke GmbH
Hochwaldstraße 44
54497 Morbach
Telefon: +49 (6533) 956-0
Telefax: +49 (6533) 956-220
http://www.elka-Holzwerke.eu

Ansprechpartner:
Frank Gemeinhardt
Leitung Marketing
Telefon: 06533956234
E-Mail: frank.gemeinhardt@elka-holzwerke.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel